Overblog
Folge diesem Blog Administration + Create my blog
18. Mai 2012 5 18 /05 /Mai /2012 21:32

Persönlichkeitstests gibt es viele. Der MBTI-Test ist kurz und knackig und - wie ich finde - mit dem Ergebnis nah an der Wahrheit.....

 

Der MBTI-Test ist eine Weiterentwicklung der Typologie von C.G. Jung.

 

Der Proband beantwortet nur vier Fragen und nähert sich so seiner Typenkombination an. Die Fragen betreffen

 

- Introversion/Exroversion

- Intuition/Sensing

- Feeling/Thinking

- Judging/Perceiving

 

Hier geht es zum Test...(der Originaltest kostet Geld, das ist hier eine pro-Bono-Version...)

 

Ich bin übrigens ETFG - Lehrer :-)

 

M.Kupfer

 

 

 

Diesen Post teilen
Repost0
18. Mai 2012 5 18 /05 /Mai /2012 21:02

Viel gelesen und gehört habe ich schon zu allen möglichen Varianten des Zeit- und Organisationsmanagement. Schulungen besucht, Bücher gewälzt, je nach Arbeitgeber dieses oder jenes Konzept "erprobt", mit Simplify-Lektüre losgelegt....und was ist??

 

Die Steuererklärung schiebe ich vor mich her, Überweisungen kommen gerne am letzten Tag (immerhin!), mein Schreibtisch sieht aus wie, naja, ihr wollt es nicht wirklich wissen.... Nix mit FIFO, nix mit Eisenhower-Prinzip, nix mit Postkorbübungen á la Assessment-Center....

 

Ich bin zwar nicht perfekt organisiert nach Businessprinzipien, ABER ich komme klar!!

 

Auch nicht schlecht. Auch wenn ich einen Schriftsatz am letzten Tag der Frist verfasse, auch, wenn die Steuererklärung fröhlich vor sich hin wartet, auch wenn ich die Fahrkarte erst kurz vorher besorge - es wird, wenn auch spät und irgendwie hat sich noch nie wirklich jemand beschwert.

 

Mein Prinzip: LD - Lust und Dringlichkeit

 

Woanders heißt das Aufschieberitis, bei mir heißt es LD. Im Zweifel gehen Dinge, die mir Spaß bereiten und auf die ich Lust habe vor, es sei denn, es steht wirklich etwas IRRE Wichtiges und Dringliches bevor....

 

Und hey, es klappt! Wenn ich auf etwas Lust habe, grabe ich mich hinein, arbeite wie blöd und kämpfe, was das Zeug hält. wenn es nur "Pflicht" ist...naja, dann mach ich es halt, aber richtig gut wird es nicht...

 

Und noch etwas: Ich weiß, dass es nicht perfekt ist und irgendwie geht es natürlich immer besser, immer geht es optimaler....auch daran arbeite ich stets. Weil ich große Lust habe, dass mein LD-Prinzip funktioniert...:-)

 

M.Kupfer

Diesen Post teilen
Repost0
2. Mai 2012 3 02 /05 /Mai /2012 12:15

Im Hier und Jetzt zu leben ist wahrlich nicht einfach....

 

Das würde nämlich etwa nach der Psychologin Dr. Doris Wolf bedeuten, jedes Mal ganz aktuelle Situationen ohne Gedanken an früher oder später gelebt werden sollten, um es mal GANZ verkürzt wieder zu geben...

 

So - kann ich alles nachvollziehen und gut heißen - keine Frage!

 

Aber - wie soll so ein ewig arbeitendes Hirn wie ich unter den Voraussetzungen das denn schaffen. Ich blogge, also bin ich - cogito ergo blog....und wer bloggt, denkt, so sieht das aus.

 

Meistens denke ich eben nicht an DAS, was gerade ansteht, eben weil manches furchtbar banal ist: Haushalt schmeißen mit Putzen, Aufräumen, Ausmisten....Oder Gartenarbeiten mit Büsche-schneiden, Rasenmähen, im Herbst Laub kehren. Renovieren und dabei die Zimmer streichen....Und im Freizeitbereich: Schwimmen, Wandern, Radfahren...

 

Was gibt es Schöneres, als dabei über Grundsatzfragen des Lebens nachzudenken? Über Gewesenes, Bevorstehendes, Geschichten, Leute...

 

Ich würde schlichtweg abstumpfen und völlig verblöden, wenn ich mich bei solchen Tätigkeiten auf das "Hier und Jetzt" konzentrieren müsste.

 

Ja, ok, wenn man den Beitrag von Frau Dr. Wolf weiter liest, geht es auch um den Genuss einer Situation, den Blick auf den Moment, auf Schönes. Ja, das habe ich auch zB beim Fotografieren. Dann mache ich mir genau in der Situation Gedanken, was und wie ich denn jetzt aufzunehmen gedenke, grad bei mir Analog-Fetischisten....

 

Oder gestern bei einer Wanderung mit kleiner Abenteuereinlage: WARUM bitte musste ich mit ein paar anderen den steilen Berg - gefühlte 85 Grad Steigung - ächz - hinaufklettern?

 

Immerhin - das war wirklich ein Erlebnis von Hier und Jetzt:

 

"Wo halte ich mich fest, hoffentlich rutsche ich nicht runter, boah ist das heiß, blöde Brennnesseln...."

 

M.Kupfer

Diesen Post teilen
Repost0
15. April 2012 7 15 /04 /April /2012 15:34

....da ist der Wurm drin und ich als Anwalt weiß: Das werden wir verlieren, es geht allenfalls um Schadensbegrenzung, um nichts anderes. Das ist frustrierend für meine mandantschaft und natürlich auch für mich. Dennoch - eine Rechnung muss ich schreiben, auch wenn das Ergebnis nicht so ist, wie erhofft.

 

Aber Anwälte werden nun einmal als Dienstleister beauftragt und bezahlt.

 

Und dann gibt es Fälle, deren Ausgang ungewiss ist, bei denen aber ein gewisser Grund zum Optimismus besteht - und gleichzeitig meinen Kampfgeist wecken. Das sind meine Lieblingsfälle.

 

Seit einiger Zeit liegt so ein Fall auf meinem Schreibtisch - mit einem Sachverhalt, der als Blaupause für den nächsten Thriller von Grisham oder Harris dienen könnte, als Vorlage für den nächste Tatort oder Polizeiruf 110 wäre die Geschichte auch geeignet...

 

Ich erzähle nicht zuviel, aber es geht um einen harten Wettbewerb in einer bestimmten Branche, schmutzige Deals der mächtigen Konkurrenz mit großen und angesehenen Anwaltskanzleien - und meinen Mandanten, der mit Hilfe mietrechtlicher Tricks von seinem Standort vertrieben werden soll.

 

Tja, es geht um alles....

 

Später mal mehr...

 

M.Kupfer


 

Diesen Post teilen
Repost0
29. Februar 2012 3 29 /02 /Februar /2012 20:20

So, ein Jubiläum....!

Passiert wirklich nur alle vier Jahre....

 

Am 29.02.2008 habe ich meinen Blog begonnen.

 

Hier der erste Beitrag: "Start-up"

 

 

Seitdem habe ich hier 232 Artikel verfasst, dies zu allen möglichen Themen.

 

Was sollte das eigentlich ursprünglich? Eigentlich...ja eigentlich brauchte ich seinerzeit ein Forum gegen humorfreie konservative 68er-Basher und die Generation Golf, Yuppies und ich weiß nicht was.

 

Zu dem Thema finden sich in meinem Blog auch diverse Beiträge.

 

Tjaaa, und wie das Leben so spielt, geht es um vielmehr, auch in meinem Blog:

Musik, Bücher, Filme, Humor, Familienwahnsinn, Anwaltsalltag, Politik, Reisen nach Schweden und an die Ostsee, und seit ca. einem Jahr auch zum Thema Borderline.

 

Eine echte Zäsur war sicher mein Eintritt bei Facebook am 14.03.2010, denn im Nachgang dazu habe ich hier immer weniger Beiträge mit Links zu Musikvideos und anderem veröffentlicht und kommentiert, das passiert nun in erster Linie bei Facebook, weniger im Blog. Dabei war damals ein Beweggrund für meinen Beitritt zu Facebook, dort ein breiteres Blog-Publikum zu finden. So kann es kommen....

 

Hier wird also wieder Raum für grundlegende Themen und ausführliche Beiträge sein. Seltener, aber qualitativ anspruchsvoller...

 

Was kommt noch? Was das Leben so bereithält, wenn es die Zeit zulässt...

 

- Alltagswahnsinn

- erhellende Erkenntnisse zu Borderline

- Bücher

- Familienalltag

- Reisen

- Fotos

- unsere Katze

......

 

M.Kupfer

 


Diesen Post teilen
Repost0
19. Februar 2012 7 19 /02 /Februar /2012 00:00
"Niemand kommt rein und setzt sich hin
Den Fuß auf'n Tisch, Hand unter's Kinn
Niemand isst hungrig mein Frühstücksmenü
Niemand kommt immer zu früh

Niemand, ich habe Geschenke für dich
Was wär ich geworden, gäb es dich nicht
Meine gesammelten Werke - bitte sehr
Alles gehört dir

Niemand, niemand kennt mich wie du
Unbedingt, ich geb alles zu
Keine Enttäuschung, kein einziges Mal
Aber dir ist eh alles egal

Niemand, siehst du's, ich wachse nicht mehr
Meine Hände sind Füße, Niemand, schau her
Bald bin ich nichts und das, was dann bleibt
Ist deine Wenigkeit

Niemand, was, was willst du?
Immer bist du hier
Niemand, was, was willst du?
Von mir?
Von mir?
Von mir?"
 
Der Song "Walzer für Niemand" befindet sich auf dem 2009 erschienen Debüt-Album der im Jahr 1983 geborenen Schweizer Musikerin Sophie Hunger "Monday's Ghost".
 
Der Text ist irritierend.
 
Nur ein Wortspiel? Walzer für Niemand? Also für Keinen? Oder doch für jemanden? Für wen?
 
Dieser "Niemand" zeigt durchaus Präsenz. Starke Präsenz:
 
Er fläzt sich hin und isst ihr Frühstück
Sie beschenkt ihn reich - er bekommt alle ihre Werke.
Sein Einfluss ist groß:"Was wär ich geworden, gäb es dich nicht..."
Sie fühlt sich durchschaut - "niemand kennt mich wie du"....und dann ist ihm "alles egal".
 
Sie engt sich ein, sie wächst nicht mehr, sie macht offenbar alles, um diesem "Niemand" zu gefallen.... eine sehr intensive Bindung, mittlerweile aber fatal geworden...
  
Denn: Von ihr ist nichts mehr da, nur noch er - seine Wenigkeit.
 
Und letztlich weiß sie nicht, was er von ihr will, der immer anwesende "Niemand", immer bist du hier. Was will er? Das ist nicht klar...  
   
Eine solche Beziehung kann nicht funktionieren. Gleichberechtigung? Wohl eher nicht. Achtung? Sie ja, vor "Niemand", und dieser "Niemand"? Achtung vor ihr? Wertschätzung? 
  
Also, ich sage mal, nein, hat er nicht.    
  
Denn wie er sich dahin fläzt und sich alles von ihr nimmt, sie gibt und gibt, und er?
Er nimmt sich, was er braucht. Sie hat eine Funktion. Was auch immer - es geht um seine Bedürfnisse...
  
Sie macht sich kleiner, hört auf zu wachsen, und ist bald nichts mehr, etwa nur noch ein Häuflein Elend? Wer weiß...Freiheit? Eigene Interessen haben, Austausch? Nein, nichts dergleichen. Ein vernichtendes Urteil jedenfalls.  Sie macht alles, damit es funktioniert, vermeidet fehler, vielleicht, weil er sonst seine "Liebe" entzieht, in Wut ausbricht?
   
Er hat sie "verschluckt", nutzt sie gnadenlos aus. Ohne Rücksicht auf Verluste. Eine fatale symbiotische Beziehung. Er ist sie und sie ist er...die Grenzen verschwimmen.
   
"Niemand" ist aber kein starker Charakter - er scheint furchtbar gesichtslos, zu sein, ist jetzt sie, lebt ihr Leben, das sie so weggegeben hat, damit das "funktioniert" alles. 
Meine ganz  persönliche, mit der Künstlerin nicht abgestimmte Lesart ist diese:  
   
"Niemand" leidet an einer Persönlichkeitsstörung.
Und sie ist co-abhängig.
Die Beziehung ist bereits am Ende. Zu oft rastet er aus, manipuliert, verletzt, und sie deckt sein Verhalten, bestärkt ihn - unbewusst - in seiner Krankheit. Sie ist süchtig nach ihm. Emotional oder sexuell abhängig?
Indes - der Bruch steht bevor. Wie oft schon hat er sie abgewertet, wie oft wieder idealisiert, um sie dann wieder bei der kleinsten Möglichkeit abzuwerten?
Es ist F 60.31, die emotional-instabile Persönlichkeit, Borderline-Typus nach der ICD-10-Klassifizierung der WHO.
Damit sieht es wie folgt aus:
 

F60.3 Emotional instabile Persönlichkeitsstörung nach ICD10

Eine Persönlichkeitsstörung mit deutlicher Tendenz, Impulse ohne Berücksichtigung von Konsequenzen auszuagieren, verbunden mit unvorhersehbarer und launenhafter Stimmung. Es besteht eine Neigung zu emotionalen Ausbrüchen und eine Unfähigkeit, impulshaftes Verhalten zu kontrollieren. Ferner besteht eine Tendenz zu streitsüchtigem Verhalten und zu Konflikten mit anderen, insbesondere wenn impulsive Handlungen durchkreuzt oder behindert werden.

Zwei Erscheinungsformen können unterschieden werden:

Ein impulsiver Typus, vorwiegend gekennzeichnet durch emotionale Instabilität und mangelnde Impulskontrolle; und ein Borderline- Typus, zusätzlich gekennzeichnet durch Störungen des Selbstbildes, der Ziele und der inneren Präferenzen, durch ein chronisches Gefühl von Leere, durch intensive, aber unbeständige Beziehungen und eine Neigung zu selbstdestruktivem Verhalten mit parasuizidalen Handlungen und Suizidversuchen.

F60.31 Borderline Typus

Einige Kennzeichen emotionaler Instabilität sind vorhanden, zusätzlich sind oft das eigene Selbstbild, Ziele und “innere Präferenzen” (einschließlich der sexuellen) unklar und gestört. Meist besteht ein chronisches Gefühl innerer Leere. Die Neigung zu intensiven, aber unbeständigen Beziehungen kann zu wiederholten emotionalen Krisen führen mit übermäßigen Anstrengungen, nicht verlassen zu werden, und mit Suiziddrohungen oder selbstschädigenden Handlungen (diese können auch ohne deutliche Auslöser vorkommen
Mindestens drei der oben unter F60.30 B. erwähnten Kriterien müssen vorliegen und zusätzlich mindestens zwei der folgenden Eigenschaften und Verhaltensweisen:
  • Störungen und Unsicherheit bezüglich Selbstbild, Zielen und “inneren Präferenzen” (einschließlich sexueller);
  • Neigung sich in intensive aber instabile Beziehungen einzulassen, oft mit der Folge von emotionalen Krisen;
  • übertriebene Bemühungen, das Verlassenwerden zu vermeiden;
  • wiederholt Drohungen oder Handlungen mit Selbstbeschädigung;
  • anhaltende Gefühle von Leere.
Quelle: ICD10 der WHO
 
Parallel dazu besteht ein Kategorisierungssystem aus den USA, "DSM IV".
Die Systeme werden bei der Diagnostizierung alternativ, teilweise parallel angewandt, weil dieses Störungsbild ausgesprochen schwer zu erfassen und zu diagnostizieren ist.
  
Nach den DSM IV-Kategorien  müssen fünf von neun Kategoien erfüllt sein. Die Kategorien insgesamt:
 
1. Verzweifeltes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden. z.B. klammerndes Verhalten, Suizidandrohungen.

2. Muster instabiler, aber intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist . Eine Person wird nur als “gut” gesehen und entsprechend idealisiert. Dieselbe Person kann nach kurzer Zeit aus unterschiedlichen Gründen abgrundtief gehasst werden, alle vorher festgestellten guten Eigenschaften sind vergessen.

3. Identitätsstörung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung. Ein Borderliner kann sich nicht selbst definieren. Es gibt Borderliner, die sich als Mensch definieren können, aber eine sehr gestörte Identität in Bezug auf ihr eigenes Geschlecht aufweisen, indem sie z.B. ihren eigenen Körper verachten. Sie verfügen auch in der Regel über kein stabiles Selbstbild und neigen zu extremen Minderwertigkeitsgefühlen. Sie glauben nicht an ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten und suchen deshalb immer wieder in ihrem Umfeld nach Bestätigung.

4. Impulsivität in mindestens zwei potentiell selbstschädigenden Bereichen (außer Selbstverletzungen oder Suiziddrohungen). Drogenmißbrauch, riskantes Fahrverhalten, Tablettenmißbrauch, häufig wechselnde Sexualpartner ohne Rücksicht auf Infektionsrisiken etc.
 
5. Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder Selbstverletzungsverhalten. Neben Selbstmordversuchen sind Selbstverletzungen (SVV) bei Borderlinern sehr häufig anzutreffen. Viele fügen sich Schnittverletzungen hauptsächlich an den Armen zu.
 
6. Stark wechselhafte Stimmung. Mehrmalige grundlose Stimmungsschwankungen am Tag sind möglich, vom Hochgefühl bis hin zur Depression.
 
7. Chronische Gefühle der Leere. Viele Borderliner fühlen sich regelrecht wie Zombies. Sie haben keine spürbaren Empfindungen und fühlen sich selbst leblos.
 
8. Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, Wut zu kontrollieren. Dies beschreibt Zustände von extrem starken Wutausbrüchen und aggressivem Verhalten, das in keinem Verhältnis zu der momentanen Situation steht.
 
9. Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome. In belastenden Situationen können sich Borderliner verfolgt fühlen oder den Eindruck haben, daß sie jemand zerstören will. Auch können sie das Gefühl haben, sich von ihrem Körper zu entfernen, das Umfeld wird nur noch sehr fern und dumpf wahrgenommen. Diese Symptome verschwinden, wenn die Situation als nicht mehr bedrohlich oder belastend empfunden wird.
(Quelle: www.borderline-spiegel.de)

Das Störungsbild ist ausgesprochen vielseitig und schwierig zu diagnostizieren.
Die Ursache liegt oftmals in schweren traumatischen Erlebnissen in früher Kindheit, zB Misshandlung, sexueller Missbrauch. Es bestehen Parallelen zu den Folgen einer PTBS (posttraumatische Belastungstörung).

Bei allen Verletzungen der Angehörigen und Partner: Es ist eine Krankheit. Borderliner haben sich dies nicht ausgesucht.
Und: Der co-abhängige Partner hat oftmals selbst ein Trauma, einen unverarbeiteten Schmerz, an den der Borderliner erfolgreich anknüpfen kann.

Sie ist also co-abhängig, verschlungen in dem Hin und Her zwischen Idealisierung und Abwertung, gefangen in einer symbiotischen Beziehung, von der sie weiß, dass diese sie vernichtet, zerstört, aus der sie nicht wieder hinaus kann. sie ist, so wie sie sich aufgibt, beinahe genauso veranlagt wie "Niemand" der Borderliner. Erst klammert er, aus Angst, Verlassen zu werden. Dann stößt er sie weg, weil der fürchtet verschlungen zu werden, kann er die Nähe doch nicht aushalten, nach der er sich sehnt. Sein Wutausbrüche sind unberechenbar, furchtbar und verletzend.

Zu negativ? Vielleicht. Es muss so nicht sein, kann es aber.

Nun, bei Borderlinern git es solche und solche, je nachdem, welche Merkmale erfüllt sind. Es muss also nicht so sein, wie hier beschrieben. Gleichwohl ist weniger die Selbstverletzung typisch für Borderline, nicht jeder Borderliner verletzt sich selbst und nicht jeder, der sich selbst verletzt, ist Borderliner.

Ganz wesentlich ist oft das Nähe-Distanz-Problem, das Muster von wechselnden  instabile, aber intensiven Beziehungen, das mangelnde Selbstwertgefühl, die fehlende Impulskontrolle, das fehlende "emotionale" Gedächtnis.

M.Kupfer   
 
Diesen Post teilen
Repost0
20. November 2011 7 20 /11 /November /2011 19:00
    Alle unsere Reisen nach Schweden hatten mindestens eines gemeinsam: Ein Ziel war jeweils die Halbinsel Kullen im Westen, Skåne Län.
 
Kein Hauptziel allerdings - in den Jahren 2009 und 2010 führte es uns an den "angebrochenen" Rückreisetagen auf die Halbinsel, auf der Fahrt nach Trelleborg.
 
Und 2011? In diesem Jahr haben wir uns vorgenommen, dort ein paar Tage zu verweilen, für Wanderungen an der Küste zum Beispiel.  
PICT1444.JPG
Wir buchen also gleich drei Übernachtungen im Vandrerhem in Jonstorp, ein kleiner Ort auf der Nordseite der Halbinsel. Das Vandrerhem befindet sich in einem alten Gutshof und bietet zum einen eine schöne ländliche Atmosphäre und große geräumige Zimmer mit hohen Decken und, tja, Gutshofflair eben...
 
 
 
 
Am Tag der Anreise erwartet uns viel Sonne. Aber da wir unser Zimmer noch nicht beziehen  können - am Tage zuvor hatte dort eine Hochzeitsfeier stattgefunden und die Gäste waren noch um 14 Uhr mit dem Auszug beschäftigt - suchen wir den nächstbesten Strand auf.
 
Abends, nach "Raumeroberung" und Abendessen führt es uns dann in den Badeort Moelle, wenige Kilometer entfernt von der Spitze mit Kullens Fyr, dem Leuchtturm auf den Felsen. 
 
Badeort hin oder her: So richtig geeigete Badeplätze finden wir nicht in Moelle, aber der Ort mit dem Hafen im Dämmerlicht und den am Hang gebauten Häusern hat etwas. Vom Hafen sieht man sehr schön die südlichen Ausläufer des Kullabergs.
PICT1543.JPG
 
 
Die Rückfahrt: Vorsicht, Rehe? Jedenfalls führt die Straße serpentinenhaft durch dämmrigen Wald....
 
Am nächsten Tag geht es einen Tag auf den Kullaberg, wir unternehmen eine  Wandertour entlang der nördlichen und der südlichen Flanke der Halbinsel, entlang den "roten" und "blauen" Pfaden. Diese simnd zum eine auf den im "Naturum" unterhalb von Kullens Fyr zu erhaltenden Wanderkarten gekennzeichnet, entlang der Pfade sind dann Punkte oder Pfeile in rot bzw. blau auf steine, Bäume etc. gemalt. Der rote Pfad verläuft auf der südlichen Flanke, der blaue Pfad auf der nördlichen. "Gelbe" Pfade verbinden die rote und blaue Tour. Auh hier gibt es an den Pfaden entsprechende farbliche Markierungen.
 
Vormittags ist es noch bewölkt, im  Laufe des Tages lockert es sich auf und die Sonne scheint von einem blauen Himmel. Auf dem Bergkamm hat man einen herrlichen Blick aufs Meer, von dort geht es auch hinunter ans Wasser und an die zahlreichen Grotten. Wenn es bequem verläuft, führt immerhin eine Treppe an die steinigen Strände. In aller Regel aber geht es steil auf Naturpfaden hinunter - manchmal kann man sich streckenweise an einem Seil festhalten. Die Kinder machen`s ganz hervorragend mit: Sohnemann immer voran und "tonangebend" - denn er will fast jede Grotte sehen...und seine Schwester lässt auch keinen Pfad aus...
 
Die Ausflüge sind schon lohnenswert, wir sehen die Lahibiagrottan, Josefinelust, Visitgrottan, letztere zumindest von weitem und dann - wieder - die Silbergrottan. Und bei Kullens Fyr wird auch gleich weiter geklettert.
Die Visitgrottan "heißt" auch nur so, denn wirklich besuchen können wir die jedenfalls nicht, das ist etwas für geübte Kletterer. An den Felsen der wasserumtobten Klippe (so muss das schon nennen) ist ein Pfel gemalt mit dem Wort "VISITGROTTAN", der Pfeil zeigt in luftige Höhen. Dort sind schon zahlreiche Kletterer ins Meer gestürzt, wie wir später erfahren...
 
Ich lasse erst einmal ein paar Bilder sprechen.
 
Hier geht es runter zur Lahibiangrottan....am Seil... 
 PICT1549.JPG
 
  Von hier aus sieht man "Kullens Fyr" vom Süden...
PICT1565.JPG
 Carl-Gustafs Mur durch den Wald...
PICT1608.JPG
 bei Josefinelust...
PICT1636.JPG
 Visitgrottan
  
PICT1709.JPG
 
bei Kullens Fyr...
PICT1797.JPG
 
Weitere Bilder zu Kullen findet ihr auch in früheren Beiträgen, zB hier, 2010...
 
Am darauffolgenden Tag führt es uns an einem sonnigen Tag nach Ängelholm an den Strand.
 
In Schweden sind zu diesem Zeitpunkt die Sommerferien zu Ende. Die Folge:Wir haben einen einigermaßen breiten Strand mit hellem feinen Sand für uns alleine.... Ein sonniger Tag ist es ....
 
PICT1840.JPG
 
PICT1871.JPG
 
Am Tag der Abreise besuchen wir einen ganz besonderen Geheimtipp an der Küste: Nimis, Ladonien
  
Dieser fantastische Ort liegt ein wenig verborgen, hinter einem Gutshof führt ein schmaler Pfad in einen trollmäßigen Wald, viel "abenteuerlicher" als der Wanderweg 2 Tage zuvor. Festes Schuhwerk ist angebracht. Der Waldpfad wird abschüssiger, steiniger, mit Wurzelwerk durchwuchert...und irgendwann, wenn man es fast nicht mehr glaubt, steht man ein wenig ungläubig vor einem grob gezimmerten Holztunnel, der aussieht, als würde er jeden Moment in sich zusammenbrechen. Bretter, dünne und dicke, lange und kurze sind zusammengehämmert wie eine alte Holzkiste, der schwedische Künstler Lars Viks hatte diesen Ort in jahrzehntelanger Arbeit gebaut - und nach einem langen Streit mit den Behörden 1996 den Mikrostaat "Ladonia" ausgerufen - der aber international nicht anerkannt wird.
 
 
Also, zum Tunnel noch einmal: Der grob gezimmerte Tunnel ist schmal und niedrig und sieht erst einmal wackelig aus - ist er aber nicht. Seit mindestens 1980 steen die gebilde dort. Der Tunnel führt also an den felsigen Strand und hier befinden sich hohe Türme - ebenso grob aus Treibholz gezimmert, wie schon der Tunnel. Eine gewisse Mystk geht von diesem Ort aus, keine frage. Am Ende befindet sich noch eine lehmburg, die ein wenig so aussieht, als habe jemand am Strand eine Schlammburg gebaut, die Spitzen wirken wie jene Strandburgen, die entstehen, wenn man ziemlich nassen Sand durch die geballte Faust auf die Sandburg prasseln lässt.
 
Wisst ihr, was ich meine? Nein? Hier ein paar Bilder:
Der Holztunnel...und der Blick ans Wasser...
 
PICT2018
PICT2020.JPG
 
 Hier ein paar Burgen aus Holz...
 PICT2039.JPG
     
PICT2059.JPG
 
...und aus Lehm und Steinen...
PICT2067.JPG
 
Und nach Nimis-Ladonien geht es noch in ein Gartencafé namens Flickorna Lundgren. Kekse und Kuchen, Kaffee aus Blechkannen (die, erwirbt man sie dort, umgerechnet für knapp 100 €/Stück zu haben sind....) inmitten eines wunderbar blühenden Blumengartens....
 
Tja, am Ende des Tages heißt es vorerst Abschied nehmen von Schweden, bis zum nächsten Mal...
 
 
M.Kupfer
 

 
 
 
Diesen Post teilen
Repost0
15. Oktober 2011 6 15 /10 /Oktober /2011 20:53
Das ist jetzt ein weiterer Blogbeitrag zu Schweden 2011. 
    PICT1259b.jpg
Also, nach zwei Wochen Öland ging es erste einmal über die Öland-Bron (Ölandbrücke) für einen Tag nach Kalmar, das ist die Stadt, die man von Färjestaden auf dem Festland erblickt.    
     
Unser Domizil ist für eine Nacht das "Hotel Svanen", ein Hotel mit einem Vandrerhem. Sagen wir mal so - unser Kellerzimmer war für eine Nacht ganz o.k., das Frühstück auch.
 
So, wie haben wir den Tag verbracht? Auf dem Plan standen die Stadt, das Schloss, die Altstadt und dann ein kurzer Gang zum Kalmarsund, die Brücke sehen.
 
Vom Hotel Svanen zur "Stadt" und dann zum Schloss zu kommen, erwies sich als nicht sooo einfach, denn Kalmar verteilt sich auf mehrere Inseln und man musste  beim Gehen schon ein wenig "um die Ecke" denken, um das Ziel zu erreichen.
 
PICT1268.JPGPrägnant im Stadtkern ist der Dom und der Marktplatz, desgleichen das daran liegende Rathaus. Nach der Besichtigung des Doms sitze wir vor demselben bei sonnigem Wetter auf einer Bank, vor uns der Marktplatz.
 
Es zieht wie Hechtsuppe, wir essen unseren Mittagssnack trotzdem dort.
 
 
Der Weg zum Schloss gestaltet sich wiederum etwas schwierig. man kann eben nicht so, wie man möchte, also so gerad heraus in die Richtung und dann ist man da...Aber nun, irgendwann erreichen wir dann doch das Schloss und gehen an die Besichtigung - es geht nicht nur um Kalmars, sonder auch um Schwedens Geschichte, denn bis 1658 war auch der Süden Schwedens - die Linie endete etwa auf der Höhe von Kalmar - dänisch. Erst durch Gustav Wasa erhielt Schweden vor über 450 Jahren seine jetzigen Grenzen.
 
Außer schwedischer Historie fand sich auch eine Ausstellung mit moderner Kunst in einem großen Saal.
 
Außerdem fanden während unserer Anwesenheit bestimmt zwei Hochzeiten im Schloss statt - man kann dort also zumindest  eine Trauung mit anschließendem Sektempfang durchführen. Hatte was...
 
Die Außenanlagen: Oben auf dem Sims, einem Wall ergab sich ein toller Blick auf den und, man konnte Öland-Süd sehen, leider aber nicht die Brücke, das ließ der Standort nicht zu.
 
Die Stadt bot auch noch ein weiteres Wahrzeichen, nämlich einen hohen Wasserturm, gebaut etwa Anfang des 20. Jahrhunderts, mittlerweile mit Wohnungen bestückt. Der steht übrigens unmittelbar neben dem Gefängnis von Kalmar.
 
Von der Schlossanlage geht es sodann in die Altstadt, die den Namen wirklich verdient. Die Gassen haben Kopfsteinbepflasterung, die Häuser könnten die Kulisse bieten für Kalle Blomquist-Geschichten.
 
Zu guter Letzt - nach einem ganz guten Abendessen in einem Lokal in der Innenstadt - führte es uns noch einmal an den Sund, mit dem Blick auf die Brücke. Dort befindet sich auch eine Badestelle - ein Steg, auf dem Steg eine Vorrichtung wie in einer Umkleide (Bank, Kleiderhaken) und vor dem Steg befand sich eine Freiluft-Dusche... DAS hatte doch etwas...!
 
So, ich lasse jetzt Bilder sprechen...
 
PICT1285.JPG
PICT1295.JPG
 
PICT1360.JPG
PICT1382.JPG
PICT1413.JPG
PICT1422.JPG
M.Kupfer
Diesen Post teilen
Repost0
15. Oktober 2011 6 15 /10 /Oktober /2011 20:08

Feuerstern ist da! Seit gestern!

 

Wer ist denn das ? Ein Kater, geboren zu Pfingsten 2011. also derzeit ca. 4 Monate alt, orange-rot, ein bisschen gestreift, weiße Pfoten, an der Brust auch weiß.

 

Zu Pfingsten kam er als einer von drei Katzenkindern in einem Bett zur Welt. Mama Lilly war irgendwann Monate zuvor ausgebüchst und war einige Tage nicht gesehen. Und Feuerstern war nun ein Ergebnis dieser Flucht...

 

Feuerstern heißt er in Anlehnung an eine Katzenfigur aus "Warrior-Cats", einer Jugendbuchreihe, in der es um Katzenclans in freier Natur geht. Der Feuerstern dort ist Anführer eines Katzenclans und hat die gleiche Fellfarbe wie "unser" Feuerstern.

 

Feuerstern wohnt also sei gestern bei uns, genau genommen, bei unserem Sohn.  Er wird bespielt ohne Ende und wanderte in seiner ersten Nacht schon durch den Raum. Heute Vormittag ging es für ihn bereits in den Garten.

 

Große Aufregung....denn Feuerstern lief sein Revier ab, ohne Rücksicht auf Verluste...die Kinder waren etwas nervös, denn was ist, wenn Feuerstern schon am ersten Tag das Weite sucht?

 

Die Eskapaden endeten dann aber doch irgendwann.

 

Also, ich hätte schwören können, dass er sich einen Spaß daraus machte, wegzulaufen, einmal grinste er sich eins und zeigte die Mittelkralle....

 

Hier ist er:PICT2173.JPG

 

M.Kupfer

Diesen Post teilen
Repost0
13. Oktober 2011 4 13 /10 /Oktober /2011 09:50

Die ersten Beiträge zum Thema Borderline habe ich schon geschrieben, zuletzt "Die Geschichte von den Elfen".

 

Da Borderline zwei Seiten hat, also die der Partner/Angehörigen - die bei der Elfensache im Vordergrund steht - und die der Betroffenen, die selbst nicht immer wissen, warum sie "so" sind und auch, wenn sie wissen, wie es um sie steht, mit ihrer Störung umgehen müssen, poste ich einen Text, der von einem/einer Borderline-Betroffenen stammen könnte.

 

Charles C. Finn hat bereits 1966 dieses Gedicht geschrieben:

 

"Please Hear What I Am Not Saying"

 

Don't be fooled by me.

Don't be fooled by the face I wear
for I wear a mask, a thousand masks,
masks that I'm afraid to take off,
and none of them is me.
Pretending is an art that's second nature with me,
but don't be fooled,
for God's sake don't be fooled.
I give you the impression that I'm secure,
that all is sunny and unruffled with me, within as well
as without,
that confidence is my name and coolness my game,
that the water's calm and I'm in command
and that I need no one,
but don't believe me.
My surface may seem smooth but my surface is my mask,
ever-varying and ever-concealing.
Beneath lies no complacence.
Beneath lies confusion, and fear, and aloneness.
But I hide this. I don't want anybody to know it.
I panic at the thought of my weakness exposed.

 

That's why I frantically create a mask to hide behind,
a nonchalant sophisticated facade,
to help me pretend,
to shield me from the glance that knows.

But such a glance is precisely my salvation, my only hope,

and I know it.

 

That is, if it's followed by acceptance,
if it's followed by love.

 

It's the only thing that can liberate me from myself,
from my own self-built prison walls,
from the barriers I so painstakingly erect.

 

It's the only thing that will assure me
of what I can't assure myself,
that I'm really worth something.
But I don't tell you this. I don't dare to, I'm afraid to.
I'm afraid your glance will not be followed by acceptance,
will not be followed by love.
I'm afraid you'll think less of me,
that you'll laugh, and your laugh would kill me.
I'm afraid that deep-down I'm nothing
and that you will see this and reject me.

So I play my game, my desperate pretending game,

with a facade of assurance without
and a trembling child within.

 

So begins the glittering but empty parade of masks,
and my life becomes a front.

 

I idly chatter to you in the suave tones of surface talk.
I tell you everything that's really nothing,
and nothing of what's everything,
of what's crying within me.
So when I'm going through my routine
do not be fooled by what I'm saying.

 

Please listen carefully and try to hear what I'm not saying,
what I'd like to be able to say,
what for survival I need to say,
but what I can't say.

I don't like hiding.

I don't like playing superficial phony games.
I want to stop playing them.
I want to be genuine and spontaneous and me
but you've got to help me.
You've got to hold out your hand
even when that's the last thing I seem to want.

 

Only you can wipe away from my eyes
the blank stare of the breathing dead.

Only you can call me into aliveness.

Each time you're kind, and gentle, and encouraging,
each time you try to understand because you really care,
my heart begins to grow wings--
very small wings,
very feeble wings,
but wings!

With your power to touch me into feeling

you can breathe life into me.

 

I want you to know that.
I want you to know how important you are to me,
how you can be a creator--an honest-to-God creator--
of the person that is me
if you choose to.

 

You alone can break down the wall behind which I tremble,
you alone can remove my mask,
you alone can release me from my shadow-world of panic,
from my lonely prison,
if you choose to.
Please choose to.

Do not pass me by.

It will not be easy for you.
A long conviction of worthlessness builds strong walls.
The nearer you approach to me
the blinder I may strike back.

 

It's irrational, but despite what the books say about man
often I am irrational.

 

I fight against the very thing I cry out for.
But I am told that love is stronger than strong walls
and in this lies my hope.
Please try to beat down those walls
with firm hands but with gentle hands
for a child is very sensitive.

Who am I, you may wonder?

I am someone you know very well.
For I am every man you meet
and I am every woman you meet.
Charles C. Finn          September 1966

 

 

 

Hier die deutsche Übersetzung:

 



Bitte höre, was ich nicht sage! Laß Dich nicht von mir narren. Laß Dich nicht durch das Gesicht täuschen, das ich mache, denn ich trage Masken, Masken, die ich fürchte, abzulegen. Und keine davon bin ich. So tun als ob ist eine Kunst, die mir zur zweiten Natur wurde. Aber laß Dich dadurch nicht täuschen. Ich mache den Eindruck, als sei ich umgänglich, als sei alles heiter in mir, und so als brauchte ich niemanden. Aber glaub mir nicht! Mein Äußeres mag sicher erscheinen, aber es ist meine Maske. Darunter bin ich, wie ich wirklich bin: verwirrt, in Furcht und allein. Aber ich verberge das. Ich möchte nicht, daß es jemand merkt. Beim bloßen Gedanken an meine Schwächen bekomme ich Panik und fürchte mich davor, mich anderen überhaupt auszusetzen.

Gerade deshalb erfinde ich verzweifelt Masken, hinter denen ich mich verbergen kann: eine lässige Fassade, die mir hilft, etwas vorzutäuschen, die mich vor dem wissenden Blick sichert, der mich erkennen würde. Dabei wäre dieser Blick gerade meine Rettung. Und ich weiß es.

Wenn es jemand wäre, der mich annimmt und mich liebt... Das ist das einzige, das mir Sicherheit geben würde, die ich mir selbst nicht geben kann: daß ich wirklich etwas wert bin. Aber das sage ich Dir nicht. Ich wage es nicht. Ich habe Angst davor.

Ich habe Angst, daß Dein Blick nicht von Annahme und Liebe begleitet wird. Ich fürchte, Du wirst gering von mir denken und über mich lachen. Und Dein Lachen würde mich umbringen. Ich habe Angst, daß ich tief drinnen in mir nichts bin, nichts wert, und daß Du das siehst und mich abweisen wirst.

So spiele ich mein Spiel, mein verzweifeltes Spiel: eine sichere Fassade außen und ein zitterndes Kind innen. Ich rede daher im gängigen Ton oberflächlichen Geschwätzes. Ich erzähle Dir alles, was wirklich nichts ist, und nichts von alledem, was wirklich ist, was in mir schreit; deshalb laß Dich nicht täuschen von dem, was ich aus Gewohnheit rede.

Bitte höre sorgfältig hin und versuche zu hören, was ich nicht sage, was ich gerne sagen möchte, was ich aber nicht sagen kann. Ich verabscheue dieses Versteckspiel, das ich da aufführe. Es ist ein oberflächliches, unechtes Spiel. Ich möchte wirklich echt und spontan sein können, einfach ich selbst, aber Du mußt mir helfen. Du mußt Deine Hand ausstrecken, selbst wenn es gerade das letzte zu sein scheint, was ich mir wünsche. Nur Du kannst mich zum Leben rufen.

Jedesmal, wenn Du freundlich und gut bist und mir Mut machst, jedesmal, wenn Du zu verstehen suchst, weil Du Dich wirklich um mich sorgst, bekommt mein Herz Flügel, sehr kleine Flügel, sehr brüchige Schwingen, aber Flügel!

Dein Gespür und die Kraft Deines Verstehens, geben mir Leben. Ich möchte, daß Du das weißt. Ich möchte, daß Du weißt, wie wichtig Du für mich bist, wie sehr Du aus mir den Menschen machen kannst, der ich wirklich bin, wenn Du willst.

Bitte, ich wünschte Du wolltest es. Du allein kannst die Wand niederreißen, hinter der ich zittere, Du allein kannst mir die Maske abnehmen. Du allein kannst mich aus meiner Schattenwelt, aus Angst und Unsicherheit befreien, aus meiner Einsamkeit.

Übersieh mich nicht. Bitte übergeh mich nicht! Es wird nicht leicht für Dich sein. Die langandauernde Überzeugung, wertlos zu sein, schafft dicke Mauern. Je näher Du mir kommst, desto blinder schlage ich zurück. Ich wehre mich gegen das, wonach ich schreie. Aber man hat mir gesagt, daß Liebe stärker sei als jeder Schutzwall und darauf hoffe ich.

Wer ich bin, willst Du wissen? Ich bin jemand, den Du sehr gut kennst und der Dir oft begegnet.                                                        


M.Kupfer

Diesen Post teilen
Repost0

Über Diesen Blog

  • : Der-seit-1966-dabei-Blog
  • : Gesellschaftliche Themen, Rockmusik, Independent, Crossover, Freunde, Spiele, Familie, 68er, Recht, grüne Politik, Wahnsinn des Alltags
  • Kontakt

Profil

  • M.Kupfer
  • Ich bin als Rechtsanwalt tätig, habe Familie und stehe mitten im Leben, wie man so sagt. das bringt manch Chaos mit sich... aber zum Glück auch Zeit für diese Themen: Gesellschaft, Politik, Independent- und Rock,Geschichte, Kultur, Sport, "grüne"
  • Ich bin als Rechtsanwalt tätig, habe Familie und stehe mitten im Leben, wie man so sagt. das bringt manch Chaos mit sich... aber zum Glück auch Zeit für diese Themen: Gesellschaft, Politik, Independent- und Rock,Geschichte, Kultur, Sport, "grüne"

Suchen

CD's und LP's

Archiv