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12. Dezember 2008 5 12 /12 /Dezember /2008 17:11
Aus dem letzten Metallica-Album "Death Magnetic" gibt es nach "The Day That Never Comes" eine weitere Singleauskopplung:

All Nightmare long:


Hier das Video dazu:


All Nightmare long

M.Kupfer


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11. Dezember 2008 4 11 /12 /Dezember /2008 22:27
Irgendwann mitten in der Pubertät landete erstmals Musik unterm Weihnachtsbaum...

Die Kindheit war zuende, endgültig. Zu den Weihnachtsfesten der 80er Jahr erhielt ich in aller Regel eine oder sogar zwei LP's, meist Doppelalben, auf besonderen Wunsch, da diese a. teurer waren und b. mehr Musik hergaben als normale LP's.... 


Hier, so gut ich es hinbekomme, die Auflistung meiner Musikgeschenke (die auch meine musik-interessenmäßige Entwicklung widerspiegelt):

1981: Ein sehr kaltes und schneereiches weißes Weihnachten. Ich bin 15, besuche die 9. Klasse und erhalte das Album "EVE" von The Alan Parson's Project. Auf dem Cover zu sehen warendie Gesichter von drei eigentlich top attraktiven Frauen mit edler Kopfbedeckung, die aber auf den anderthalbten oder zweiten Blick aufgrund von fetten Warzen, Schorfen und sonstigem durch die Model-Prüfung gefallen sein mussten.

Ein sehr bekanntes Stück ist das Instrumental "Lucifer" - deshab wollte ich die Scheibe ja auch haben, die im Jahr 1979 erschienen war.

Mein Bruder, damals 12 erhielt die "Queen - Flash Gordon". Außerdem erhielt ich noch eine Beatles-LP mit der deutschen Version von "I want to hold your hand".

1984: Ein zwar kaltes, aber eher schneearmes Weihnachten. Ich bin 18 und erhalte die "Deep Purple - Made in Japan" aus dem Jahr 1972.

Von meinem Faible für Hard Rock und Metal hatte ich schon geschrieben.



Das Faszinosum an diesem Album - auch nach so vielen Jahren - besteht in der an Klassik-Alben orientierten Aufmachung und schließlich an den ziemlich hervorragenden Live-Aufnahmen. Ich liebe die Live-Version von "Child in Time" und das Schlagzeug-Solo bei "The Mule".

1985: Ich bin 19, es gibt Schnee ohne Ende - und das Album "The Lord of The Rings" von Bo Hansson. Hä? Wer ist denn nun Bo Hansson? Der 5te Mann bei ABBA? Mitnichten, ein Schwede ist er, ja, aber er machte Progressive-Rock mit Folk-Anleihen. Eines seiner besten Alben stammt aus dem Jahr 1971 und lautet "The Lord of the Rings" und bezieht sich natürlich auf das Tolkien-Werk "Herr der Ringe" (das ich zu der Zeit exzessiv las, da durfte der Soundtrack doch nicht fehlen).

Eine Kostprobe - The black riders:

Das hier zu sehende Cover entspricht nicht der Fassung, die ich erhielt.

1986: Kalt und klar ist das Weihnachten, frostig und ein bisschen Schnee.
Ich bin 20, mitten im Abitur, schwer in meine Nachbarin verknallt und leide unter furchtbarem Liebeskummer. Außer dass ich Genesis "Foxtrot" rauf und runter höre, höre ich noch meine damaligen Geschenke, nämlich das Live Album von Led Zeppelin "The Song Remains the Same" aus dem Jahr 1976 sowie - als Metal-Fan - die Metallica-Scheibe
"Ride The Lightning".

Diese Scheibe durfte ich dann eine Woche später bei einer Sylvester-Feier aus einer Sektpfütze fischen, danke du blöder DJ.... Aber: Nur das Cover hat gelitten, die LP ist problemlos spielbar.




1987: Schneefrei und trüb, ich bin gerade Zivi, 21 Jahre und habe viel Haar auf dem Kopf. Was passt besser als das Live-Album der Hippie-Ära schlechthin? Ich erhalte das Woodstock-Album, den Soundtrack zum Film mit drei LP's...



1988: Ein laues regnerisches Weihnachten.
Ich bin 22 Jahre alt und immer noch Zivi. Ich erhalte das Album "Ummagumma" von Pink Floyd aus dem Jahr 1969 sowie ein Album von den Seeds.




1989: Das laue Wende-Weihnachten. Ich bin 23 Jahre, im 1. Semester und unter dem Weihnachtsbaum liegt das 1987 erschienene Album "Fünf auf der nach oben offenen Richterskala" von den "Einstürzenden Neubauten".

Wie, was, erst gibt es lauter alten Oldschool-Kram und dann das?? Klar, warum denn nicht? Das Irre damals: Mein Bruder erhielt von mir die aktuelle Neubauten-LP namens "Haus der Lüge" und er gab mir - im gleichen Geschenkpapier - meine LP....

Hier eine Kostprobe der Avantgarde-Band mit  Interview (im Hintergrund läuft "Fütter mein Ego!") und einem Live-Auftritt in den 80er Jahren:
 

Frohe Weihnachten!

M.Kupfer
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9. Dezember 2008 2 09 /12 /Dezember /2008 12:49

Plattencover hatten in den Zeiten vor der CD, erst recht vor der I-Pod-Ära eine ziemlich große Bedeutung.

In manchen LP-Covern versteckten sich überdies noch Beigaben in Form von Postern oder Postkarten (z.B. Pink Floyd), ansonsten konnte man sich die Papp-Cover, wenn man wollte, direkt an die Wand hängen, um sein Zimmer zu zieren....

Es gab tolle Cover, legendär sind die Cover aus den 60er und 70er Jahren, z.B. war auf dem Album der Rolling Stones "Beggar's Banquet" aus dem Jahr 1968 eine bemalte WC-Zelle zu sehen,  Auf "The Wall" von Pink Floyd sah man die besungene Mauer und auch die Beatles sorgten für Furore (übrigens nicht mit dem White Album, jedenfalls nicht aufgrund der Covergestaltung...), etwa mit "Abbey Road".

1976 provozierte auch Scorpions mit dem Cover Virgin Killers (in den 70ern eine "nur-so-Provokation", mittlerweile führt das Cover als angebliche Kinderpornographie zur hysterischen Blockierung des Scorpions-Beitrags auf der britischen Wikipedia-Seite....).

Eine Auswahl der schlechtesten Cover der Pop-und Rockgeschichte ist übrigens  hier zu sehen.... (ich wusste gar nicht, dass es so viel Musik-Schrott gibt, wenn man so an die christlich angehauchten Farmerbands aus dem Mittleren Westen der USA denkt.... uuuuäääääähhhh).

M.Kupfer

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8. Dezember 2008 1 08 /12 /Dezember /2008 13:53
Im Nachgang zum "Progressive Rock"-Beitrag hier etwas von Genesis kurz nachdem Peter Gabriel die Band verlassen hatte.

Live 1976 spielt die Band etwas aus dem 74er-Album "The Lamb lies down on Broadway". Den Gesangspart übernehmen hier Phil Collins (mit Matte und Bart!) und Michael Rutherford:



Hier noch zum Vergleich die Fassung ein Jahr zuvor mit Peter Gabriel
:


Ich weiß nicht, wie es euch dabei geht, aber stimmlich lagen Phil Collins und Peter Gabriel damals ziemlich nahe beienander...

M.Kupfer

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8. Dezember 2008 1 08 /12 /Dezember /2008 11:24
Heute jährt sich der Todestag von John Lennon zum 28. Mal.

Am 08.12.1980 fiel der ehemalige Songwriter der Beatles einem Attentat zum Opfer.

Anbei zum Gedenktag drei Videos

Hier ein Stück mit Frank Zappa und Yoko Ono....


Imagine:

Und hier, weil es in die Zeit passt etwas mit "Christmas" und "War is Over":


M.Kupfer
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4. Dezember 2008 4 04 /12 /Dezember /2008 20:53
Frank Zappa - die Älteren unter euch wissen, von wem ich schreibe.

Anlässlich seines 15. Todestages werde ich ihm huldigen - und ihn hoffentlich einem jüngeren Publikum bekannt machen.


Mein persönlicher Bezug: 1986 nahm mir ein Freund, Jörg, das Album "Hot Rats" aus dem Jahr 1969 auf. Starke Nummer, wenn auch sehr gewöhnungsbedürftig. Das Album gilt als DAS beste Jazzrock-Album ever.

1988 vervollständigte "Joe's Garage" aus dem Jahr 1979 meine Musiksammlung. Auf den Oberstufen-Schüler-Partys der damaligen Zeit dröhnte regelmäßig Zappas "Fick mich, du miserabler Hurensohn..." aus den Lautsprechern... Es war die B-Seite der Single "Bobby Brown" (in der auch die Zeile "miserable son of a bitch" vorkommt...).

Was den Sex-Gehalt von Zappas Musik betrifft: Vergesst doch einfach diesen unsäglichen Unterschicht-Tattoo-Rapper Bushido!

Songs mit pornographischen Inhalten konnte Zappa weit besser! Zappa verhält sich zu Bushido wie guter Whiskey zu billigem Alcopop-Gesöff... Aber was nenne ich die beiden überhaupt in seinem Satz....

Frank Zappa war ein amerikanischer Komponist, Gitarrist, Arrangeur, Producer, Filmregisseur - und sicher einer der innovativsten und einflussreichsten Rockmusiker.

Zu Lebzeiten veröffentlichte er über 60 Musikalben. Seine Musik war geprägt von Stilanleihen und rythmischer Vielfalt - und nicht zuletzt von satirisch, dadaistisch-absurd und proklamatorisch geprägten Texten.

Er war darüber hinaus auch herrlich umstritten, vor allem wegen seiner Kritik am "American Way Of Life" und wegen seiner mitunter sexuellen Ausrichtung in seinen Songs.

Berühmt: "Bobby Brown":


Frank Vincent Zappa jr. wurde am 21.12.1940 als Sohn sizilianisch-
griechischer Einwanderer in Baltimore, Maryland geboren. Sein Vater arbeitete für das Verteidigungsminsiterium, weshalb die Familie oft umziehen musste.

Um 1950 zog die Familie nach Kalifornien. Frank bekam das Klima an der Ostküste nicht, er litt oft an Atemwegserktankungen und Asthma.
In Kalifornien unternahm er - ansonsten Außenseiter (8 Wohnortwechsel! verschiedene Schulen)- erste Schritte im Rock-Business.

- 1947: erste Schallplatte zum 7. Geburtstag erhalten: "All I want For Christmas is my two Front Teeth" von Spike Jones und den City Slickers;
- 1951: erste öffentliche Auftritte am Schlagzeug in San Diego mit einer Schulband;
- ca. 1955/56: Frank Zappa beginnt, angeregt und inspiriert von Edgar Varese, Orchester- und Kammermusik zu schreiben. (besonders inspirierend:
- 1956: Beginn mit dem Gitarrenspiel, erste Komposition während Schulwettbewerb; Interesse für Musiktheorie; er dirigiert das Schulorchester;
- 1958/59: Versuch mit experimenteller (serieller) Musik; nach High-School-Abschluss 1958 absolvierte er Kurse in Harmonie- und Kompositionslehre, übte sich im Komponieren und Partituren schreiben: "Ich mag es einfach, Noten auf dem Papier zu sehen...."

Als Collegestudent schrieb er Musik für einen Hollywood-Film ("Run, Home, Slow")

Am College in Lancaster begegnete er Donald Vliet alias Captain Beefheart.


Seine erste Zeit war noch von Orchester- und moderner Musik geprägt, das Interesse für R&B kam erst später. Zunächst musste er feststellen, dass seine Versuche mit 12-Ton-Musik selbst ihm nicht gefielen und zum anderen keinen müden Dollar einbrachten.

Sein Geld verdiente er dann aber als Barpianist sowie mit ersten Rock'n'Roll-Stücken.

Seine Bands seit 1957:

- 1957:  Black-Outs (Ausstieg Zappa 1958, ab da "Omens")
- 1957/58: Antelope High School Valley Big Band
- 1961 (Frühjahr): Quartett "The Boogie Men", kurze Zeit später Auflösung
- 1961 (Sommer): Black-Outs, diesmal an der Gitarre, nicht mehr am Schlagzeug;
außerdem: Mitglied in der Tanzkapelle "Joe Perrino & the Mellotones" (um Geld zu verdienen).

ab 1961/62: Studioprojekte, unter anderem im Pal Recording Studio mit Paul Buff
1963: Auftritte mit Ray Collins als "Sin City Boys" und "Loeb and Leopold";
Gründung der Band "The Soots" - bei der auch Captain Beefheart mitspielte.
1964: Gründung "The Muthers", außerdem Mitspielen in der Hausband des Clubs "The Village Inn".

1963: Gast der "Steve-Allen-Show" im TV: "Concerto For Two Bicycles", zwei Monate später Konzert am Mounty St. Mary College, bei der ein Orchester mit College-Studenten Partituren von Zappa spielten.

Hier in der Steve Allen Show:

1964: Kauf des Pal Recording Studio, Umtaufen in "Studio Z".

1965: Zwischenfall im Studio Z.: Frank sollte ein Band mit Sex-Geräuschen aufnehmen, um eine Herrenrunde zu begeistern, was er auch mit einer Freundin tat. Beide wurden später bei der Übergabe des Bandes verhaftet, der Auftraggeber entpuppte sich als Bezirkssheriff. Zappa wurde wegen "Verschwörung zur Pornographie" zu sechs Monaten Haft verurteilt, wovon er 10 Tage absitzen musste. Die Reststrafe wurde für drei
Jahre auf Bewährung ausgesetzt.

Eine Auflage: Während der Bewährungszeit durfte er mit keiner unverheirateten Frau unter 21 Jahren in Kontakt treten, allenfalls in Gegenwart der Erziehungsberechtigten....

Dieses sehr einschneidene Erlebnis war lt. Rock-Jour
nalist Barry Miles Anlass für Frank Zappa, sein pornographisches Tonband Amerika in den Rachen zu stopfen, immer und immer wieder... Das zeigt sich in den bereits oben angesprochenen Texten mit sexuellem Bezug.

1966 wurde für Frank ein wichtiges Jahr:
Zum einen begegnete er Adelaide Gail Sloatman, die er im Folgejahr heiratete.
Zum anderen begann die Ära der "Mothers Of Invention"

Bereits 1965 wurde die Band "Captain Glasspack & his Magic Mufflers" am Muttertag (sic!) umgetauft in "The Mothers".

Am 01.03.1966 erhielten die "Mothers"  einen Plattenvertrag und nahmen im Studio ihr erstes Album "Freak Out!" auf. Vor Erscheinen musste sich die Gruppe auf Druck der Plattenfirma umtaufen in "Mothers Of Invention".

Die Band existierte 10 Jahre - in 18 verschiedenen Besetzungen. Desgleichen gab es Nebenprodukte wie z.B. die "Hot Rats Band" sowie die beiden Wazoo-Orchester - dann waren es sogar 21 verschiedene Bestzungen. Die 5-köpfige Urbesetzung wurde bereits beim ersten Album von mehreren anderen Musikern unterstützt. Zappa wechselte nach den Tourneen regelmäßig die Besetzung.

Insgesamt kristallisierten sich 5 Grundformationen heraus, wobei es immer auf die Spielweise von Zappa selbst und der Rythmusgruppe ankam.

Die Alben der ersten Jahre:
1966: Freak Out! (das erste Doppelalbum der Rockgeschichte, Avantgarde, politische Satire!)
1968: We're only in it for the Money (erbarmungslose, dunkle Antwort auf "Sgt. Pepper's" von den Beatles); Verballhornung "falscher" Hippies, gleichzeitig aber Thematisierung der Erschießung protetsierender Jugendlicher durch die Polizei
1969: Hot Rats
1970: 200 Motels - viersätziges Werk für Orchester und Rockband, Beitrag zu "Contempo '70";

Die erste Mother's -Phase war von zwei Zwischenfällen im Dezember 1971 geprägt:

04.12.1971:  Brand bei einem Konzert der Mothers in einem Casino in Montreux - Deep Purple hat diesen Vorfall später in ihrem "Smoke On The water" verewigt...
10.12.1971: ein Besucher stößt Zappa bei einem Konzert im Rainbow Theater in London in den Orchestergraben. Er wird so schwer verletzt, dass er 9 Monate im Rollstuhl verbringen muss, in der Folge ist eines seiner Beine ein wenig verkürzt ("Dancing Fool" auf "Sheik Yerbouti" erhält eine Referenz auf diesen Umstand). Das Konzert musste abgebrochen, die Band aufgelöst werden.

Während der Zeit im Rollstuhl 1972 wandte sich Zappa Solo-Projekten mit Jazzrock zu (Wazoo-Projekte).

Ab Februar 1973:
Eine hochkarätig besetzte Band geht auf Tournee, mit Ralph Humphrey, Chester Thompson (jeweils Schlagzeuger), dem Geiger Jean-Luc Ponty, dem Keyboarder George Duke, der Percussionistin Ruth Underwood und dem Trompeter Sal Marquez ...

Hier ein Konzert in Schweden 1973 - Be Bop Tango II:

Die Zeit der Mothers endete nach der Tournee 1975/76

Hier noch etwas aus "Hot Rats": "Willy the Pimp"


Zappas Texte hatten oft einen sarkastischen Stil und handeln von Heuchelei, Engstirnigkeit, sowie politischer Korruption.

Ab den 80er Jahren hatten die Texte mehr mehr und mehr einen vulgären Stil mit starkem sexuellen Bezug - einerseits seiner Haft 1965 geschuldet, andererseit eine Antwort auf die Versuche von PMRC im Jahr 1985, Zensur von Rockmusik einzuführen - wogegen Frank Zappa beim damaligen Präsidenten Reagan persönlich Beschwerde einlegte.

Zur weiteren Lektüre s. hier...
oder auch hier...

Und hier die Discographie

Frank Zappa starb am 04.12.1993 mit knapp 53 Jahren an Prostatakrebs.
M.Kupfer
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29. November 2008 6 29 /11 /November /2008 17:46

Progressive-Rock und Art-Rock  prägte die Flower-Power-Phase mindestens ebenso wie Open-Air-Festivals und Konzeptalben.


Progressive Rock erweitert das Spektrum der Rock-Music um Elemente der Klassik, des Jazz und der sog. Weltmusik


Art-Rock ist eng mit dem Progressive Rock verwandt. Die Grenzen sind fließend. Art Rock lässt etwas mehr Klassik-Komponenten einfließen, Progressive Rock orientiert sich hingegen mehr an Blues und Jazz. Prägend für diese Bands sind ein sehr komplexes Songwriting sowie sehr lange Stücke, die oft eine LP-Seite ausmachen, also selten unter 20 Minuten dauern.


Art Rock ist eine Musikrichtung, der viele Bands zwischen 1969 und 1977 zuzuorden sind.


Auch Bands des Krautrock gehören zum Art-Rock.



Zu nennen sind:


- Genesis

- Emerson, Lake & Palmer

- King Crimson

- Yes

- The Nice

- David Bowie

- Mike Oldfield

- Procol Harum

- Jethro Tull

- Alan Parson's Project

- Manfred Mann's Earthband

- Kansas

- Pavlov's Dog

- Pink Floyd


In Deutschland:

- Grobschnitt;

- Eloy;

- Hoelderlin,

- Novalis.


Aktuelle Bands dieses Genres sind heute Smahing Pumpkins, Nine Inch Nails, Tool und Radiohead.


Hier für's erste Gensesis Anfang der 70er mit "Supper's Ready" (aus dem 1972 erschienen Album Foxtrot). Man achte auf den gothic-mäßig auftretenden Peter Gabriel und den Schlagzeuger - kein Geringerer als Phil Collins!




Genesis wurden 1967 gegründet. Gleich mit dabei war Peter Gabriel, der die Musik der  Band bis 1975 stark prägte.


Die Alben bis 1975:

- From Genesis to Revelation (1969);

- Trespass (1970)

- Nurserey Crime (1971)

- Foxtrott (1972)

- Selling England by the Pound (1973)

- Genesis Live (1973)

- The Lamb Lies Down On Broadway (1974)


Ich selbst habe die Frühphase der Band ca. Mitte der 80er Jahre kennen gelernt. "Foxtrot" zumindest begleitete mich durch das Abi und eine heftige Liebeskummer-Phase. "Selling England...." gefiel mir am besten.


Während meiner Zivi-Zeit fand ich mehr und mehr Gefallen an Peter Gabriels neuerer Musik, davon aber später.


Wen ich Mitte der 80er überhaupt nicht mochte, das war die Band Marillion - ein Abklatsch der frühen Genesis, wie ich fand. Wozu eine schlechte Kopie hören, wenn es ein geniales Original gibt?


An Phil Collins' geprägter Musik fand ich bedingt Gefallen, mir war die Musik dann zu kommerziell. "Abacab" war klasse, die Zeit Anfang der 90er mit "I Can't Dance" (Was für Welten im Vergleich zur Frühphase!) hatte humorseke Züge, allein die Videos.


Ein Highlight: "Jesus he Knows Me". Ein heftiger Hieb auf die bigotte Welt der Fernsehprediger und allzu fromme Sekten, ähhh,  Gemeinden...



Now something Completely Different:


Ich war so frei, David Bowie aufzuführen. gehört er nun zum Progressive-Rock?


Eigentlich ist er Vertreter des Glam-Rock, aber m.E. ist das nur eine Unterart, ähnlich wie Hard Rock.


Ich möchte nicht versäumen, einen sehr frühen Bowie vorzustellen, nämlich ein Weltraum- und Science-Fiction-inspirierter Bowie im Jahr 1969 - Mondlandung  Kubrick's "Odyssee 2001" - und  "Major Tom" in der "Space Oddity" .


Man achte auf das Outfit, das später viele Indie-Bands kopiert haben dürften, z.B. Alien Sex Fiend:



Auf David Bowie gehe ich später noch einmal ein.


Eine echte "Neuentdeckung" war für mich - auch zu Abi-Zeiten 1987 - die Band King Crimson. Ich war bei Rüdiger, einem Mitschüler zum Vorbereiten der mündlichen Prüfung - und er wollte dieses Album "In The Court Of The Crimson King" tatsächlich entsorgen (!). Ich habe es angenommen, er wollte nichts dafür haben....


"In the Court of the Crimson King" aus dem Jahr 1969 ist ein echter Meilenstein des Progressive-Rock.


Sowas auf den Müll zu werfen, tststs...


Hier der Titel-Song ziemlich Live....:



Der Bereich Prog-Rock ist ziemlich umfassend, einzelne Songs werde ich noch mal später näher vorstellen.


Bestimmte Bands, wie z.B. Pink Floyd verdienen allemal ein Extra-Kapitel, auch zu den neueren Bands wie Smashing Pumpkins pp komme ich später mal...


M.Kupfer


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15. November 2008 6 15 /11 /November /2008 15:55
In meinem letzten Beitrag zu Krautrock-Gruppen hatte ich Kraftwerk erwähnt. Die Gruppe Kraftwerk aus Düsseldorf ist seit 1970 im Geschäft.

Ein 1974 erschienenes Werk hieß "Autobahn". Dem Sound dieses Stücks ist zu entnehmen, dass es zu einer Zeit entstanden ist, in der zwar einiges, aber längst nicht so viel wie heute, 2008, auf den Straßen los war. Kein Hummer hinter euch, kein wild gewordener Audi oder BMW, Platz satt, Sprit bei maximal 0,40 €/Liter.

Versucht mal, im Rythmus dieses Stücks über die Autobahn zu fahren, so locker bei maximal 130 km/h. Die Raser und Drängler hinter euch werden es danken...

Hier ein Ausschnitt aus einem Konzert mit Kraftwerk, natürlich mit "Autobahn":


M.Kupfer
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7. November 2008 5 07 /11 /November /2008 22:04
Zu meinen ganz persönlichen Favoriten der Hippieära gehören Bands und Musiker, die in den frühen 70ern dem "Krautrock" zugeordnet wurden. In den 80ern hieß das dann Deutschrock, aber das waren schon wieder andere Musikstile, weniger experimentell, sondern erdiger Rock mit "ehrlichen" - zumeist politischen - Texten.

Nun, Krautrock-Bands waren Bands aus Deutschland, die meist sehr experimentelle avantgardistischhe und wegweisende Musik machten.

Dazu gehörten um 1970:

- Ashra Tempel
- Birth Control (2008 zusammen mit GuruGuru auf Tour!)
- Kraftwerk (!) (wenn man sich überlegt, wie KW dann bekannt wurden....!)
- Tangerine Dream
- Cluster
- Frumpy
- Soft Machine
- Faust
- Popol Vuh
- Neu!
- La Düsseldorf
- The Can
- Amon Düühl II
- Embryo
- Kraan
- Ihre Kinder
- und last but not least: Guru Guru

Guru Guru gründeten sich im Jahr 1968, Gründer waren u.A. Mani Neumeier (Schlagzeug, Gesang) und Uli Trepte (Gitarrist). Die Musik der Band war geprägt von den seinerzeit international tätigen Session-Künstlern aus dem Flower-Power-Psychedlic Sektor bzw. dem Freejazz (Pink Floyd, Frank Zappa, The Who, Rolling Stones....). Die Besetzung der Band wechselte stetig.

Zu Beginn gaben sich Guru Guru sehr politisch - dem linken Flügel zugehörig, spielten sie bei Veranstaltungen des SDS und lasen politische Texte während ihrer Auftritte.

Jetzt aber der Knüller: Die Jungs sind nach wie vor aktiv! Sichtlich gealtert jammen sie gekonnt wie Anno 1970. Ich hatte einmal die Gelegenheit, sie live zu erleben, das war 1996 in Bielefeld. Ein kleines aber feines Konzert und absolut sehens- bzw. hörenswert.

Hier mit einer Blues-Nummer bei einem Konzert im Jahr 2008:

Und so fingen sie mal an, hippiemäßig und ziiiemlich abgedreht. Mani Neumeier sieht aus wie ein Schamane aus der vorchristlichen Zeit und spielt die Drums wie "Animal" aus der Muppetshow, seht und hört selbst den Ooga Booga - Bataclan March (1973).... Achtet zum Schluss auf den "Elektrolurch"!!:

Ob ihr es glaubt oder nicht: Ich habe die Musik beim ersten Hören sofort genial gefunden und geliebt - eben weil es richtiger Underground Psychdelic Rock ist.

Deshalb gehört zumindest "Der Elektrolurch" (1974) in meine Plattensammlung.

Electric Junk (1971) - sehenswert das 70er-Ambiente und das alte Equipment im Hintergrund.... Und das Kabel im Mund des Gitarristen Uli Trepte....


M.Kupfer
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31. Oktober 2008 5 31 /10 /Oktober /2008 16:28
AC/DC gehen nach 5 Jahren Bühnenabstinenz wieder auf Tour - ähnlich wie bei den Rock-Giganten von Led Zeppelin 2007 waren die Karten für die ersten Deutschland-Konzerte im März 2009 binnen gefühlter weniger Sekunden - genau genommen 12 Minuten - ausverkauft.

Furore macht derzeit ein aktuelles Video aus dem am 17.10.2008 erschienen Album "Black Ice" nämlich zum Song "Rock N Roll Train", das mit MS Excel produziert wurde (!).



Headbanger aufgemerkt: Ein echter Brüller war 1990 "Thunderstruck" - das Video war jedenfalls klasse gemacht.... Link anklicken, ich krieg's nicht eingebettet...

Und weil es so schön war, in den Anfängen mit dem schon im Jahr 1980 verstorbenen Leadsänger  Bon Scott - ja, Brian Johnson ist auch brilliant, aber Bon Scott ist dennoch unvergessen! - hier noch mal zur Feier des Helloween-Tages heute "Highway To Hell". Angus Young bleibt sich treu mit Schuluniform und Gitarrenlauf...!



M. Kupfer
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