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3. Februar 2009 2 03 /02 /Februar /2009 22:37
Heute vor 50 Jahren - am 03.02.1959 - starben drei große Musiker der Rock'n'Roll-Ära bei einem Flugzeugabsturz: Buddy Holly, Ritchie Valens und Big Bopper.

Buddy Holly, geb. am 07.09.1936 wurde nur 22 Jahre alt, seine Karriere währte gerade mal 18 Monate. Gleichwohl wurde er durch den frühen Tod zum ersten Heiligen des Rock'n'Roll.


Ritchie Valens (eigentlich Richard Valenzuela) wurde bereits mit 17 Jahren bekannt durch seinen Hit "La Bamba" und "Oh Donna", Big Bopper war ein bekannter Rock'n'Roll D.J.



Hier ist Buddy Holly mit den Crickets 1958 in N.Y. mit "Peggy Sue" und "Rave On"





Und hier Ritchie Valens mit "La Bamba" und "Oh Donna"


Und - wer hat diesem traurigen Ereignis ein musikalisches Denkmal gesetzt - eines von vielen?

Es war Don McLean mit "American Pie" 1971:


M.Kupfer
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1. Februar 2009 7 01 /02 /Februar /2009 20:23
Heute war allgemeines Aufräumen angesagt, am Wochenende war viel Besuch da, da unsere Kleine Geburtstag hatte - nun ist sie 5 Jahre alt - und die Kinder haben Sachenverstecken gespielt (suuuper, wenn man dann ein Lego-Raumschiff der "Marsmission" von der Größe eines DIN-A-4-Blattes oder das Guta-Nacht-Vorlesebuch unseres Sohnes nicht wieder findet).

Unsere emsige Suche führte auch in den Mini-Speicher im ausgebauten Dachgeschoss. Unsere beiden wohnen ja direkt unterm Dach und den letzten Winkel, an den man sowieso nicht dran kommt, den nutzen wir als Dachboden. Dort befinden sich Koffer, Bücherkisten, altes Spielzeug pp...

Da habe ich auch gesucht, weil die Kids sich dort ebenfalls reingekrümelt hatten und ich vermutete, dass dort die Raumfähre auf Abwegen gelandet war....

Ich fand dort weder die Raumfähre noch das Vorlesebuch, ich stieß dort aber auf einen verschollenen Schatz, ein Fund, der meine Laune schlagartig aufhellte.

Es war eine Box mit lange verloren geglaubten,....na?? .... Mixtapes aus den 70er, 80er und 90erJahren. Die hatte ich lange ziemlich verzweifelt gesucht.

Die Sammlung stammte aus Zeiten, in denen ich weder über CD-Player noch Plattenspieler verfügte und ich meine LP-Neuanschaffungen wo auf Tapes bannen musste,, Zeiten, in denen man mit Freunden LP's zum Aufnehmen tauschte. Und Zeiten, in denen ich Musik aus dem Radio mitschnitt - meine ganz persönlichen Musikaufzeichnungen...

Sogar selbstgemachte Hörspiele aus Kindheits- und Jugendzeiten fanden sich. Schon ulkig, wen man den eigenen Kindern eine Aufnahme aus dem Jahr 1977 vorspielt und  sie raten lässt, welches Kind da spricht.

Es gab auch einen Komplettmitschnitt einer Folge der alten "Flippzeit", eine Musiksendung im WDR 1 (!) aus dem August 1989. In der Sendung wurden damals Plattenkritiken der Hörer veröffentlicht, man konnte selbst etwas schreiben, und wenn es den WDR-Redakteuern gefiel, wurde der Text dort im Studio vertont.... Diese Cassette enthielt die Vertonung meines eigenen Werks (es war ein Verriss über das Album "The Pros and Cons Of Hitchhiking" von Roger Waters aus dem Jahr 1984).

Die Tapes sind in hervorragendem Zustand, wie ich bei einigen Stichproben vergewissern konnte.

Mal sehen, was sich dort für Musik findet... Alltagssachen, aber auch Alben, die man ganz bewusst komplett aufgenommen hat - anders als bei der CD oder dem MP3-Mix ist es nur schwierig, zu "zappen".

LG M.Kupfer
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31. Januar 2009 6 31 /01 /Januar /2009 22:00
Der Vietnamkrieg bildete Ende der 60er Jahre ein zentrales Thema des SDS und der APO.

So fand im Februar 1968 der Vietnamkongress an der TU in West-Berlin statt.

Ende Januar 1968 begann die sog. Tet-Ofensive in Vietnam.

Diese bezeichnet eine Reihe militärischer, offensiver Operationen der nordvietnamesischer Armee und des Vietcong zwischen dem 30.01. und 23.09.1968 im Rahmen des Vietnamkrieges. Sie startete den Überraschungsangriff am Vorabend des vietnamesischen Neujahrsfestes, dem Tet Nguyen Dan, der am 31.01.1868 stattfand. Das ist eigentlich der heiligste Tag des Jahres. Unmittelbar zuvor hatten die Angreifer eine 7-tägige Waffenruhe angekündigt. Ein Großteil der südvietnamesischen Armee war im Feiertagsurlaub.

Bis Anfang 1968 hatten die USA ihr Truppenkontingent auf über eine halbe Million Soldaten aufgestockt. Dennoch war es nicht gelungen, die Guerila des Vietcong entscheidend zu schlagen. Durch Waffenhilfe aus der Volksrepublik China und der UdSSR war Nordvietnam erheblich aufgerüstet worden.

Der Angriff am 30.01.1968 und an den folgenden Tagen war für die Südvietnamesen und Amerikaner völlig überraschend. Er erfolgte auf breiter Front mit 80.000 Kämpfern und an mehr als 100 Stellen gleichzeitig. Die stärksten Angriffe erfolgten in und nahe Saigon auf den Flugplatz und die Hauptquartiere von General William Westmoreland und des südvietnamesischen Militärs.

Trotz des gelungenen Überraschungserfolgs erwies sich die Tet-Offensive als militärischer Misserfolg. Nach drei Wochen - in der Zeit hatten die Vietcong etwa in Saigon ca. 5700 Menschen, nach einer schwarzen Liste gesucht, gefoltert, ermordet und in Massengräbern verscharrt, darunter ausländische Ärzte, Juristen, Geistliche, sogar Kinder - wurden die Vietcong aus den von ihnen eroberten Städten wieder vertrieben.

Gleichwohl bildete die Tet-Offensive einen Wendepunkt im Vietnamkrieg, da die US-Bevölkerung, die lange an einen Sieg und an Erfolge sowie ein baldiges Ende des Krieges geglaubt hatten, nun in den Medien entsetzt erleben mussten, dass die US-Armee die Lage eben, entgegen den Beteuerungen der Regierung und der Militärs nicht beherrschte. Die Stimmung im Lande kippte...

Lesenswert ist dazu auch der Artikel in  Zeit-Online vom 03.01.2008.

M.Kupfer

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30. Januar 2009 5 30 /01 /Januar /2009 21:21
Ein Grund dafür, mich in den 90ern sauwohl zu fühlen, war, dass ich als Mittzwanziger an der Uni alle Freiheiten der Welt genoss.

Ein weiterer Grund war das seinerzeit aktuelle Musikgeschehen. Es rockte, was das Zeug hielt! Das passende Werbemotiv war Toyota's "Alles ist möglich....".

Tatsächlich, so war es auch. Die Entwicklung vom Rock'n'Roll als Ventil zur Auflehnung gegen "die da oben" bzw. die spießige Erwachsenenwelt zum Rock als Lifestyle- und Hedonismusattitüde war vollzogen. Zumindest fast, denn der Hedonismus machte sich insbesondere in den modischen 80ern breit, dies war verbunden mit einer gewissen, sagen wir, elitären Arroganz der synthipop-hörenden Lacoste- und Cerrutiträger.

Einerseits gab es auch andere Stile, die sich im Underground tummelten, wie z.B. Metal, Punk, Gothic, Skins, Rap... . Aber diese Musik bzw. deren Stil kannnten (!) und mochten nur einige Eingefleischte.

In den 90ern war wie gesagt alles möglich, da wurde Underground und Indie - und Old-School-Rock - mindestens genauso tonangebend wie die Stock-Aitken-Waterman-Soße, wie die Casting-Boy-Groups, wie Michael Jackson, wie Madonna und Co, wie Eurobeat und wie Techno (beim Techno gab es ja auch zig Sparten, aber da kenne ich mich beim besten Willen nicht aus, deshalb halte ich dazu einfach mal die Klappe).

Bei den harten Klängen von Grunge und Alternative-Rock kam es noch einmal hoch, dieses alte Rock'n'Roll-Punk-Rock-Underground-F....-You-Gefühl. Lange nicht mehr gespürt, aber jetzt, jetzt war es wieder da, entgegen allem Hedonismus. So konnte ich dann beruhigt meine Jugend abschließen...

Markus Kavka, ein MTV-Moderator, machte um 2002 eine nette kleine Serie zum Thema "20 Jahre MTV", in der er pro Sendung in einer Stunde die herausragenden Videos eines Musikjahres zwischen 1981 und 2001 vorstellte.

Diese Serie gab es in zwei Versionen. Zu den 90ern  hat er in Version 1 die Rough-Trade-Abteilung a la Nirvana, Smashing Pumpkins, Pearl Jam, Metallica, Alice in Chains... pp vorgestellt, in Version 2 hat er die Eurobeat- und Techno-Abteilung vorgestellt. Zu den 80ern gab es diese Trennung defnitiv nicht. Nun ratet mal, was ich wohl besser fand....

So, eines der Videos aus dem Jahr 1992, das mich damals um nahezu 20 Jahre zurück versetzte, war von den Black Crowes "Remedy": Die Musik hätte von MC5 stammen können, oder einer Vorband der frühen Deep Purple, die Band rockte krachig ohne Ende, das Erscheinungsbild war Marke "1972": Lange Haare und breite Koteletten.

Nach den gestylten und parfümierten Hedonismus-80ern tat es mal wieder gut, garagige und  Synthifreie Rockmusik wie dieses Stück "Remedy" von den Black Crowes zu hören, wie ich sie eh mochte. Aber dies hier, das war nicht alt und von früher (mit Musikern, die den 50sten Geburtstag schon hinter sich hatten) das war brandneu und machte Lust auf mehr...


Ein weiterer Gig, der mir damals, 1992/93 auffiel, weil er ebenfalls nach Rock und Garage klang, war Lenny Kravitz.

"Are You Gonna Go my Way" klang nach lang vermissten weil ewig nicht gehörtem Rock. In dem Video hier erinnern nur die Dreadlocks von Lenny Kravitz daran, dass man sich nicht in den 70ern, sondern in den 90ern befand.


Auch sehr retro-rockig: "Let Love Rule":


M. Kupfer
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29. Januar 2009 4 29 /01 /Januar /2009 22:24
Hier ein paar weitere Highlights mit Hape Kerkeling:

Als Hannilein und Co. Mitte der 80er in "Känguru"

Als aufgebrachter Ossi-Kleingärtner mit langen Haaren verarscht er Herrn Lummer und einen Förster:


Hier liefert Hape - endlich - einen Trabi aus:

Hape als Motivationstrainer:


Zum Brüllen komisch - Als Sportreporter mit Dieter Schröpke:


Und, weil es so schön ist, hier als "Hurz"-Musiker:


Besonders bemerkenswert ist hier das Durch-den-Kakao-Ziehen der Kulturbeflissenen, die es einfach nicht peilen.... Hape ist kurz vorm Losprusten....

Und nun noch das Lied Horst Schlämmers für seine "Gisela": 2x Hape in Bestform...

(Gisela, Gisela, Gisela....Du wildes Stück.....Nein, isch möschte nicht, also wirklich, weißte...!)


LG M.Kupfer

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28. Januar 2009 3 28 /01 /Januar /2009 23:10
Noch ein Musiker wird 65 Jahre: Achim Reichel, der Hanseat.
Herzlichen Glückwunsch!

Seine Musikkarriere begann schon in den frühen 60er Jahren, unter anderem mit den Rattles (der blonde Jüngling am Micro mit der Gitarre und der Matte ist Achim Reichel)

Hier mal was Abgefahrenes aus dieser Zeit mit den Rattles: The Witch

Später, in den 70ern, rezitierte Achim Reichel singend Gedichte, so zum Beispiel John Maynard, Der Zauberlehrling, Die Ballade von den Königskindern oder Herr von Ribbeck....:

Und ziemlich bekannt ist, Anfang der 80er, das Drama um den "Spieler":

Und der Seemannsohrwurm Nr. 1 aus den frühen 90ern ist "Aloha He...":

(Habe jetzt mal ein "Video" raus gesucht, bei dem wir auf das nervige Mitklatschen des Publikums verzichten dürfen....uuuuuah, mindestens so schlimm wie Feuerzeugschwenken brrrr...)

LG M. Kupfer

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27. Januar 2009 2 27 /01 /Januar /2009 23:21
Nick Mason war einst Schlagzeuger von Pink Floyd. Geboren wurde er am 27.01.1944 in London.

Nick Mason war von Beginn an dabei. In seinem 2004/05 erschienen Buch "Inside out.A Personal History of Pink Floyd" liefert er ein sehr lesenswertes Werk über diese so wegweisende schlichtweg geniale Band.
Independent und Punk hin oder her. Die Band hat Meilensteine gesetzt und war eine der ersten Independent-Bands der 60er jahre, wenn man so will. Ich höre sie nach wie vor sehr gerne.

Übrigens: nach den Schilderungen Masons  haben die Bandmitglieder - bis auf den am 11.07.2006 verstorbenen Syd Barrett nie Drogen eingeworfen, auch wenn ihre Musik vor allem Ende der 60er Jahre von Leutchen unter LSD und Cannabis gehört wurde.

Hier ein Werk aus frühen Tagen :"Careful with that Axe, Eugene" in der Besetzung Waters/Gilmour/Mason/Wright



Hier mein absoluter Favorit - mit einem Text, der mich mit 17 - wie jetzt mit 42 (natürlich etwas anders) bewegt(e): Time

(aus dem Album "Dark Side of the Moon", 1972)


M.Kupfer

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27. Januar 2009 2 27 /01 /Januar /2009 13:09
Als Liebhaber skurrilen Humors mag ich Joscha Sauer's "Nicht Lustig"-Cartoons.
Irgendwelche Lemminge, Yetis, Elefanten, Forscher, Typen mit und ohne Bart, Nilpferde, Saurier, Hunde, Meister Hein mit der Sichel treiben dort allerlei (nicht) Lustiges.

Hier eine Kostprobe aus den Nicht-Lustig-Cartoons:

Und hier noch mehr:



Neuerdings gibt es auch Animationsfilmchen, hier der mit dem pinkelnden Yeti....



LG M.Kupfer
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26. Januar 2009 1 26 /01 /Januar /2009 13:19
Britischer Indie-Rock prägte die 90er gewaltig, denkt man zum Beispiel an die Stone Roses, Blur, Oasis - und die Charlatans.

Mit "The Only One I Know" schufen die Charlatans 1990 einen nahezu zeitlosen Song, der seinerzeit zum Repertoire der DJ's guter (!) Parties gehörte. Der kommt mit hier in den Blog!



LG M.Kupfer

kleine Randnotiz: es gab auch eine US-Band (Folkrock. Psychedelic) mit dem Namen Charlatans, die zwischen 1964 und 1971 aktiv war.
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24. Januar 2009 6 24 /01 /Januar /2009 15:31
Ja, ich gebe zu, eigentlich gehören die beiden Bands eher in die ausgehenden 80er Jahre. Dennoch: Ich muss sie erwähnen, vor allem Philip Boa & the Voodoo Club, den ich 1990 - Erscheinungsjahr "Hispanola" - und 1994 (mit Voodoo-Cult) live und in Farbe gesehen habe, und zwar im PC 69 in Bielefeld.

Philip Boa tourt und produziert immer noch, aber seit 1994 habe ich die Band ehrlich gesagt aus dem Blick verloren.

Ich hatte mehrere Mix-Tapes mit Musik von Boa. Ein bisschen arrogant kam der 1963 in Dortmund geborene Philip Boa schon rüber, muss ich sagen. Die Musik war aber hervorragender und eigenwilliger Indie-Pop der alten, sprich 80er-Schule und hat die 90er-Indiemusik sehr stark beeinflusst.

Da ich über Youtube zum Teil keine Boa-Videos einbetten kann, muss ich mich so begnügen. Folgt einfach den Links, wenn kein Video eingebettet ist.

Ein großer Hit 1989 war  "Container Love".
Desgleichen erwähnenswert war  "This is Michael" und

"Fine Art in Silver"


"Kill your Idols":

Eine andere Indie-Band, die ich 1990/91 rauf und runter gehört habe, war Alien Sex Fiend. Ich war nie ein Gruftie, never ever. Der musikalische Einfluss kam von meinem Bruder - huhu Markus!! - der meine Plattensammlung und meinen musikalischen Horizont um diese Band - wie auch Philip Boa - erweitert hatte. Er war aber auch kein Gruftie, traf aber am Niederrhein auf die Schwarze Szene und hatte eigene Freunde und Bekannte, etwa in Geldern. Und er hörte diese sehr schwarze Indie-Musik. Mit ihm habe ich auch 1990 das Boa-Konzert in Bielefeld besucht (und "Die Ärzte 1988 in Kleve).

Hier: Ignore The Machine


LG M.Kupfer
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