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13. März 2010 6 13 /03 /März /2010 14:52
Was ist ein BIelefeld? Naja, ein Phänomen, das einem vorgegaukelt wird, für dessen Existenz es eigentlich gar keine Beweise gibt.

Abgesehen davon aber ist es eine mittelgroße Stadt in Nordrhein-Westfalen am Teutoburger Wald mit ca. 350.000 Einwohnern, einer Industriegeschichte, einem Fußballclub und einer Universität.

Na, wer das glaubt.... ist der Bielefeld -Verschwörung auf den Leim gegangen...
Und überhaupt: Bei Arminia Bielefeld spielen doch nur Laienschauspieler mit, extra dafür engagiert, um das Märchen von der Existenz der Stadt aufrecht zu erhalten. Das sieht man doch am ewigen Abstieg derzeit. Auch Oetker ist schon ein Mythos geworden, irgendwie muss Pudding ja heißen...

Am 02.Juni 2010 wird die "Bielefeld-Verschwörung" ins Kino gekommen - in Bielefeld natürlich, wo sonst. Also gar nicht. Oder wie?

Hier der Trailer:

M.Kupfer


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30. Dezember 2008 2 30 /12 /Dezember /2008 23:35
Einer meiner Favoriten des komischen Filmgeschäfts ist der - 1980 verstorbene  - große Peter Sellers.

Zur Einstimmung auf die Sylvester-Partys hier Szenen aus dem "Party-Schreck " (The Party, 1968, Blake Edwards):

Birdy Num-Num:



Die WC-Szene:




Das Diner:

M.Kupfer
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11. Dezember 2008 4 11 /12 /Dezember /2008 21:30
Passend für die jetzige Zeit und zur Einstimmung aufs Weihnachtsfest im trauten  Kreis der Familie ist die Satire "Nicht nur zur Weihnachtszeit" von Heinrich Böll, als Buch und in der Verfilmung.

Eine großbürgerliche Familie mit drei Generationen. Köln, das erste Weihnachten nach dem Krieg 1945.

Die Familie schmückt den Weihnachtsbaum - ein Ritual, auf das sie viele Jahre wegen des Krieges verzichten musste. Tante Milla leidet darunter sehr und freut sich nun irrsinnig auf das erste Weihnachten seit langem mit Baum. Der gute Schmuck wird ausgepackt, darunter viele auf Glöckchen hämmernde Zwerge und ein Engel, der auf erstaunliche Weise immer "Frieden, Frieden..." ruft.

Die Katastrophe nimmt ihren Anfang, als Onkel Franz am Dreikönigstag beginnt, den Baum zu plündern, um ihn zu entsorgen.

Tante Milla zerbricht vor Schrecken
die Kaffeetasse in der Hand, der Baum stürzt aufgrund einer unglücklichen Bewegung von Onkel Franz - und Tante Milla verfällt in einen wochenlangen Schreikrampf. Die Familie ist ratlos und erwägt den Einsatz eines Exorzisten, da aber hat Onkel Franz die zündende Idee: Weihnachten wird wiederholt, wenn es auch schon Mitte Februar ist...

Tante Milla beruhigt sich und ist wieder glücklich - um dann sogleich nervös zu werden, wenn der Baum wieder abgeschmückt wird. Die Familie muss nun tapfer sein und das ganze Jahr über Weihnachten mit allen Ritualen "spielen" - wenn auch die Tage länger werden, der Mai kommt, die Kinder im Sommer zum Schwimmen an den Fluss fahren und abends bei sommerlicher Schwüle die Kerzen und die Schokonikoläuse schmelzen.

Den Handelnden wird das mit der Zeit zu blöd und nach und nach verlassen sie das irre Ritual, das sich nahezu täglich wiederholt (es gibt mittlerweile ein Abo auf Weihnachtsbäume) - und lassen sich durch Doppelgänger und eigens gefertigte Puppen ersetzen, bis am Ende nur noch Tante Milla im Spätsommer mit dem bestellten Geistlichen und lauter Puppenwiedergängern der Familie ein wirres Weihnachtsfest mit immer wieder kehrenden leeren Ritualen feiert, derweil die Familie ihre eigenen Wege (boß kein Weihnachten mehr...!) geht...

Köstliche Unterhaltung und sehr zu empfehlen!

M.Kupfer
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26. November 2008 3 26 /11 /November /2008 22:33

So hieß eine Trickfilm-Serie, die vor ca. 30 Jahren, also ab Ende der 70er  Jahre (1979?) hervorragendes Educational-TV bot. In ich-weiß-nicht-wievielen Folgen wurde uns Kids - ich war damals ca.12 Jahre alt, mein Bruder 9 - die Geschichte der Erde und der Menschheit in sehr anschaulicher Weise dargebracht.


Die Geschichte wurde dargestellt durch wenige Archetypen: Es gab den weisen Bärtigen (Sinnbild für Erfinder, Dichter und Denker), die "Guten" und Aufstrebenden, die "Schlechten", die jeden Fortschritt irgendwie egoistisch für sich nutzten bzw. anderen damit schadeten...


Der Titelsong stammte von Udo Jürgens und hieß "1000 Jahre sind ein Tag", allein der - vollständige - Text dieses Songs verursacht mir heute noch eine Gänsehaut. Viel Wahres singt er, der Udo Jürgens...


Hier als Appetizer ein Ausschnitt der ersten Sendung überhaupt über das Entstehen der Erde.



Auch nach über 30 Jahren - einige wissenschaftlichen Erkenntnisse sind freilich zu aktualisieren (stammt der homo sapiens denn vom Neandertaler ab??)  - macht es Spaß, diese Sendung zu sehen.


Ein wahres Highlight seinerzeit und jetzt auch...

Damals gab es übrigens auch schon "Die Sendung mit der Maus" und "Löwenzahn", heute gibt es im KIKA außerdem noch Marvie Hämmer und "Wissen macht AH!". Unsere beiden - 7 und 4 Jahre - schauen sich das jedenfalls gerne an.


M.Kupfer

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14. November 2008 5 14 /11 /November /2008 17:08

Manch einer hat es schon hier kund getan: Loriot ist am Mittwoch, 12.11. 85 Jahre alt geworden.

Der Meister des feinsinnigen abstrusen Humors war ein hervorragender Beobachter und dami idealer Darsteller gepflegten Alltagswahnsinns.

Besonders lustig ist er als Opa Hoppenstedt in der Spielzeug-Abteilung:



Skurril beim Bettenkauf mit dem Verkäufer Herrn Hallmackenreuter...

...und beim Anzugkauf (man achte auf den Verkäufer - Na? War das nicht Herr Hallmackenreuter, gerade noch in der Bettenabteilung eingesetzt??)


Ein wenig feinsinniger, aber "lebensfremd" genug als Herr Lohse in "Pappa ante portas" im Supermarkt...



und - köstlich - beim Einkaufen mit seiner Frau (Evelyn Hamann):



M.Kupfer
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16. Oktober 2008 4 16 /10 /Oktober /2008 21:38
Bei meinem letzten Beitrag habe ich ja Stan Laurel und Oliver Hardy als Helden des Alltagswahnsinns gewürdigt.

Da ich die beiden Komiker überaus schätze, habe ich noch ein wenig recherchiert, vor allem nach Filmmaterial und bin auf Dinge gestoßen, die ich hier vorstellen möchte.

Stan Laurel lebte von 1890 bis 1965, Oliver Hardy von 1892 bis 1957.

Hier zum Beispiel ein Filmchen mit Stan Laurel, bevor er zusammen mit Oliver Hardy von 1926 bis ca. 1951 Filmgeschichte schreiben sollte...:


Die zwei waren zusammen später für manch Klamauk gut, wie z.B. bei der Sanierung eines Bootes....(Towed in A Hole, 1932)

Mit Frauen hatten sie auch nur Glück...

...wie auch als Wüstensöhne (1933):

Beim Tanz in "Way Out Of West (1937)":


Geradezu ansteckend war Stan Laurels Lachen:


Zum Lachen komme ich später noch bei den "Sittenstrolchen".

Jetzt ein Film, bei dem ein Klavier eine nicht unbeutende Rolle spielt...(Music Box, 1932)


Zugegeben, es wimmelt von Arbeitsunfällen und Haftungsfragen....

Jetzt zum besagten "Die Sittenstrolche" (Devil's Brother, 1933) nach der Oper "Fra Diavolo": Stan und Olli in komischer historischer Verkleidung uns ziemlich ulkigen Perücken begegnen dem gefürchteten Räuber Fra Diavolo und werden als Gehilfen mitgeschleppt. Sie landen in einem Gasthaus.

Stan erfindet "Kniechen, Näschen, Öhrchen" (Kneesy, Earsy, Nosey)

...und das "Fingerwinken" (Finger Wiggle)


Meine absolute Lieblingsszene dieses Films ist aber die mit dem Weinabfüllen...

Typisch sind die völlig sinnlosen Racheaktionen wie bei "Die besudelte Ehre" (Tit for Tat (1935))


Oder hier: (Busy Bodies, 1933)


Nicht zu vergessen der ewige Ärger, in den die zwei immer geraten:



Eat my hat!(Way out of West): Stan kann nicht nur schrill lachen, sondern auch so weinen, das andere lachen müssen... Der typisch genervte Blick von Olli ist aber auch nicht zu verachten.


1951 endete die gemeinsame filmische Zusammenarbeit von Laurel and Hardy - nach 106 Filmen. Dennoch: Einen letzten Farbfilm aus dem Laurel-Privatarchiv mit den beiden gibt es noch... Er stammt aus dem Jahr 1956, also entstand ein Jahr vor dem Tod Oliver Hardys (Folge des Schlaganfalls). Das Filmchen wirkt ein wenig bedrückend, wenn man die beiden gealterten Komiker zusammen sieht, vor allem das Aussehen von Olli geht ins Mark...

Aus dem Jahr 1961 schließlich noch ein Filmchen des mittlerweile 71-jährigen Stan Laurel. Auch dieser Film geht unter die Haut. Man erkennt sein Lachgesicht aus den alten Filmen und er macht Faxen, aber er wirkt meiner Meinung nach unendlich traurig. Es wird erzählt, nach dem Tode von Olli habe er ein Jahr kein Wort gesprochen....

Zu guter Letzt noch ein recht unbekannter Farbfilm aus dem Jahr 1943:

...und ein besonderes Schmankerl - Die beiden als Gäste in einer mittelmäßigen Talk Show "This is Your Life" in den 50ern:

Ich bin ganz entschieden für mehr Stan & Olli-Filme im Fernsehen und viel weniger Casting-Shows...

M. Kupfer
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14. Oktober 2008 2 14 /10 /Oktober /2008 23:08
Alltagswahnsinn hat viel mit ungewollter Situationskomik zu tun. Es gibt mehrere Versionen - die des immer-währenden Pechvogels, die des weit sichtbar aufgestellten Fettnäpfchens, in das man trotzdem tritt, die des "Noch-einmal-davon-gekommen", das Deja vu  und die Version des Trottel-Privilegs.

Lassen wir mal den immer währenden Pechvogel weg - das ist die Sorte Mensch, die bei allen Prüfungen durchfällt, denen der/die Partner/in weg läuft, dem immer wieder das Auto zu Schrott gefahren wird, der immer Schulden hat, seinen Job verliert, keine Wohnung findet und Ärger mit dem Vermieter hat, Krankheiten erleidet - und dem deshalb gar nicht zum Lachen sein kann.

Eine Bekannte von mir kannte ihrerseits dermaßen viele Leute, denen der größtmögliche ernste Ärger widerfahren ist.  Dazu gehörten Frauen, die unbedingt schwanger werden wollten und sich mit allen möglichen Kerlen einließen, und nachher nicht wussten, von wem das Kind nun stammt (und die sich dem Risiko von HIV und anderen Scheußlichkeiten aussetzten), Flüchtlinge aus dem kurdischen Teil der Türkei, die in Deutschland ein ungewisses Dasein fristeten, weil nicht klar war, ob der Asylantrag Aussicht auf Erfolg hatte, Urlauber, die das Lawinenunglück in Galtür 1999 überlebt hatten...

Solche Fälle sind überhaupt nicht komisch, weil es den Leuten hier an die Substanz geht. Sich darüber lustig zu machen geht einfach nicht. Deswegen gehören die hier ausgeklammert. Vielleicht ist es aber auch nicht alltäglich, wenn man schwere Unglücke überlebt....

Wirklich komisch ist es allerdings, wenn den normal Sterblichen oder gar herausragenden Personen irgend etwas völlig Bescheuertes widerfährt, wie neulich dem allseits beliebten Italiener Berlusconi, der bei einem Besuch bei Noch-US-Präsident Bush dessen Rednerpult zerlegte:


Meine irgendwann mal beschriebene Szene mit dem Nasenbluten geht in die gleiche Richtung... Und irgendwie auch die Sache mit dem Seminar.

Im Film findet sich Alltagswahnsinn nach o.g. Definition zum Beispiel bei Paulchen Panther: 


...und bei seinem alter ego Inspector Clouseau alias Peter Sellers in den "Rosaroter Panther"-Filmen:



Nicht zu vergessen ist die Rolle von Peter Sellers als "Partyschreck". Dieser Film wimmelt nur so peinlichen Situationen - wie bekommt er in der Szene nur seinen Schuh wieder?


Ganz große Helden des Alltags waren Stan Laurel und Olliver Hardy:
 
Perfekt in Szene gesetzt wurde der Alltagswahnsinn von Vicco von Bülow alias Loriot:


Aus der neueren Zeit ist noch Mr. Bean - Rowan Atkinson - zu nennen:

Was ist nu eigentlich so komisch an diesen Filmen?

Außer den lustigen Grimassen sind es doch die völlig absurden (Alltags-)Situationen, in die die Protagonisten geraten - die hier genannten haben freilich alle das Trottel-Privileg, bei Stan ist es das "Nochmal-davon-gekommen" und bei Mr. Bean weiß man, das er in jedes noch so sichtbar aufgestellte Fettnäpfchen tritt.... Paulchen Panthers "schlechtes Gewissen" kennt sicher auch mancher, der eigentlich ausruhen und faulenzen möchte, und Aufgaben aufschiebt....

Peter Sellers ist - wie Woody Allen - ein Meister im Pointieren. Als Inspector Clouseau ist er freilich dauerhaft trottelig,die Szenen mit seinem Kampfpartner Cato sind übertrieben und unrealistisch, aber  im "Partyschreck" gibt er alles...

Loriot bringt den Alltagswahnsinn herrlich subversiv auf den Punkt: Gespräche wie "Ich will hier einfach nur sitzen" hat bestimmt schon manch lang verheirateter Ehemann erleben müssen.

Die Liste ließe sich noch um Filmchen mit Jerry Lewis, Louis de Funes, Pierre Richard/Gerard Depardieu (der große Blonde...), Ekel Alfred sowie Kabarett-Szenen mit Hans Dieter Hüsch, Otto Waalkes (von dem erzählt wird, dass er durch Zufall in die Komikerschiene gerutscht ist: Er begann als langhaariger Protestsänger mit Gitarre und stellte sich auf der Bühne ausgesprochen ungeschickt an, indem er z.B. Missgeschicke mit umfallenden Mikroständern mit mehr oder weniger ungewollt komischen Bemerkungen bedachte...), Harald und Eddi, Diddi Hallervorden, Mario Barth und so weiter vervollständigen ließe. Vom Alltagswahnsinn lebt das Kabarett-Geschäft.

M.Kupfer
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