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9. März 2014 7 09 /03 /März /2014 12:10

Unsere Tochter, 10, hat ein Handy...also, ich meine ein klassisches Handy, oder auch Mobiltelefon, mit Tasten und einem kleinen Display, zum Telefonieren, Simsen und ein bis drei Spielchen. Das hatte zuvor unser Sohn, also ihr Bruder, bis er ein Smartphone mit allen Schikanen erhielt.

 

Ich hatte es mal als Prepaid-Dings für 15,-€ angeschafft, damit Sohnemann, damals gerade in der weiterführenden Schule, erreichbar ist bzw. anrufen kann, wenn was ist.

 

Nach einer Weile gibt es ein Problem: "Da stimmt was nicht, guck mal, ich komme nicht mehr rein....".

 

Nach einem kurzen Check zeigt sich - es müsste einfach nur der richtige PIN eingegeben werden, der aber in den letzten Monaten leider in Vergessenheit geraten ist.

 

"Dafür braucht man jetzt die PUK, wo ist denn der Zettel?"

Weg, war ja klar.....

 

Kurz: Alle Suchbemühungen waren umsonst und erfolglos....

 

Ich bekomme also den Auftrag, hier Abhilfe zu schaffen, heißt, eine neue SIM-Karte zu organisieren, anders hat es keinen Sinn...natürlich, wegen der Simlock-Sache am besten beim selben Anbieter.....

 

Soweit so gut, ich lasse mir ein Prepaid-Dings-Paket verkaufen, mit allen möglichen Schubidu, lasse mich ordnungsgemäß registrieren und schalte das Ding ein.

 

Auf dem Display erscheint:

 

"Tastensperre"...

Tastensperre????

 

Wer hat das denn verbockt? Ich tippe auf dem Ding rum, mit allen möglichen Zahlenkombis, nix.

 

Nach gut 10 Minuten aber fällt mir die Ziffer ein, die mir unsere Tochter genannt hat.

 

Wunderbar - "Tastensperre passiert"....:-).

 

Das Display bietet ein weißes Feld: "PIN"....Eingabe nach Befreiung des Rubbelfeldes, alles gut, gleich steht uns die Welt offen...

 

Das Display sagt: "Providersperre aufheben"....

 

Ich werd noch, was wird das denn, es ist doch nur so ein billiges Handy, ich will doch nicht ins Bankhaus Lampe oder so....

 

Ich bin ratlos, probiere auf gut Glück und völlig unwissend die PUK....nix.....nur noch neun Versuche...


Noch mal die PIN? nee, noch acht Versuche..wird langsam gefährlich.....

 

Ich bin kurz davor, ein Ersatzhandy - ohne Vertrag - zu kaufen, will es aber noch nicht aufgeben.....

 

Die I-net-Suchmaschine hilft. Unter Gute-Frage macht sich zunächst völlige Ahnungslosigkeit breit, teils wird geraten, den Anbieter anzurufen und irgendwann bekommt man den Code...blabla....

 

Eine Seite hilft wirklich weiter: man muss nur den IMEI-Code eingeben und schon spuckt diese Seite den Code aus, den man dann in dieses Feld für die Providersperre eingibt.

 

IMEI????

 

Achso, ist im Handy, unter dem Akku...Also, Handy ausschalten, Deckel hinten abfrickeln, Akku raus, die IMEI finden - erst suchen - den gefühlt 39-stelligen Code notieren und...."fehlerhafter Code".


Nochmaaal....

 

Diesmal richtig, ohne die Schrägstriche.

Der Code kommt. Akku wieder rein ins Handy, Deckel zu, anschalten, Tastensperre, PIN und...DER Code für die Providersperre.....

 

Tadaaaa.....alles gut....

Auf dem Display erscheinen zwei Worte:

 

"Na Vollidiot"

 

Offenbar die Begrüßung, die Sohnemann einige Zeit zuvor dort hinterlegt hat ....*humpf*

 

Nix für ungut, hab ich doch gern gemacht.......

 

M.Kupfer

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10. November 2012 6 10 /11 /November /2012 00:00

Unser Urlaubsziel im Sommer 2012 ist ein ganz besonderer Ort in Bohuslän, Schweden.

 

Es befindet sich in einer bewaldeten, hügeligen Region mit vielen Wiesen- und Weideflächen  - Bullarbygden. Diese liegt an einem langgestreckten See namens Bullaren. Der Ort Tanumshede liegt etwa 17 km Richtung Westen am Riksvägen 163.

 

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Die Westküste liegt eine gute halbe Stunde Autofahrt entfernt, ebenso die schwedisch- norwegische Grenze. Eine Autofahrt nach Göteborg dauert etwa 1,5 Stunden, nach Oslo 2 Stunden.

 

Unser Domizil Minto Tingvall B&B liegt am blå-gröne vägen - blau-grünem Weg - , eine Nord-Südachse westlich am See Bullaren entlang hoch zur norwegischen Grenze. Was das ganz besondere an dieser Unterkunft ist, dazu komme ich noch. Soviel nur zunächst: Sie ist einen - längeren - Aufenthalt wert!

 

Unser Start: Kiel, Schwedenkai - wie bereits 2010. Am Schwedenkai wartet die Fähre Stena Germanica, die einen großartigen Komfort aufweist. Auf dem Sonnendeck ist es zwar etwas frisch, aber hier wird gegrillt und es gibt noch ein - letztes - großes Bier in Deutschland.

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Das reichhaltige Frühstück am nächsten Morgen genießen wir an einem Fensterplatz im Restaurant der Fähre. Die Sonne scheint hell auf das Meer, die Fähre gleitet durch die Göteborger Schärenlandschaft. Und wieder fährt das Schiff - aus der Perspektive von unten scheinbar knapp und millimetergenau - unter der Brücke hindurch in den Hafen.  

 

 

 

In Göteborg wird ausgeschifft, danach reisen wir zu unserem Domizil. Es sind wie erwähnt gute eineinhalb Stunden bis nach Minto Tingvall. Wir sind zu früh! Es ist ca. 12 Uhr. Unsere Räume stehen noch nicht bereit, das macht aber nichts.

 

Wir treffen die Inhaberin, Elke, die uns zunächst auf der Terrasse vor dem großen Frühstücksraum - hell, große Fenster, Holzfußboden - begrüßt und uns bei einem Plausch - mit Kaffee - für den Nachmittag empfiehlt, noch an den See zu fahren, um die Zeit bis zum Nachmittag zu überrücken. Das Wetter ist schön, die Sonne scheint, es ist warm, da fällt das natürlich nicht schwer.

 

PICT0006Der See ist nicht weit von Tingvall entfernt, ca. 5 Minuten Autofahrt, zu Fuß 10 Minuten.

 

Ein langgestreckter See, an der Badestelle gibt es einen Sandstrand, einen langen Steg, am Ende von diesem einen Sprungturm mit Sprungbrettern in Höhe von einem und drei Metern. Das Wasser ist auf die ersten 20 Meter - etwa bis zur Hälfte des Stegs - seicht und damit kinderfreundlich. An den Rändern Seegras, die Sicht ist toll, zumal die Seeufer ansonsten abwechslungsreich felsig, bewaldet oder flach sind.

 

Nach einem gelungenen, langen sonnigen Nachmittag am See checken wir in Minto Tingvall ein. Wir beziehen eine ganze Etage im ersten Stockwerk, die wir über eine Außentreppe erreichen. Zwei Schlafräume, ein Wohnflur, ein Bad und ein Toilettenraum. Die Räume verfügen auch hier über einen Holzfußboden.

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Minto Tingvall ist konsequent nachhaltig, so wird der Strom durch eine hauseigene Solar- und Windanlage produziert, was zur Folge hat, dass in den Gästeräumen maximal 24 Watt erreicht werden. Das Wasser wird in einem Kreislauf mit dem See Bullaren aufbereitet, so dass ökologisch veträgliche Duschgels, Shampoos etc zu verwenden sind. Diese aber stehen bereit und werden von den Inhabern erneuert, wenn das notwendig ist. Das Abwassersytem bzw.Toilettensystem ist ebenfalls nachhaltig, es ist ein  Kompostierungssystem, ist aber völlig geruchsarm und funktionabel. Ästhetische Bedenken sind also fehl am Platze....:-)

 

Unten im Hauptgebäude befindet sich der bereits beschriebene große, helle Frühstücksraum mit ca. 6-8 Tischen, an denen 4-6 personen Platz finden können.Es gibt außerdem noch eine Gästeküche und einen großen Gästeraum mit Ausblick auf den See. Von den Fluren dort gelangt zu den übrigen Gästeräumen im Haus.

 

Die Inhaber, Elke und Ingo sind ausgesprochen freundlich und sehr engagiert. Elke erläutert uns am ersten Morgen nach dem Frühstück unter Zuhilfenahme einer Karte     sehenswerte Ziele in der Region, Einkaufsmöglichkeiten, Badeplätze in der Nähe - und gibt uns wertvolle und individuell, letztlich in sicher keinem Reiseführer zu findende Ausflugstipps.

 

Achja, haben wir das Feld neben dem Grundstück erwähnt? Das ist erreichbar, wenn man von unten links hinter den Wald abbiegt...Ingo sagt uns, hier könne man abends in der Dämmerung (im Sommer so ab 22.30 Uhr) mit etwas Glück Elche sehen. Unsere Tochter, 8,  und ich haben unabhängig voneinander an einem Abend welche entdecken können. Weit entfernt, aber immerhin...

 

Wir werden im Laufe der etwas mehr als zwei Wochen noch öfter Gelegenheit finden, mit beiden konkret über Aktivitäten zu sprechen und uns dabei auch helfen zu lassen. Eines steht fest - ohne diese Tipps hätten wir viele Dinge nicht gemacht, deshalb gebührt Elke und Ingo sehr großer Dank!

 

 

Havstensund und Tjurpannan

 

Unser erster Ausflug führt uns nach Tjurpannan. Das Naturschutzgebiet gehört zum Nationalpark Kosterhavet. Es liegt auf dem Festland südwestlich vom Fischerort Havstensund  - den wir selbstverständlich auch besuchen, bevor wir Heidelandschaft und Felsen des Tjurpannan erkunden.

 

Havstensund also erst einmal. Einige Holzhäuser, ein Fischerhafen, Schäreninseln, viel Ruhe, klares Wasser, es ist schön dort. Boote gleiten zwischen den Schäreninseln in und aus dem kleinen, malerischen Hafen.

 

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Etwas später schon befinden wir uns auf dem Parkplatz für Wanderer nach Tjurpannan.

Von dort führt ein etwas kurviger Weg durch lichten Wald in das Gebiet.

 

Aus irgendeinem Grund entscheiden wir uns dafür, den Weg nach links durch ein Wildschutztürchen zu verlassen und durch dichteren Wald zu gehen. Nach einigen Metern befinden wir uns inmitten einer von Gesteinsbrocken und Felsen durchsetzten Heidelandschaft. Hier und da erblicken wir Schafe zwischen den Felsen.

 

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Wir kommen an das Wasser. Größere felsige Hügel türmen sich am Ufer auf, die wir selbstverständlich gleich erkunden müssen. 

 

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Nach einer Strecke mit leichten aber auch abenteuerlichen Kraxeleien von Stein zu Stein, Fels zu Fels haben wir es geschafft: Wir sind oben auf einem großen Felsberg, der etwa, wie alle größeren Felsen hier etwa eine Höhe von geschätzt 25-30  Metern haben dürfte. Uff, Picknickpause, trinken, essen, schauen, schön hier! Die Sonne scheint, das Meer glitzert, Möwen fliegen über Wasser und den Tjurpannan. Und nach daaa hinten soll es noch hin gehen....

 

Unser Sohn, 11, ist übrigens immer einige Schritte voraus und kann uns im Zweifel - bereits oben auf einem der oberen Fesen thronend - erkären, auf welchen Wegen man dort hin gelangt, wo er gerade sitzt....auch unsere Tochter, 8, nimmt die Felsen mit Leichtigkeit.

 

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Nach einigen weiteren Kraxeleien über flache Felsen erreichen wir DIE Hütte nahe des wassers. Hütte? Naja, eher ein Schuppen mit altem Seilzeug, Kisten und sonstigem Fischer- und Bootekram. Sie liegt abenteuerlich abgestützt auf einem Felsen, wobei eine Ecke hinten über den Felsen ragt und eben diese Ecke von einigen kleineren Steinen gestützt wird. Das besondere - unser Sohn findet es, er wusste aber auch schon durch Elke, dass es sich dort befindet - ist ein Gästebuch in einer Plastikbox, in das wir uns an jenem 22.Juli verewigen.

 

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Ein sehr gelungener Tag auf Tjurpannan, wobei wir beschließen, diesen Ort ein weiteres Mal aufzusuchen. Ein weiterer Grund dafür ist auch eine Beschäftigung, die sich unsere Kinder überlegt haben - sie wollen - sie hatten andere Kinder dabei beobachtet - Krebse fangen und dies mit ganz einfachen Mitteln. dazu aber später....

 

 

Tanumshede

 

Der nächste Tag ist leider ziemlich nass, es regnet. Macht fast nichts, es geht nach Tanumshede, ca. 17 km von Tingvall entfernt.

 

    PICT0177.jpgDas Gebiet um Tanumshede ist Teil der bronzezeitlichen Felsritzungen von Tanum, im Jahr 1994 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Diese Felsritzungen sind etwa 3000 Jahre alt. Zu der Zeit ihres Entstehens befand sich diese Region unmittelbar am Meer, so dass die Menschen damals die Ritzungen teils so gestalteten, dass sie durch Spiegelungen im Wasser sowie durch den Einfall des Sonnenlichts noch eine besondere Wirkung erreichten.

 

 

Typische Motive sind Menschen mit Waffen oder Werkzeugen, Schiffe, Tiere, Räder, Sonnen, Reiter. Die Ritzungen  in den Felsen wurden nun rot gefärbt, um sie besser erkennen zu können.

 

Besonders empfehlenswert ist der Besuch des Vitlycke Museums, etwas am Rand des Ortes Tanumshede. Hier befinden sich außer den weit in den Wald ausgedehnten Felsritzungen auch ein Nachbau eines Dorfes aus der Bronzezeit, eine sehenswerte Ausstellung sowie ein Café. Die Ausstattung ist ausgezeichnet.

 

Ach - und es kostet keinen Eintritt, was uns wieder einmal sehr erstaunt....Schweden legt großen Wert auf Bildung für alle.

 

Weitere Felsritzungen findet man zB auch - nahezu an der Straße liegend - in Fossum

 

 

Fjällbacka, Vetteberg und Väddö

 

Fjällbacka, da war doch was? Die erste Assoziation ist...na?? - Ingrid Bergmann, die zweite Ronja Räubertochter und die dritte womöglich Camilla Läckberg.

 

Aber zum Ort: Eigentlich ein sehr schöner malerischer Fischerort, Holzhäuser, einige wenige enge Straßen, der Vetteberget überragt die Szenerie, einige Häuser sind direkt daran gebaut ein Yachthafen.... An diesem Tage ist es auffällig unruhig, was mit der Kirmes-Techno-Beschallung von einem Boot im Yachthafen zu erklären ist.

 

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Wir finden recht schnell den Weg zur Höllenschlucht, richtigerweise Kungsklyfta, begegnen aber zuvor Ingrid Bergman, bzw. ihrer Büste, die am Hafen, am zentral gelegenen Ingrid Bergmans Torg  im Jahr 1983 aufgestellt wurde. Ingrid Bergmann, Schauspielern, verbrachte auf der Insel Danholmen vor Fjällbacka ihre Urlaube.

 

Die Höllenschlucht. Es ist ein Drehort aus dem Film "Ronja Räubertochter". Die Mattis-Burg liegt dagegen wieder an einem ganz anderem Ort, nämlich wahrscheinlich in Dalsland, also weiter nordöstlich, wobei dort heute lediglich Ruinen zu finden sind (kein Wunder, wo der Blitz doch die Mattisburg entzwei brechen ließ und dort vor vielen Jahren zwei Räuberbanden gehaust haben....).

 

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Durch diese sehr beeindruckende Höllenschlucht geht es über eine Treppenanlage auf den Vetteberget. Die Sicht von dort ist toll, wobei hier aber sehr viel Leute unterwegs sind. Dieser Wanderbetrieb allerdings lichtet sich, als wir uns von dem Aussichtspunkt weg bewegen, immer den weißen Markierungen nach, die sich auf den Felsen oder an Bäumen befinden. Im Grunde ist der Vetteberg ein Plateau.

 

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Unten angekommen, gibt es erst einmal ein Eis, und da wir längst nicht ausgelastet sind, fahren wir gleich - auf einen Tipp von Elke - zur Halbinsel Veddö , die als Naturschutzgebiet vom Riksvägen 163 aus, von Fjällbacka nach Tanumshede nordwärts fahrend leicht erreichbar ist, wenn man kurz vor Langsjö links abbiegt. Man muss aber schon etwas aufmerksam sein, um die Beschilderung zu entdecken.

 

Ein wenig erinnert das Gebiet auf Veddö an den Tjurpannan, aber es ist doch wieder etwas anders. Viel kleiner, mehr grün, so sieht das aus, auch hohe Felsen mit einem ausgezeichneten Ausblick auf die Küstenlandschaft vor Fjällbacka und die Halbinsel, Strände, mitten darin niedrige Mauern aus Felssteinen, die an Öland erinnern. Sohnemann erforscht die höheren Berge, das ist so sein Ding...nach dem Motto: Ich muss mal grad da hoch, bin gleich zurück....

 

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Kanufahren und schwimmen auf dem Bullaren

 

Der folgende Tag ist sonnig. Unser Plan lautet Paddeln auf dem Bullaren, südwärts. Der Wind kommt nämlich von Süden und für die Rückfahrt, wenn man schon etwas "platt" ist, ist es allemal besser, den Wind im Rücken zu haben. 

 

Ingo rüstet uns aus mit Schwimmwesten und Paddeln, die Boote - Kanus - liegen unten an der Anlegestelle. Wir finden den Weg schon - nach ein wenig Rätseln und Suchen - und laufen hinunter, über die Hauptstraße hinweg, ein wenig durch hohes Gras bis zur Schwimminsel direkt am Ufer. Davor stapeln sich rote Kanus. Eines davon ist "unseres", naja, zumindest für die nächsten Stunden.

 

 Es ist gar nicht so einfach, mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern - die sitzen beide mittig auf dem Boden - einen gemeinsamen Rythmus zu finden, um nicht dramatisch zu schaukeln odeP250712_12.45_-02-.jpgr unangenehm weit nach links oder rechts abzudriften und Schlangenlinien im Wasser zu hinterlassen. Es hat ein wenig Strömung. Nach gut einer Stunde (gefühlt drei) machen wir Rast auf einem einladenden Felsen am Ufer. Nachdem ich beim Anlegen sowieso ziemlich nass geworden bin, entledigen uns unserer Klamotten und gehen dort schwimmen.

 

  Die Sonne scheint, das Wasser glitzert, der Himmel ist blau und das Wasser ist völlig ok, also von der Temperatur her.....

 

Irgendwann geht es dann aber doch weiter, und es ist wirklich nicht soo einfach. Mittlerweile hat unsere Tochter die Paddel weggelegt und wir fahren zu dritt. Mal weit auf den See raus, mal ins Schilf ...;-) dazwischen liegt dabei  die Wahrheit. Nein, am Ende geht es immer besser, aber unsere Kinder haben erstmal die Faxen dicke und ich Blasen an den Händen ...

 

PICT0021.JPGNachmittags am See - das Wetter bleibt stabil, die Kinder erproben Kunstsprünge vom Sprungturm am Ende des Stegs, man sonnt sich, liest, schwimmt, planscht, spielt Ball, benutzt den Schwimmring und - ja, ein richtiger Tag am See eben.

 

 

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Der wird dann abends gekrönt mit einer Grillsession. Auf dem Grundstück von Tingvall befindet sich irgendwo im Grünen ein richtiger Grillpatz mit Schwenkgrillanlage und großem Tipizelt, Brennholz ist vorhanden und wir fachen ein Lagerfeuer an. DAS ist ja mal ein gelungener Urlaub....:-).  

 

 

Resö

 

Ein weiterer Ausflug führt uns - wieder aufgrund eines speziellen Tips von Elke und Ingo - nach Resö. Resö ist eine kleine Insel an der nördlichen Küste von Bohuslän, an der Südgrenze zum Kosterhavets Nationalpark. Auf der E6 Richtung Oslo geht es bei Kragenäs nach Westem ab, die Straße führt zunächst über die vorgelagerte Insel Galtö.

 

Resö ist ein kleiner Fischerort mit Hafen, an einem Steg ein Sprungturm ins Meer, umgeben von Felsen, kleinen Schäreninseln, Wasser. An der Westflanke befindet sich ein Lokal, oberhalb davon ein paar Bänke und ein kleiner, aber abenteuerlicher Pfad bzw. mehrere Pfade zu verschiedenen Liege- und Sitzplätzen mit Blick auf die Hafenanlage. das besondere ghier: Die Insel liegt am "Highway" für den Seeverkehr an der Westküste entlang Richtung Norwegen. Es ist viel los auf dem Wasser hier, also....wir futtern Zimtwecken - Kaneelsnäcka - und anderes und schauen auf die Szenerie 

 

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Von den Felsen geht eine Treppe ins Meer, so eine kleine Metalltreppe wie in Freibädern. Eine Einladung für mich, diese einmal auzuprobieren.....Badehose an und rein in die Fluten ...:-) Sohnemann schaut noch skeptisch.

 

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Zugegeben, Fluten ist etwas übertrieben, denn in Ufernähe ist das Wasser flach, ich spüre glitschige Felsen an den Beinen. Als ich dann ein wenig abseits des Ufers in die Runde schwimme, gelange ich zu den beiden Sprungtürmen - einer misst bestimmt fünf Meter. Das wiederum kann Sohnemann nicht einfach tatenlos beobachten und schwupps, steht er auf dem höchsten Brett, stürzt sich ins Hafenbecken....etwas zögerlich allerdings, als sich unten im Wasser eine Riesenqualle räkelt...:-)

 

 

Nordens Ark


Auch 2012 führt uns ein Tagesausflug nach Nordens Ark, den Tierpark im südlichen Bohuslän, nahe Hunnebostrand.

 

Ich verweise mal auf meinen Blogeintrag für 2010....um Wiederholungen zu vermeiden.

 

Von Nordens Ark geht es noch nach Smögen, aber nur sehr kurz, weil hier doch sehr viel los ist. Parken ist an diesem Sonntagnachmittag nur schwerlich möglich, leider.

 

PICT0596.JPGDafür müssen wir später nach Hamburgsund zu Pipershuset, der ältesten Eisdiele Schwedens. Ein kleiner Gag am Rande: Wir gönnen uns alle ein Rieseneis mit Streuseln drauf. Tolle Sorten gibt es, zum Beispiel Saltlakrids-Hallon (Lakritz-Himbeere), Daim, Birne, Bourbon Vanille....ich jedenfalls komme auf die Idee, als Streuselsorte "Karameller" zu nehmen, in der Erwartung, es handele sich um Karamell. Als es dann doch bunte Zuckerstreusel werden, die die Verkäuferin mit erstauntem und leicht grinsend-ungläubigem Blick auf mein Eiskunstwerk streut, fangen alle an zu lachen...Mein Irrtum: Karameller bedeuet in Schweden Bonbon, Süßkram jeder Art...deshalb also geht es auf meinem Eis so bunt zu....

 

 

Von Flötemarken nach Sundshult - eine gute Tageswanderung

 

Es ist sonnig, nicht zu warm. Unser Plan ist eine längere Wanderung, gute 15 km entlang am Kynne-Älv durch schwedische Wildnis, beginnend in Flötemarken.

 

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Da dieser Start-Ort ziemlich weit von Tingvall entfernt liegt, bietet uns Ingo an, uns herauszufahren, damit wir von dem Ort aus zurück wandern. Wir werden uns an den gelben Markierungen orientieren, immer am Fluss entlang, dem Kynne-Älv.Ganz einfach.

 

Es wird ein wunderschöner Tag. Recht schnell verlassen wir den weit ausgebauten Pfad ins Dickicht - immer entlang an den gelben Markierungen, die sich an Bäumen, Felden, Holspfotsen und ich weiß nicht wo befinden. Und es geht weiter durch die Wildnis. Felsen, kleine Bäche, Hügel, Kuhwiesen, am Weg gespannte Seile, um sich festzuhalten, überwucherte kleine Pfade....es ist ein wahres Outdoorvergnügen.

 

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Bei einer längeren Pause wagen sich meine Wenigkeit und Sohnemann ins Flusswasser - mit Seerosen, kleineren Strömungen, Fischen, rutschigen Felsen. Was muss, das muss....an diesem Pausenort übrigens steht eine Sitzbankkombination mit Tisch auch findet sich daneben eine Grillstelle. In einem Briefkasten an einem Baum liegt ebenfalls ein Gästebuch, in das wir uns verewigen.

 

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Der Weg ist im Weiteren sehr abwechslungsreich - mehr davon, auch in Deutschland, wäre gut, da solche Wanderungen die Abenteuerlust stillen dürften. Ziwschenzeitlich regnet es auch einmal etwas, aber das hört schnell wieder auf. Am Ende der Wanderung passieren wir einen Wasserfall - und gelangen von einem Trampelpfad unterhalb einer Brücke durch Gebüsch auf die Straße bei  Sundshult. Die Dauer insgesamt mit Pausen. Gute sieben Stunden.

 

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Ed - Moose-Ranch


PICT1009.JPG  Nun, es gibt auch solche Tage - Regen, der vom grauen Himmel fällt. Damit wir wirklich mal Elche sehen, führt es uns an diesem Regentag, der wahrlich keine Besserung verspricht, nach Ed im Dalsland. Auch Ed liegt gerade mal eine gute halbe Stunde Autofahrt von Tingvall entfernt. Und die Moose-Ranch ist auch das bekannteste Ausflugsziel in dem Ort...

 

Was ist die Moose-Ranch? Eine kleine Elchfarm mit acht großen und mittelgroßen Elchen in einem Gatter, mit möglichst viel Auslauf durch waldiges Gebiet.

 

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Ansonsten ist das dazu gehörige Häuschen mit allerlei Kram zum Kaufen, der Elchladen, eine Touristenfalle. Die Fütterung der Elche  - blättrige große Zweige, Äpfel, Möhren, Bananen -  wird zwischenzeitlich von einem ziemlichen Regenschauer heimgesucht, weshalb viele Gäste in das Häuschen mit dem vielen Kram zum Kaufen flüchten. So ist zumindest der Einkauf von Souveniers und Mitbringseln gesichert.

 

 

Halden, Norge und Älgafallet


Einen Ausflug nach Norwegen hatten wir auf dem Plan, oder auch zwei. Oslo ersparen wir uns, da die Anreise gute zwei Stunden in Anspruch nehmen würde. Also geht es nach Halden, einer Grenzstadt, das Pendant zu Strömstad auf der schwedischen Seite.

 

Ein sonniger Tag. Der Weg führt über die 165, den blå-gröne vägen nordwärts. Kaum haben wir die Grenze passiert, ändert sich ein wenig der Eindruck von der Gegend, den Häusern. Wobei - die Landschaften von Bohuslän, Dalsland und des Südzipfels von Norwegen gehen in der Region ineinander über. Immerhin, wir haben einen Fjord auf der einen Seite.

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Halden ist ein netter kleiner Ort mit einer Festung auf dem über der Stadt aufragenden liegenden Berg, Fredriksten.

 

 

 

 

 

 

 

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Nach einem kleinen Bummel durch die Einkaufszone mit obligatorischer Eispause bei warmen Temperaturen ersteigen wir den Berg Richtung Festung. Das geht ganz gut, das Bauwerk ist wirklich einfach und schnell vom Stadtkern zu erreichen.

 

 

 

An diesem Tage ist etwas besonderes. Viele Leute sind sehr beschäftigt. Sie bauen eine Tribüne auf, mit einer großen Zahl von Plätzen, eine Bühne, man hört Soundchecks, wie wir später erfahren, wird hier wird eine Musiksendung mit viel Publikum für den Abend vorbereitet. Das Singfestival läuft offenbar so, dass Bands einige Songs spielen und das Publikum mitsingt, unter Moderation und dann noch im TV. Schon eine Menge Gäste warten mittags vor der Absperrung, bis sie eingelassen werden.

 

Für einfache Festungsbesucher wie uns ist das alles nur mit einem kleinen Umweg zum Eingang verbunden...das Irre hier: Der Besuch der Festung kostet keinen Eintritt, man steigt auf die Mauern, klettert in Räume, es gibt keine Schutzzäune, nichts, was einem von Abenteuern abhält, es ist paradiesisch, an diesem herrlichen sonnigen Tag auf den Festungsmauern herumzulaufen und die Sicht auf Fjord, Stadt und Umland zu genießen.

 

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A propos Fjord - auf der Rückfahrt könen es Sohnemann und ich nicht lassen, im Ide-Fjord zu baden, auch wenn es hier doch etwas "frisch" geworden ist.

 

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Ein letztes Highlight an diesem Tag ist der Besuch des Älgfallet, unmittelbar an der schwedisch-norwegischen Grenze. Die Brücke über den Älgfallet trägt beide Nationalflaggen...

 

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Der Weg darüber führt hoch zum Wasserfall....Auch hier verweilen wir gerne ein gutes Stündchen. Ich lasse Bilder sprechen, schön hier....

 

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Kosterinseln


Ein wahrlich gelungener Ausflug zum Ende unseres Aufenthalts in Tingvall führt uns  auf die Kosterinseln. Auch diesen Ausflug verdanken wir einem exklusiven Tipp von Elke und Ingo.

 

PICT1327.JPGDie Kosterinseln liegen im Kosterhavet Nationalpark, einem Meeresnationalpark im Grenzbereich Schweden/Norwegen an der schwedischen Westküste. Dazu führt es uns nach Strömstad, der nördlichsten Gemeinde an der schwedischen Westküste (dessen älteste Badeanstalt Schwedens eine Berühmtheit ist). Von Strömstad aus fahren Fähren zu den Kosterinseln.

 

Wir wählen zunächst die Südliche Insel und planen, später nach Nordkoster überzusetzen (mit einem ganz ulkigen Wassergefährt).

 

PICT1404.JPGDie Überfahrt an diesem ebenfalls sehr sonnigen und warmen Tag dauert etwa 45 Minuten. In Sydkoster angelangt suchen wir eine Badestelle auf. Das besondere in Sydkoster: Es gibt einen Schnorchelpfad unter Wasser. Dazu müsste man, wie wir später feststellen, einen Neoprenanzug und eine Tauchermaske, am besten auch Sauerstoffflaschen mit sich führen. Einige dieser Stationen sind aber für Sohnemann aber auch ohne die beschriebene Ausrüstung erreichbar. Dabei finden sich Tafeln unter Wasser, die Erklärungen zum Nationalpark enthalten.

 

Das eigentlich Verwunderliche ist, dass die "offiziellen Stellen", z.B. Kioskbetreiber oder Infopoint-Beschäftigte keine Ahnung haben, wovon wir reden, wenn wir nach dem Schnorchelpfad fragen...

 

Unsere Badestelle ist traumhaft schön. Sand, Felsen, erwärmt von der Sonne, sehr klares flaches Wasser, in greifbarer Fußgehentfernung (durch das Wasser, das mir zumindest höchstens bis zur Hüfte reicht) zwei kleine Inselchen, dahinter eine Wasserstraße.  Ein Platz zum Verweilen für etwa zwei Stunden, mit Baden, schauen, genießen - und der Suche nach dem Schnorchelpfad, der zumindest einem Besucher dieses Ortes bekannt ist.

 

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Später führt es uns weiter um die Insel zum Übersetzungspunkt nach Nordkoster. Das Gefährt: eine kleine Fähre, die an einem Stahlseil entlangfährt, mit Schiffsführerin, Fahrkarte und allem - allerdings mit wenig Platz. Die Überfahrt dauert etwa 4 Minuten.

 

PICT1440.JPGÜbrigens müssen wir zwischenzeitlich überlegen, wie wir unseren Tag weiter planen, in Abhängigkeit vom Fährplan. Wir entscheiden uns letztlich, ganz lange auf den Inseln zu bleiben und die letzte Fähre von Nordkoster zu nehmen, weil es einfach zu schön ist, um schon um vier Uhr nachmittags zurück zu fahren.

 

Nordkoster ist erheblich kleiner. Wir genehmigen uns erst einmal einen Imbiss - nicht ganz preiswert - in dem Lokal an der Anlegestelle und erforschen die Insel weiter, erklettern Hügel, besuchen das Lotsenhaus,  bis wir schließlich zu unserer Anlegestelle gelangen. Auch hier ist es malerisch. Ein kleiner Hafen, eine felsige Landzunge, Holzhäuser, ein Bootssteg. In sommerlich-abendlicher Stimmung geht es sodann mit der Fähre zurück nach Strömstad.

 

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Krebsefangen, oder: Joe, der Krebs


Bevor die Story endet, noch eine Anekdote, da war noch die Sache mit dem Krebs. Wir waren ein zweites Mal auf Tjurpannan (wo wir uns zunächst furchtbar verliefen) und die Kinder versuchten,  Krebse zu angeln. Ausgestattet mit Putenbrust als Köder, einer selbst gebastelten Angel, bestehend  aus einem vielleicht 70 cm langen Aststück mit Wollfaden vorne, saßen die zwei nun am Felsen und fischten im klaren Wasser. So ganz gelang das nicht.....

 

Irgendwann kam ich dazu und da klappte es. Sohnemann hatte eine  Krebs am "Haken", schleuderte ihn aus dem Wasser hoch auf den Fels - und schon lag der kleine Krebs nach einem kräftigen Schlag mit einem Stein mit zerschmetterter Schale vor uns. 

 

 Und schon tat uns das furchtbar leid. Trotzdem wurde der arme - den wir später "Joe" nannten, abends gekocht und von Sohnemann verspeist, wobei ihm das echt schwer fiel. Die Reste von Joe begruben wir dann im Seilgarten und setzten sogar einen klenen Grabstein hinzu.....Ich erzählte dazu, jetzt wird Joe im Wasser bestimmt vermisst, und je mehr wir uns in diese Geschichte hinein steigerten, naja, ich glaub,das war wohl die letzte Krebsfangaktion ever...Normalerweise hätte man Joe in einen Eimer mit Wasser schmeißen müssen, um dann zu sehen, was man damit macht...tja so kann es kommen.

 

M.Kupfer

 


 


 

 

 

 


 

 

 


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20. November 2011 7 20 /11 /November /2011 19:00
    Alle unsere Reisen nach Schweden hatten mindestens eines gemeinsam: Ein Ziel war jeweils die Halbinsel Kullen im Westen, Skåne Län.
 
Kein Hauptziel allerdings - in den Jahren 2009 und 2010 führte es uns an den "angebrochenen" Rückreisetagen auf die Halbinsel, auf der Fahrt nach Trelleborg.
 
Und 2011? In diesem Jahr haben wir uns vorgenommen, dort ein paar Tage zu verweilen, für Wanderungen an der Küste zum Beispiel.  
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Wir buchen also gleich drei Übernachtungen im Vandrerhem in Jonstorp, ein kleiner Ort auf der Nordseite der Halbinsel. Das Vandrerhem befindet sich in einem alten Gutshof und bietet zum einen eine schöne ländliche Atmosphäre und große geräumige Zimmer mit hohen Decken und, tja, Gutshofflair eben...
 
 
 
 
Am Tag der Anreise erwartet uns viel Sonne. Aber da wir unser Zimmer noch nicht beziehen  können - am Tage zuvor hatte dort eine Hochzeitsfeier stattgefunden und die Gäste waren noch um 14 Uhr mit dem Auszug beschäftigt - suchen wir den nächstbesten Strand auf.
 
Abends, nach "Raumeroberung" und Abendessen führt es uns dann in den Badeort Moelle, wenige Kilometer entfernt von der Spitze mit Kullens Fyr, dem Leuchtturm auf den Felsen. 
 
Badeort hin oder her: So richtig geeigete Badeplätze finden wir nicht in Moelle, aber der Ort mit dem Hafen im Dämmerlicht und den am Hang gebauten Häusern hat etwas. Vom Hafen sieht man sehr schön die südlichen Ausläufer des Kullabergs.
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Die Rückfahrt: Vorsicht, Rehe? Jedenfalls führt die Straße serpentinenhaft durch dämmrigen Wald....
 
Am nächsten Tag geht es einen Tag auf den Kullaberg, wir unternehmen eine  Wandertour entlang der nördlichen und der südlichen Flanke der Halbinsel, entlang den "roten" und "blauen" Pfaden. Diese simnd zum eine auf den im "Naturum" unterhalb von Kullens Fyr zu erhaltenden Wanderkarten gekennzeichnet, entlang der Pfade sind dann Punkte oder Pfeile in rot bzw. blau auf steine, Bäume etc. gemalt. Der rote Pfad verläuft auf der südlichen Flanke, der blaue Pfad auf der nördlichen. "Gelbe" Pfade verbinden die rote und blaue Tour. Auh hier gibt es an den Pfaden entsprechende farbliche Markierungen.
 
Vormittags ist es noch bewölkt, im  Laufe des Tages lockert es sich auf und die Sonne scheint von einem blauen Himmel. Auf dem Bergkamm hat man einen herrlichen Blick aufs Meer, von dort geht es auch hinunter ans Wasser und an die zahlreichen Grotten. Wenn es bequem verläuft, führt immerhin eine Treppe an die steinigen Strände. In aller Regel aber geht es steil auf Naturpfaden hinunter - manchmal kann man sich streckenweise an einem Seil festhalten. Die Kinder machen`s ganz hervorragend mit: Sohnemann immer voran und "tonangebend" - denn er will fast jede Grotte sehen...und seine Schwester lässt auch keinen Pfad aus...
 
Die Ausflüge sind schon lohnenswert, wir sehen die Lahibiagrottan, Josefinelust, Visitgrottan, letztere zumindest von weitem und dann - wieder - die Silbergrottan. Und bei Kullens Fyr wird auch gleich weiter geklettert.
Die Visitgrottan "heißt" auch nur so, denn wirklich besuchen können wir die jedenfalls nicht, das ist etwas für geübte Kletterer. An den Felsen der wasserumtobten Klippe (so muss das schon nennen) ist ein Pfel gemalt mit dem Wort "VISITGROTTAN", der Pfeil zeigt in luftige Höhen. Dort sind schon zahlreiche Kletterer ins Meer gestürzt, wie wir später erfahren...
 
Ich lasse erst einmal ein paar Bilder sprechen.
 
Hier geht es runter zur Lahibiangrottan....am Seil... 
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  Von hier aus sieht man "Kullens Fyr" vom Süden...
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 Carl-Gustafs Mur durch den Wald...
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 bei Josefinelust...
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 Visitgrottan
  
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bei Kullens Fyr...
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Weitere Bilder zu Kullen findet ihr auch in früheren Beiträgen, zB hier, 2010...
 
Am darauffolgenden Tag führt es uns an einem sonnigen Tag nach Ängelholm an den Strand.
 
In Schweden sind zu diesem Zeitpunkt die Sommerferien zu Ende. Die Folge:Wir haben einen einigermaßen breiten Strand mit hellem feinen Sand für uns alleine.... Ein sonniger Tag ist es ....
 
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Am Tag der Abreise besuchen wir einen ganz besonderen Geheimtipp an der Küste: Nimis, Ladonien
  
Dieser fantastische Ort liegt ein wenig verborgen, hinter einem Gutshof führt ein schmaler Pfad in einen trollmäßigen Wald, viel "abenteuerlicher" als der Wanderweg 2 Tage zuvor. Festes Schuhwerk ist angebracht. Der Waldpfad wird abschüssiger, steiniger, mit Wurzelwerk durchwuchert...und irgendwann, wenn man es fast nicht mehr glaubt, steht man ein wenig ungläubig vor einem grob gezimmerten Holztunnel, der aussieht, als würde er jeden Moment in sich zusammenbrechen. Bretter, dünne und dicke, lange und kurze sind zusammengehämmert wie eine alte Holzkiste, der schwedische Künstler Lars Viks hatte diesen Ort in jahrzehntelanger Arbeit gebaut - und nach einem langen Streit mit den Behörden 1996 den Mikrostaat "Ladonia" ausgerufen - der aber international nicht anerkannt wird.
 
 
Also, zum Tunnel noch einmal: Der grob gezimmerte Tunnel ist schmal und niedrig und sieht erst einmal wackelig aus - ist er aber nicht. Seit mindestens 1980 steen die gebilde dort. Der Tunnel führt also an den felsigen Strand und hier befinden sich hohe Türme - ebenso grob aus Treibholz gezimmert, wie schon der Tunnel. Eine gewisse Mystk geht von diesem Ort aus, keine frage. Am Ende befindet sich noch eine lehmburg, die ein wenig so aussieht, als habe jemand am Strand eine Schlammburg gebaut, die Spitzen wirken wie jene Strandburgen, die entstehen, wenn man ziemlich nassen Sand durch die geballte Faust auf die Sandburg prasseln lässt.
 
Wisst ihr, was ich meine? Nein? Hier ein paar Bilder:
Der Holztunnel...und der Blick ans Wasser...
 
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 Hier ein paar Burgen aus Holz...
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...und aus Lehm und Steinen...
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Und nach Nimis-Ladonien geht es noch in ein Gartencafé namens Flickorna Lundgren. Kekse und Kuchen, Kaffee aus Blechkannen (die, erwirbt man sie dort, umgerechnet für knapp 100 €/Stück zu haben sind....) inmitten eines wunderbar blühenden Blumengartens....
 
Tja, am Ende des Tages heißt es vorerst Abschied nehmen von Schweden, bis zum nächsten Mal...
 
 
M.Kupfer
 

 
 
 
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15. Oktober 2011 6 15 /10 /Oktober /2011 20:53
Das ist jetzt ein weiterer Blogbeitrag zu Schweden 2011. 
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Also, nach zwei Wochen Öland ging es erste einmal über die Öland-Bron (Ölandbrücke) für einen Tag nach Kalmar, das ist die Stadt, die man von Färjestaden auf dem Festland erblickt.    
     
Unser Domizil ist für eine Nacht das "Hotel Svanen", ein Hotel mit einem Vandrerhem. Sagen wir mal so - unser Kellerzimmer war für eine Nacht ganz o.k., das Frühstück auch.
 
So, wie haben wir den Tag verbracht? Auf dem Plan standen die Stadt, das Schloss, die Altstadt und dann ein kurzer Gang zum Kalmarsund, die Brücke sehen.
 
Vom Hotel Svanen zur "Stadt" und dann zum Schloss zu kommen, erwies sich als nicht sooo einfach, denn Kalmar verteilt sich auf mehrere Inseln und man musste  beim Gehen schon ein wenig "um die Ecke" denken, um das Ziel zu erreichen.
 
PICT1268.JPGPrägnant im Stadtkern ist der Dom und der Marktplatz, desgleichen das daran liegende Rathaus. Nach der Besichtigung des Doms sitze wir vor demselben bei sonnigem Wetter auf einer Bank, vor uns der Marktplatz.
 
Es zieht wie Hechtsuppe, wir essen unseren Mittagssnack trotzdem dort.
 
 
Der Weg zum Schloss gestaltet sich wiederum etwas schwierig. man kann eben nicht so, wie man möchte, also so gerad heraus in die Richtung und dann ist man da...Aber nun, irgendwann erreichen wir dann doch das Schloss und gehen an die Besichtigung - es geht nicht nur um Kalmars, sonder auch um Schwedens Geschichte, denn bis 1658 war auch der Süden Schwedens - die Linie endete etwa auf der Höhe von Kalmar - dänisch. Erst durch Gustav Wasa erhielt Schweden vor über 450 Jahren seine jetzigen Grenzen.
 
Außer schwedischer Historie fand sich auch eine Ausstellung mit moderner Kunst in einem großen Saal.
 
Außerdem fanden während unserer Anwesenheit bestimmt zwei Hochzeiten im Schloss statt - man kann dort also zumindest  eine Trauung mit anschließendem Sektempfang durchführen. Hatte was...
 
Die Außenanlagen: Oben auf dem Sims, einem Wall ergab sich ein toller Blick auf den und, man konnte Öland-Süd sehen, leider aber nicht die Brücke, das ließ der Standort nicht zu.
 
Die Stadt bot auch noch ein weiteres Wahrzeichen, nämlich einen hohen Wasserturm, gebaut etwa Anfang des 20. Jahrhunderts, mittlerweile mit Wohnungen bestückt. Der steht übrigens unmittelbar neben dem Gefängnis von Kalmar.
 
Von der Schlossanlage geht es sodann in die Altstadt, die den Namen wirklich verdient. Die Gassen haben Kopfsteinbepflasterung, die Häuser könnten die Kulisse bieten für Kalle Blomquist-Geschichten.
 
Zu guter Letzt - nach einem ganz guten Abendessen in einem Lokal in der Innenstadt - führte es uns noch einmal an den Sund, mit dem Blick auf die Brücke. Dort befindet sich auch eine Badestelle - ein Steg, auf dem Steg eine Vorrichtung wie in einer Umkleide (Bank, Kleiderhaken) und vor dem Steg befand sich eine Freiluft-Dusche... DAS hatte doch etwas...!
 
So, ich lasse jetzt Bilder sprechen...
 
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M.Kupfer
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15. Oktober 2011 6 15 /10 /Oktober /2011 20:08

Feuerstern ist da! Seit gestern!

 

Wer ist denn das ? Ein Kater, geboren zu Pfingsten 2011. also derzeit ca. 4 Monate alt, orange-rot, ein bisschen gestreift, weiße Pfoten, an der Brust auch weiß.

 

Zu Pfingsten kam er als einer von drei Katzenkindern in einem Bett zur Welt. Mama Lilly war irgendwann Monate zuvor ausgebüchst und war einige Tage nicht gesehen. Und Feuerstern war nun ein Ergebnis dieser Flucht...

 

Feuerstern heißt er in Anlehnung an eine Katzenfigur aus "Warrior-Cats", einer Jugendbuchreihe, in der es um Katzenclans in freier Natur geht. Der Feuerstern dort ist Anführer eines Katzenclans und hat die gleiche Fellfarbe wie "unser" Feuerstern.

 

Feuerstern wohnt also sei gestern bei uns, genau genommen, bei unserem Sohn.  Er wird bespielt ohne Ende und wanderte in seiner ersten Nacht schon durch den Raum. Heute Vormittag ging es für ihn bereits in den Garten.

 

Große Aufregung....denn Feuerstern lief sein Revier ab, ohne Rücksicht auf Verluste...die Kinder waren etwas nervös, denn was ist, wenn Feuerstern schon am ersten Tag das Weite sucht?

 

Die Eskapaden endeten dann aber doch irgendwann.

 

Also, ich hätte schwören können, dass er sich einen Spaß daraus machte, wegzulaufen, einmal grinste er sich eins und zeigte die Mittelkralle....

 

Hier ist er:PICT2173.JPG

 

M.Kupfer

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30. September 2011 5 30 /09 /September /2011 23:00

Es gibt bestimmte Dinge, die einen Urlaub perfekt machen. da ist jede/r sicher anders drauf.

 

Also, für mich und meine Familie wäre ein All-inclusive-Club-Urlaub an irgendeiner Mittelmeerküste jetzt nicht DER Inbegiff eines perfekten Urlaubs. Nichts gegen das Mittelmeer, Italien ist toll, auch die "Putzfrauen-und-Ballermann-Insel" Mallorca (in BILD-sprech: Malle) ist toll. Nur - Clubathmo und All-inclusive, ganz egal wo auf der Welt, ach neeee, lass ma'....ist nichts für uns...
     

Bevor ich vom Thema abweiche: Bei uns hat sich in den letzten Jahren jedenfalls als bevorzugte Region die Ostseeregion favorisiert.

  

0003.jpgIn den letzten drei Jahren ist es Schweden, und in diesem Jahr führte uns der Urlaub in ein nettes, kleines gelbes Ferienhaus auf der Insel Öland. Nach der Zeit im Ferienhaus verschlug es uns dann wieder auf die Halbinsel Kullen im Westen, aber dazu folgt noch ein Extra-Bericht...

 

Es ist August. Ich bin etwas ausgepowert und leicht angegriffen von den letzten Monaten, zu aufreibend war die erste Jahreshälfte.

 

 

Sprich: Ich bin urlaubsreif. Dieser Urlaub auf Öland wird mir und meiner Familie die nötige Entspannung bieten... Die Seele baumeln lassen, lesen, auf das Meer schauen, schwimmen, Ausflüge - das ist einfach dran.

 

Tja, und wenn man dann über die ca. 140 km lange und maximal 16 km breite Insel fährt, im Norden bewaldet, vor allem im Böda-Ekopark, im Süden flach und geprägt von der Stora Alvaret, die als Unesco-Weltkulturerbe klassifizierte ziemlich flache Heidelandschaft, die vielen niedrigen Trockenmauern in der Landschaft sieht, das Meer blau und glitzernd rechts oder links der Strecke (je nachdem, ob man grad auf der West- Ostseite fährt ;-)), die Sonne scheint, trotz manch dramatischer Wolkenformation, im Radio läuft "Tidernas Bästa Rock" (ein Klasse-Rocksender mit Sachen von AC/DC, Metallica, Led Zeppelin, David Bowie früher, Deep Purple, Iron Maiden, Whitesnake, Black Sabbath, Guns'n'Roses, Motörhead und ich weiß nicht was für Super-Musik)....ja dann, dann ist das für einen gelungenen und erholsamen Urlaub schon einmal eine ziemlich gute Grundlage, würde ich sagen .

 

 Auch stimmte das Ferienhaus mit unseren Erwartungen im positiven Sinne überein, das Wetter war meistens gut - wir leben sehr gut mit Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius - die Strände laden zum Baden  ein, zumal kaum etwas los ist, feiner Sand im Norden (vor allem Böda Strand), etwas steiniger südlicher. Das Wasser: Klar, sauber (ausgezeichnet mit der "Blauen Flagge"), ca. 20 - 22 Grad Grad Celsius warm, für die Kinder zum Schwimmen ganz passend, da seicht und ruhig, an etwas windigeren Tagen eben etwas unruhiger.

 

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Das Haus liegt in einem Ort - wenn man das denn so nennen kann, es gibt viele "Orte", die eigentlich mal Hofstellen waren, diese liegen auf den großen Grundstücken rechts und links der Straßen, die Öland durchziehen - namens Spångebro, das liegt auf "dem platten Land" unweit von Löt, von Köpingsvik ca. 12 km, von der "Hauptstadt" Borgholm ca. 15 km entfernt, also relativ mittig auf der Insel. Das ist für Ausflüge nach Nord und Süd sehr praktisch ....  

 

Zum Wasser geht es von unserem Haus aus ca. 3 km auf einer langen geraden Straße, durch flaches Wiesenland, immer an niedrigen Trockenmauern vorbeidie  die Insel so prägen, man sieht einige Gehöfte, Windmühlen - und Kühe....

 

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Das Meer erreicht man, wenn man durch eine Kuhweide läuft, am Strand stehen vereinzelt Ferien- und Bootshäuser. Leider ist hier kein Sandstrand, das Wasser platscht auf einen steinigen, etwas tangüberzogenen "Strand", aber was soll's...

 

Unsere Vermieter, die Anderssons, wohnen auf dem selben Grundstück und sind sehr nett. Er betreibt ein Bauunternehmen und hat die Ferienhäuser sowie das eigene Haus selbst (um-)gebaut. An einem ziemlich regnerischen Vormittag fanden wir nach einem ziemlich nassen Spaziergang zum Meer und zurück einen Beutel Kaneelsnäcka - Zimtwecken - an unserer Haustüre, spendiert von den Anderssons...die Kaneelsnäcka haben wir dann auch bei Kaffee genossen, während die regennassen Klamotten trockneten. 

 

A propos Kaneel: Das hier gibt es wohl nur in Schweden, nämlich Kaneel-Knäckebrot....

 

Unser nächster richtig toller Strand liegt 6,5 km weiter nördlich in Kårehamn, einem kleinen Fischerhafen. Feiner Sandstrand, einige Dünen, glatte große Steine im Wasser, ein Badesteg führt ins seichte Wasser, ca. 50 Meter von dem Steg liegt eine kleine Badeinsel. Man kann hier gut schwimmen, es ist wegen des seichten Wassers auch sehr geeignet für die Kinder, die beide ganz gut schwimmen können, aber nun, im Meer ist es eben anders als im Freibad zuhause...

 

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Achso, ganz typisch in Schweden auf dem platten Land sind ganze Reihen von Briefkästen nebeneinander, sozusagen eine postbotenfreundliche Lösung am Straßenrand ...

 

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 Der Norden: Trollskogen, Sviks, Byxelkrok, Lange Erik, Böda Eko Park, Byrums Raukar, Hornsjön, Sandvik

 

Im Norden der Insel liegt vor allem der Ekopark Böda.

 

Zum Ökopark gehören mehrere Naturreservate, wie zum Beispiel der Trollskogen, Bödakusten östra, Böda backar, Idegransreservatet, Bödakusten västra, Skeppersäng, Lindreservatet, Grankulla Sjörstorp und Vargeslätt. Hier befindet sich auch der im 19. Jahrhundert angepflanzte Thujaskogen, der alte Kiefernwald von Fagerrör und der ursprünglich für Schiffsmasten vorgesehene Masteträden.

  

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Wir besuchen den Trollskogen. Dieser liegt auf der nordöstlichsten Landzunge von Öland. Auf der einen Seite befindet sich die Ostses, im Westen die Bucht Grankullaviken. Hier steht auch der nördliche Leuchtturm "Lange Erik".

 

Durch den Trollskogen führen drei Wanderwege, einer mit 0,9 km, einer mit 2,7 km und schließlich einer mit 4,5 km Länge. Wir wählen Letzteren und gehen vom Naturum durch ein Waldgebiet mit knorrigen, krumm gewachsenen Bäumen. Krumm ist der Baumbestand wegen des starken Windes von der Ostsee. Abgestorbene Bäume stehen als totes Holz, am Boden liegen umgestürzte Bäume, Efeu wuchert.  Im Inneren des Trollskogen dominiert Nadelwald mit zum Teil 200 Jahre alten Kiefern.

 

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Wir erreichen einen Steinstrand an der Ostsee,  Weiter oben liegt auf hellen Steinen das Wrack der im Dezember 1926 havarierten Sviks. Von dort führt der Wanderweg wieder in den Wald, wir passieren eine alte alte knorrige, verwachsene  Eiche, die älteste auf Öland.

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Der Strand zur Bucht Grankullaviken ist anders als die Ostseestrände von offenen Uferwiesen geprägt, die als Weidefläche dienen. Hier sieht man auch den "Langen Erik". Außerdem gibt es etwa 15 Grabhügel und Steinsetzungen prähistorischer Grabanlagen. Aufegfallen ist uns auch die im Süden verlaufende "Jaktmuren" -Steinmauer - aus dem 16. Jahrhundert.

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Bei einem weiteren Ausflug in den Norden besuchen wir den Hornsjön und Byrums raukar.

 

Erst zum Hornsjön: Es ist der größte Binnensee auf Öland und liegt etwas südlich von Byrums raukar. Wir suchen und suchen, fahren über Huckelpisten, vorbei an den typischen niedrigen Steinmauern - und landen zunächst wieder an einem Ostseestrand, mit Blick auf Bla Jungfru... Wo aber ist der See? Ganz einfach,  wir sind daran vorbei gefahren. Der liegt hinter einer Hotelanlage mit weiteren Ferienhäusern und Zeltplätzen.... Hinweisschilder? Fehlanzeige

 

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Nun zu Byrums raukar: Großartig! Aber was ist das genau?

 

Also, zum einen liegt dieses großartige Raukgebiet an der Westküste mit Blick zur Bla Jungfru sowie zum Festland Richtung Oskarshamn in der Nähe des Dorfes Byrum.

 

In dem auch zum Naturreservat erklärten Gebiet am Ufer des Kalmarsunds stehen etwa 120 dieser Rauken genannten Kalksteinsäulen. Die größten der Säulen sind etwa vier Meter hoch. Die Säulen entstanden durch die durch die Meereswellen verursachte Erosion weicherer Kalksteine.   Am Tage des Ausflugs herrschte eine sehr spannende Wetterlage - Wollkengetüme zogen über den Himmel, Wind - eine irrsinnige Atmosphäre. das meer aufegwühlt, und dann diese Steinsäulen vor der Kulisse, einfach wunderschön... Eigentlich, ja eigentlich wollten wir dort unseren Mittagssnack einnehmen. Aber kaum hatten wir uns niedergelassen, die Sachen herausgeholt, fielen schon die ersten Regentropfen auf unser Essen. Die Mittagspause wurde dann im Auto fortgesetzt. Als der Schauer nach knapp zehn Minuten vorüber war,  schauten wir uns noch eine Weile um.

 

Am Sandstrand jenseits des Yachthafens gingen Leute in der Brandung schwimmen. manchmal erwischte uns noch der eine oder andere Regentropfen. Na, die Bilder sprechen für sich...

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 Ein weiteres Ziel ist Sandvik.

 

Die große Sehenswürdigkeit ist eine sieben Stockwerke große Windmühle nach holländischem Vorbild. Darin befindet sich ein Restaurant und man kann das Bauwerk auch für ein nicht unbeachtliches Geld besichtigen. 

 

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Viel spannender aber ist der Strand, der aber entgegen der Assoziation "Sand" eben nicht diesen aufweist, sondern weiße Steine.Das Meer brandet auf den weißen Steinstrand, die Sonne scheint, es ist schön... man kann sich an die von der Sonne erwärmte Steinmauer setzen und einfach nur auf die Brandung un den weißen Strand  schauen. 

 

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In der Ferne brennt es an diesem Tag, auf dem Festland. Gegenüber liegt Oskarshamn. In Oskarshamn befindet sich auch ein Atomkraftwerk. Qualmwolken ziehen am sonst blauen Himmel südwärts. Später aber stellt sich heraus, dass ein Papierwerk brannte. Dennoch, die Emmissionen sind gewaltig, sie ziehen später über den ansonsten fast wolkenlosen Nachthimmel und trüben diesen. Interessante Farbspiele entstehen....



In Källa stehen einmal ein "Glassrestaurang" sowie eine Wehrkirche. Bei ersterem handelt es sich um ein Restaurant, in dem überwiegend selbst hergestelltes Eis serviert wird.

 

Und die Wehrkirche von Källa steht irgendwo Richtung Hafen, sie stammt noch aus der Wikingerzeit, auf dem Friedhof finden sich alte Grabplatten. Die Wehrkirche wird vor allem für Trauungszeremonien genutzt. Der ursprünglich dazu gehörige Wehrturm ist leider nicht mehr vorhanden. Zum Besichtigen müsste man jemanden anrufen, da es schon abends ist, so gegen 18 Uhr, lassen wir es und schauen uns so um sowie durch die Fenster nach innen... Der Hafen Källahamn ist sehr hübsch, klein aber fein irgendwie...

 

 

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Zur Inselmitte: Midlandsskogen, Köpingsvik, Borgholm, Färjestaden, Bredsättras Café und Karamellkokeri.

 

Wie bereits geschrieben wohnten wir etwas nördlich der Inselmitte. Köpingsvik war unsere Einkaufsmöglichkeit Nr. 1, ca. 10 km entfernt. Eigentlich ist Köpingsvik auch bekannt für den Campingplatz sowie den dazugehörigen Strand. Aber der spielt in unserem Urlaub keine weitere Rolle. Kurz dahinter Richtung Westküste liegt bereits Borgholm.Eine Stadt am Kalmarsund mit ca. 3000 Einwohnern. Ein Yachthafen, eine Einkaufsmeile, Wohnhäuser. Und ein Schloss, nein, eigentlich zwei. Das eine ist Borgholm Slott und steht seit 1806 als Ruine vor der Stadt. Ein Brand zerstörte das seit ca. 1800 als Tuchfabrik genutzte Schlossgebäude, heute ist dort ein Museum, man kann die Ruine erwandern, die duster in der Landschaft seht. Und - das Schloss wird genutzt für kulturelle Veranstaltungen. Auch ein Kinderprogramm findet hier statt, leider aber für zusätzliches Geld.

 

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Neben dem Borgholm Slott findet sich Solliden, der königliche Sommersitz. Man kann dort den Schlosspark besichtigen und dann vielleicht einen Blick auf die Schlosstürmchen erhaschen. Wir belassen es an diesem eher trüben Tag bei einem Blick auf den Gartenzaun...

 

Zwischen der Nord- und Südhälfte der Insel erstreckt sich der "Midlandsskogen", ein Wald, nördlich von der Stora Alvaret vorgelagert. Hier finden sich auch einige Sehenswürdigkeiten, dazu aber später...



 

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Nach Färjestaden führt es uns wegen der "Schokofabrik". Färjestaden ist der Ort, den man auf dem Weg von Kalmar über die Brücke passiert, wenn man auf die Insel fährt. Unspektakulär im Wesentlichen, eine Geschäftstadt, ein Durchgangsort...

 

 

Die Schokofabrik liegt ziemlich unauffällig in einem Gewerbegebiet, sie ist klein, fast fährt man vorbei. Warum führt es uns dorthin? Diese Schokofabrik produziert für das Nobelpreiskomittee. Welche Besonderheiten werden denn dort hergestellt? Wir betreten ein ziemlich kleines Ladenokal, durch ein Fenster blickt man in den Produktionsraum. In den Regalen liegen Packungen mit der hier produzierten Süßwaren. Schokolade mit Chili, Pfeffer, Obst, Nüssen und ich weißm nicht was... Auch die typischen schwedischen Bonbons findet man dort. Allerdings erwartet einen hier ein gewisses Preisniveau. Also, um es kurz zu machen, wir belassen es bei zwei Tüten Schokoladenbruch und eine Tüte mit "Teaterkonfekt"... Also - irgendwie hätte man etwas "mehr" daraus machen können, z.B. Probierteller bereitstellen....so unsere Auffassung, auch wenn die Schokolade dort wirklich sehr gut ist....

 

www.olandschoklad.se.

 

Dafür haben wir nämlich in Bredsättra einen weiteren Hersteller von Süßwaren gefunden - die "Café und Karamellkokeri" in Bredsättra. Gleich an der weißen Kirche im "Ortskern" liegt die alte Dorfschule - und dort befindet sich die "Karamellkokeri". Dieser Betrieb hatte 2010/11  seine erste "Vollsaison". Die Betreiber sind deutsche Auswanderer aus Berlin, die hier vor Ort eine neue Existenz gegründet und sich das Handwerk selbst beigebracht haben... Hier kann man beim Bonbonkochen zusehen und die bunten uund süßen Erzeugnisse probieren, es gibt eine kleine "Kaffestugan" mit alten Möbeln und Fotos eines auf Öland lebenden deutschen Journalisten... Die Betreiber erläutern beim Bonbonkochen ihre Arbeitschritte in aller Regel mindestens zweisprachig...

 

Ein echter Tipp, diese Location, in der auch während der Saison immer etwas los ist.

 

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http://www.cafe-karamellkokeri-bredsattra.se/

 

 

Der Süden: Ismantorp, Gråborg, Eketorp, Langer Jan, Stora Alvaret

 

Der Süden ist vor allem geprägt von der Stora Alvaret, einer flachen Heidelandschaft. Die Stora Alvaret ist ein Weltkulturerbe. Zunächst wirkt sie etwas karg, zugegeben. Aber, hier finden sich Planzen und Tierarten, die es nur hier gibt. Straßen ziehen sich durch die Alvar, niedrige Steinmauern, Sträucher....Wege? Fehlanzeige, zumindest nach unserem Eindruck.

 

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Im Süden finden sich die meisten Sehenswürdigkeiten. Insbesondere alte Siedlungen aus den ersten 1.000 Jahren nach Christi...

 

So cruisen wir bei Rockklassiker-Musik südwärts, das Meer in Sichtweite, Windmühlen hier und da, passieren Orte wie Sandby, Tjusby, Gärdslösa, Bägby, Langlöt....

 

Unser erstes Ziel an diesem Samstag, an dem wir den Süden Ölands erkunden, ist Ismantorp. Dieses Ziel liegt im nördlichen Teil des Midlandsskogen auf der Höhe von Langlöt. Es geht von der Hauptstraße südwärts rechts ab, noch etwa 4-5  km Richtung Midlandsskogen.

 

Es handelt sich dabei um Reste einer Siedlung aus der Eisenzeit, eine Fliehburg. Durch eine Waldpfad gelangt man auf ein von Bäumen umsäumtes Gelände, in der Ferne sieht man das graue Steinrund. Der Ort wirkt an diesem sonnigen Samstagmorgen gradezu magisch.

 

Ein Baum - wir nennen ihn ganz spontan und wahrscheinlich völlig unwissenschaftlich  "Druidenbaum" - ragt kahl in der Landschaft hervor. In dem Steinrund finden sich Fundamentreste der einst 88 Häuser dort, man kann sie ahnen, die alten Gebäude und Wege dort. Die Aura, wenn man denn das Wort benutzen möchte, ist durchaus überwältigend...

 

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Man könnte von dort einen Marsch von 15 km durch den Midlandsskogen nach  Gråborg, zur nächsten historischen Siedlung unternehmen. das Problem wäre der Rückweg... Also bleibt es beim motorisierten Untersatz.

 

Auf der Fahrt nach Gråborg passieren wir Lerkaka - hier stehen fünf Windmühlen hintereinander.

 

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Weiter geht es vorbei an Bjärby, Runsten, Löpperstad, Akerby und Norra Möckleby. Dort auf der Höhe liegt also Gråborg.

 

In Gråborg fällt vor allem die Ruine von "St.Knuds Kapell" auf, sie hat was... Das Kirchenschiff ist anhand der Ruinen sehr gut zu erkennen, der Turm ist verschwunden.

 

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Ca 200 m weiter weg liegt die Formborg. Wieder, wie schon bei Ismantorp, ein Steinrund, indes ohne Ruinen oder Fundamente der hier einst stehenden Häuser. Deswegen wirkte all dies nicht so sehr dramatisch.

 

Es geht deshalb recht schnell noch weiter südwärts, an der Stora Alvaret entlang.Bis Eketorp sind es noch über 60 km. Ja, und hier öffnet sich die Landschaft südlich des Midlandsskogen zur Stora Alvaret. Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen also die große Alvar, 40 km lang, 10 km breit, karg wirkend, aber tatsächlich voll mit vielseitiger Flora und Fauna. Unesco Weltkulturerbe. Kaum bewohnt.

 

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Vorbei an Orten entlang der Alvar wie Sandby, Kvinneby, Slagerstad, Alby, Triberga, Hulterstad, Skärlöv, Mellby, Segerstad, Mellstaby - und kurz vor Össby geht es rechts ab nach Eketorp.

 

0008.jpgEketorp ist eine weitere Fornborg, in den 1960er/70er Jahren entdeckte man auf dem Grundstück Reste einer Fluchtburg. Auf diesen Resten erfolgte sodann der Nachbau der Anlage mit Eketorp I, II und III.

   

Letztlich handelt es sich um ein Freilichtmuseum mit Gebäuden aus der Wikingerzeit, auch ein Museum befindet sich hier.

 

 

 

Man kann hier Knäckebrot backen, Bogenschießen, sich mit Kettenhemd, Helm, Schild und Schwert wappnen (für's Foto ;-)), Spiele aus der Wikingerzeit erproben und sich einfach wohlfühlen. 0009.jpg

 

Vom Eingangshäuschen wandelt man den Pfad zur Eketorp Borg entlang, hier sind Schilder als "Zeitstrahl" aufgestellt, die darstellen, wie weit zurück man in die Zeit reist. Irgendwan landet man irgendwo zu Beginn der westeuropäischen Eisenzeit, also ca. um 300 n.Chr.. Einen schönen sonnigen Nachmittag erleben wir hier...

 

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Der nächste Stopp im Süden ist schließlich der Leuchtturm weit im Süden, der lange Jan. Von Eketorp geht es noch einmal weiter 15-20 min weiter südlich, nach Ottenby. Der lange jan liegt in einem Naturreservat mit einer Vogelstation, weshalb weite Bereiche im Umfeld des langen Jan für die Öffentlichkeit gesperrt sind. aber auch hier - die weite Sicht über das Meer und die Insel - sehr schön, die Bilder sagen wohl alles...

 

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Achja, kleiner Nachtrag überhaupt: Wo waren wir eigentlich schwimmen?

 

In Kårehamn und in Bödasand sind sehr schöne Strände, wenn auch recht unterschiedlich. Bödasand ist ein Strand an einem Campingplatz, sehr schön, weißer Sand, eine Badeinsel, seichtes klares Wasser, blaue Fahne... wir hatten dort einen Mordsspaß und Erholung pur!

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Weiter gehts nach Kalmar...das ist aber ein neues Kapitel...

 

M.Kupfer   

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24. Juli 2011 7 24 /07 /Juli /2011 18:21

Schon 2009 führte uns der letzte Urlaubstag auf die Halbinsel Kullen im südlichen Teil der schwedischen Westküste. Seinerzeit prophezeite ich ein umfangreiches Wiedersehen mit dieser tollen Landschaft.

 

Nun, es wurde "nur" ein Tag, aber der war wunderbar!

 

Noch einmal: Die Halbinsel schaut aus, als habe jemand eine Handvoll Steine ins Mer geschüttet, auf der Spitze dieses Steinhaufens trohnt "Kullens fyr", ein Leuchtturm, hoch über dem Meer!

 

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Uns erwartete ein sonniger warmer Tag, wie schon 2009.

 

Erste Aktion: Ein kleines Picknick auf der hier auf dem Bild zu sehenden Plattform, dem Fundament eines abgerissenen Hauses...Unser Sohn war danach schneller auf einer privaten Klettertour durch den Steinwald unterwegs, als wir schauen konnten, nur noch zu erkennen als bunter Punkt irgendwo im Felsgrau...Wir sahen uns um, kletterten wieder über Steine und Felsen Richtung Silbergrotte. Auch hier - Sohnemann war immer einige Schritte voraus...

 

Später eimm006_4.jpgntschieden wir uns für eine geführte Klettertour, beginnend an dem Infohaus. Die Tour führte uns mit einem Trupp von ca 25 Leuten von der anderen Seite herunter. Nach dem Motto "Take it easy" ging es über Felsen, Felsspalten, kleinen Schluchten, engen Pfaden zu zwei Höhlen, einmal mit Hilfe eines zum Hinabklettern installierten dicken Seils, einmal mit Hilfe eines anderen Kletterführers, um einen breiten Felsspalt zu überqueren. Nach einer guten Stunde endete die Führung, die unser Sohn und ich einigermaßen leicht verkraftet haben, im Gegensatz zu zwei Jugendlichen, die - "ausgerüstet" mit leichten Leinenschuhen - ziemlich verschwitzt und erledigt zurückkamen... Noch ein Eis für alle - und es ging Richtung Badestrand (den wir bei all den Felsen erst einmal finden mussten...), Aber erst einmal folgen noch einige Bilder...PICT1018.JPG

 

 

 

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In real ist es natürlich noch viel überwältigender! Man beachte die klein wirkenden Personen auf den Bildern, dann bekommt man einen Eindruck von den Größenverhältnissen...

 

Vor der Rückfahrt Richtung Trelleborg zur TT-Line sollte es noch einmal an den Strand gehen. das aber war gar nicht so einfach, denn die ausgeschilderten Badestellen waren allesamt sehr felsig, so ging es jedes Mal mit einer Leiter ins tiefe Wasser, für unsere Tochter, 6, ein eher zweifelhaftes Badevergnügen, zumal man auch mit Strömungen rechnen musste..

 

Dann aber erreichten wir einen Sandstrand - der allerdings war eher "geht so" - das sah alles großartig aus, ins Wasser ging es nur über einen Streifen Seegras und viele spitze Steine, auch im Wasser gab es Seegrasberührung en masse...egal, es war erfrischend, die Luft war warm, die Sonne schien wunderbar von einem wolkenlosen blauen Himmel.... bevor ich den     Urlaub 2010 schließe - in Vorfreude auf den nächsten auf Öland - gibt es noch Bildmaterial.

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M.Kupfer

 

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22. Juli 2011 5 22 /07 /Juli /2011 09:16

Mein letzter Schultag vor den Ferien liegt ein gutes Vierteljahrhundert zurück.Damals lagen die Ferien auch so spät wie in diesem Jahr.

 

Ganz aktuell aber haben heute Frau und Kinder ihren letzten Schultag vor den Ferien.Sohnemann, 10, verlässt die Grundschule und geht nach den Ferien auf die weiterführende Schule. Unsere Tochter, 7, hat ihr erstes Schuljahr hinter sich und kommt in die 2. Klasse, ja, und meine Frau wechselt nach 12 Jahren Lehrertätigkeit in einen anderen Ort UND eine andere Schulform.

 

Deshalb ist in diesem Jahr einiges anders als in den Vorjahren...

Einige Gesprächsfetzen dazu:

 

Ich brauch ne Folie für das Zeugnis!

Ich auch!

Wenn ihr nach Hause kommt, und es ist keiner da, macht keinen Unsinn!

Ihr kriegt nach den Ferien ne neue Lehrerein, die kenne ich, die ist nett!

Der Rektor geht auch in den Ruhestand...

Ich muss noch ganz viel backen für morgen...

Hast du noch was in der Schule?

Bring das mit, nicht vergessen!

Was passiert eigentlich mit deinem alten Ranzen?

Ich will mit meinen Freunden weiter in einer Klasse bleiben!

Geht doch nicht, ihr seid alle verstreut und woanders!

Als ich in die 5te kam, kannte ich KEINEN, na fast...

....und drei Monate später saßen12 neue Freunde bei meinem 11. Geburtstag.

Ich muss noch soviel mitnehmen.

Hilf mal beim Tragen...

Was gibt Opa eigentlich für's Zeugnis?

Ich hab nie Zeugnisgeld bekommen...

Die neuen Kollegen sind nett, wird spannend nach den Ferien.

Erstmal aufräumen und viel wegschmeißen!

Was machen wir heute?

Es ist schon sieben, werdet fertig!

Kriegen wir nachher auch noch Kuchen?

Hoffentlich hält die Schoko-Creme...

Los, zum Bus...und winken!

 

Auf in die Ferien!

 

M.Kupfer

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19. Juli 2011 2 19 /07 /Juli /2011 12:57

Running Gags sind was Schönes...

 

Vor allem im Familienalltag. Aus irgendeinem Grund hat sich vor einiger Zeit das - leichtes Bedauern asudrückende - Wörtchen "Och...!" etabliert.

 

Es begann vor einigen Wochen bei einer Runde "Siedler von Catan" mit meinem Sohn (10). Sowie ich das noch in Erinnerung rufe, war es etwa so:

 

"Ich hab schon acht Punkte!!"     "Och...!"

"Die sieben, ohje, ich muss ja acht Karten abgeben!"     "Och....!" 

"Hast du noch Durst, dein Glas ist ja leer!"    "Och....!"

"Tauschst du mit mir ein Schaf gegen zwei Lehm?" "Lehm hab ich nur eins, das brauch ich selbst!" "Och....!"

 

Irgendwann fiel doch einem von uns die nahezu inflationäre Verwendung von "Och...!" auf, und es ging nach dem nächsten "Och..." weiter mit:

"Schon wieder Och..." "Och.... Stimmt ja!".

 

Und seitdem hat sich "Och" immer weiter ausgebreitet, zum Beispiel:

 

"Es regnet!" "Och...!";

"Ich muss noch tanken!" "Och...!"

"Jetzt mach mal Schluss mit dem Nintendo, es gibt was zu Essen!" "Och...!"   

"Chor fällt heute wieder aus!"  "Och!"

"Deutschland ist raus...!" "Och...!"

"Die Druckerpatrone ist leer!"  "Och...!"

"Wo ist dein Turnbeutel?" "Noch in der Schule!" "Och...!"

"Ich muss heute zur zweiten...!"  "Och...!"

"Und jetzt ist der Blogbeitrag zuende "Och....!"

 

M.Kupfer

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17. Juli 2011 7 17 /07 /Juli /2011 13:01

Hier kommt mal wieder eine Fortsetzung zur Story unserer Schwedenreise 2010...

 

Nach gut einer Woche verlassen wir unser Domizil nahe des Vänernsees und reisen südwärts Richtung Halland. Zwischendurch erfolgt eine Pause an der Bohus-Festung, nordöstlich von Göteborg gelegen.

 

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 Als wir dort waren, herrschte windig-sonnig-teilbewölktes Wetter, ca 20 Grad Celsius. Außerdem waren gerade einige leutchen damit beschäftigt Bühnentechnik für ein am Abend statfindendendes Musikfestival aufzubauen.

 

Die Festung war durchaus einen Ausflug wert. Türme, Mauern, verwinkelte Gänge, ein Teich auf dem Gelände, eine hervorragende Sicht auf das Umland, was will man mehr...

 

Sodann, die Reise führte uns weiter nach Halland, dort in das Küstenstädtchen Halmstad. Auch hier habe ich die Planung und Buchung der Unterkunft - ein Vandrerhem in Halmstad - in die Hand genommen, dazu aber gleich.

 

Erst einmal einiges zur Region: Halland zeichnet sich vor allem durch die Sandstrände aus. Die Region am Kattegatt liegt südlich von Västergötland und Göteborg und grenzt im Süden an Schonen. Im Osten liegt Smaland. Wir haben uns für das Ende der Reise für ein paar Tage in Halland entschieden, weil wir noch etwas "Strand" haben wollten....

 

Nun zur Unterkunft: Ich hatte die Auswahl - ähem - zwischen zwei Vandrerhems in Halmstad. Für das von mir ausgewählte Vandrerhem sprach vor allem der Umstand, dass dieses erst 2008 renoviert worden war.

 

Hey, funkelnagelneu alles, da durfte man sich wahrlich nicht beschweren! Wir fanden dann einen 70er-Jahre-Klotz etwas von der City entfernt vor, naja, er war doch renoviert? Ja, und nein, also, um es kurz zu machen, bis 2008 wurde der Komplex offenbar als Alten- und Pflegeheim genutzt (wofür die Art der Ausstattung vor allem in den Bädern und Fluren, desgleichen das eine oder andere verbliebene Pflegebett sowie ein gewisser strenger Pflegeheim-Geruch sprachen....).

 

Das gab jedenfalls Anlass zur allgemeinen Familenkrise und Schelte, weswegen ich - am Strand dann doch mal irgendwann angekommen - erst einmal einen langen, einsamen und nachdenklichen Spaziergang am Wasser machen musste, alle möglichen Handlungsalternativen durchspielend (Umzug in das andere Vandrerhem oder ein Hotel, Aufsuchen eines anderen Ortes).

 

Aber, alles wird gut: Nach einigen Stunden am Strand und einem kollektiven Pizzeria-besuch haben wir uns mit der Situation versöhnen können...Abends dann wurde wegen eines überlaufenden WC's ein Umzug notwendig, gleich in das Zimmer nebenan. Das gefiel uns auch etwas besser, da dieses größer war als das erste.

 

Die Küche übrigens, gemeinschaftlich von den Gästen einer Etwage zu nutzen - wurde in den 3 tagen überwiegend bevölkert von einigen Jungs in den 20ern, die dort ein Golf-Spiel-Wochenende verbrachten und sehr umfangreich kochten und Party machten... Als die dann fort waren, sah die Küche wieder sauberer aus...

 

Der Strand war ganz o.k., kinderfreundlich, da das Wasser flach war. leider sah man mit Blick Richtung Strand immer irgendwelche Industrieanlagen. Mit Blick in die andere Richtung aber ging es, Landschaft und Strand eben...

 

imm012_10.jpgDas Wetter erlaubte uns an gut 1,5 Tagen (von 3-4), den Strand im herkömmlichen Sinne (Baden, sonnen, lesen, Eis essen....) zu nutzen. ich las noch den Rest des Schätzing-Schwarms und ging trotzdem ins Wasser ;-). An den anderen Tagen aber herrschte leider Tiefdruck-Regenwetter .... habt ihr mal bei kräftigem Regen Minigolf gespielt? Hat was...Deshalb war in dem Zusammenhang auch der Besuch der bereits bekannten Pizzeria angesagt...   

 

 

Am letzten Tage verschlug es uns bei immer noch mäßigem Wetter in die Stadtbibliothek. DAS war wirklich großartig! Das Konzept stimmte, die Räumlichkeiten waren großzügig, es gab prima Angebote für Kinder, Sitzecken aller Art, Internet und andere Computerplätze, einen kleinen Bühnenraum und alles, was das Herz sonst so begehrte.

 

Gut 3 Stunden hielten wir uns dort auf! PICT0990.JPG

 

 

 

So, im letzten Teil gibt es noch Infos zum Ausflug nach Kullen, davon aber später...

 

 

M.Kupfer

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