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2. Oktober 2012 2 02 /10 /Oktober /2012 09:03

Nur wenige Worte dazu, ansonsten ein Song von Traffic.

 

Es ist traurig, wenn ein im Grunde seines Herzens guter Mensch mit so viel Humor, Engagement und Talent zu früh gehen muss.

 

Ganz spontan ging mir bei der Todesnachricht sogleich der Song "Dear Mr. Fantasy" von Traffic durch den Kopf.

 

Es greift zu kurz, Dirk Bach auf seine Rolle als Komiker zu reduzieren - was man auch an zahlreichen Nachrufen und Kommentaren sehen kann. Er war schon ein guter....

 

R.I.P. lustiger, kleiner dicker Mann....

 

 

 

M.Kupfer

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24. Juli 2011 7 24 /07 /Juli /2011 12:57

Eigentlich kann man nur fassungslos da stehen, nach dem Massenmord des Norwegers Anders Behring Breivik am Freitag, 22.07.2011.

 

Die Verhöre mit dem hauptverdächtigen - und geständigen - mutmaßlichen  Mörder brachten ein ziemlich rechtsextremes, krudes Weltbild zutage. Selbst sein Anwalt wollte sich zur Tat erst erklären, wenn er die in sich widersprüchlichen und schwer verständlichen Thesen "verstanden" hatte. Fragt sich, ob man dies wirklich "verstehen" muss, um es zu erklären, um Stellung zu beziehen. Entlasten dürfte das über 1500 Seiten starke Werk, das Breivik noch vor dem Attentat per Email veröffentlicht hatte, wohl eher nicht.

 

Norwegen jedenfalls steht unter Schock. Die Welt an sich auch. Norwegen hat nicht nur 90 Kinder während ihrer Ferien, sondern vor allem "seine Unschuld", den Glauben an die offene, liberale und in sich friedliche Gesellschaft verloren.

 

Schützen kann sich niemand vor solchen potentiellen Massenmördern mit krudem Weltbild, fragt sich, ob die Möglichkeit derartiger Massaker der Preis der Freiheit in einer offenen Gesellschaft darstellt.

 

Eine Frage, der sich auch Schweden nach den Morden an dem Ministerpräsident Olof Palme 1986 und der Außenmiisterin Anna Lindh 2003 ebenfalls stellen musste....

 

M.Kupfer

 

 

 

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19. Dezember 2009 6 19 /12 /Dezember /2009 16:33
Bald geht nicht nur ein Jahr, sondern sogar eine Dekade, ein Jahrzehnt zuende.

Die Milleniumsfeiern zum Jahrtausendwechsel 1999/2000 liegen zehn Jahre zurück - wie war es denn nun, das erste Jahrzehnt? Mit welchem Begriff, mit welcher Philosophie belegen wir die 2000er, die Nullerjahre?

Eines vorweg: Die Jahrzehnte im 20. Jahrhundert hatten es einfacher:
Die 50er waren Nachkriegszeit und Rock'n'Roll, die 60er Beat und Revolte, die 70er  waren sozial-liberale Regierung und RAF-Terror, Hardrock und Disco, die 80er die Zeit der Yuppies und Ökos, New-Romantic und Speed-Metal sowie die Wende zu Kanzler "Birne" Kohl, die 90er waren Wiedervereinigung, Balkankrieg,Techno und Grunge.

Man merkt - drei Schlagworte reichen nicht wirklich zur Beschreibung. Die 50er waren nicht nur brav, sondern auch Zeit neuer Ideen (Beatniks, Existentialismus, kalter Krieg,Teil 1), die 60er waren so revoltenmäßig, weil die Jugend ihre Elterngeneration - die immer noch zu Krieg und Auschwitz schwieg - vor den kopf schlug, die 70er waren schon komplizierter, denn wie wird eine mit herhren Ansprüchen an die Demokratie und eine offene Gesellschaft angetretene sozialliberale Regierung mit rotem Terror fertig. Die 80er waren zwar von der CDU regiert, Karriere und Leistung zählten wieder etwas, gerade in der Zeit erstarkten aber die Grünen. AIDS schockte die Liebesaktiven, ausgerechnet eine CDU-Gesundheitsministerin - Rita Süßmuth - sollte als Kondom-Patronin in Erinnerung bleiben. Dennoch: Bis dahin schien es noch so etwas wie "Jugendbewegungen" oder ein gemeinsames Lebensgefühl der jungen Generation zu geben.

Die 90er zeigten ganz andere Alternativen - denn in modischer Hinischt war erlaubt, was gefiel. Es gab oberflächlichen Pop, Chartkram eben, Techno in seinen Spielarten, Boygroups, harten Grunge und Crossover. Die Mauer war gefallen, Ost und West näherten sich an, Asylbewerberheime brannten. Der kalte Krieg war zwar vorüber, dafür gab es auf dem Balkan einen mörderischen Bürgerkrieg, einen Krieg zwischen Ethnien, dessen Gräueltaten über die mittlerweile zahlreich gewordenen Privatkanäle an die Öffentlichkeit gelangten. Gleichzeitig stumpfte diese Medienpräsenz ab. PC's nahmen ihren Siegszug auf, desgleichen Internet sowie Handys.

SPON hat dazu ein ganz witziges und lesenswertes Kapitel erarbeitet, alles zu den letzten Jahrzehnten findet ihr hier.

Ich habe mit den Jahrzehnten bestimmte Farben assoziiert: Die 50er waren pastellfarben, die 60er violett, die 70er kreischig gelb, die 80er dunkelgraublau, die 90er orange.

Und die Jahre seit 2000?
Weiß.

Ich zähl mal dennoch einige Stichworte auf:

CDU-Spendenaffäre, Rot-Grün, Big Brother, Harry Potter,  11.September, Neuer Markt, Google, Microsoft, Linux, Apple, Notebook, Ground Zero, Afghanistan-Krieg, Taliban, Al Quaida, Irak-Krieg, Foltergefängnis, Guantanomo, Al Dschasirah,
Agenda 2010,SARS, Vogelgrippe, Schweinegrippe, Milzbrand-Erreger, Tsunami, Pappa Ratzi, DSDS, Wetten Dass, Top-Model, Mager-Model, Doping, Tour de France, Sommermärchen, Klinsi, Klimawandel, Klimakatastrophe, Klimagipfel, G8, Große Koalition, Kanzler Schröder,  Kanzlerin Merkel, Vorratsdatenspeicherung, Peter Fox, WASG, Lafontaine, Linke, Möllemann, Westerwelle, Steuererklärung-auf-dem-Bierdeckel, Professor aus Heidelberg, Praxisgebühr, Datenklau, Bundeswehrgelöbnis, Kunduz-Affäre, Hartz4, Abwrackprämie, Finanzkrise, StudVZ, SchülerVZ, Cybermobbing, Rauchverbot, SUV, I-Phone, I-Pod, MP3-Player, Digi-Cam, Atze Schröder, Mario Barth, Harald Schmidt, Oliver Pocher, Mediamarkt, Tokio Hotel, Night of the Proms, Musical, Internetsperren, Ritalin, Quelle, Märklin, Karstadt...

Also, die Aufzählung erfolgte ganz zufällig...

Ach, ich habe mir ja nicht erst jetzt Gedanken zum ausgehenden Jahrzehnt gemacht. 1989 - mit 23 Jahren - war ich heilfroh, dass die 80er endlich, endlich vorbei gingen. Damals habe ich für einen Uni-Zeitung einen Artikel verfasst, den ich hier noch mal zu besten gebe:

Requiem 80er"Requiem für die 80er Jahre

Hallo Leute,

 

seid willkommen in den 90er Jahren! Es ist geschafft, wir haben die 80er endlich hinter uns. Die Zeit zwischen Neuer Deutscher Welle, Acid-House und Batman, die Dekade der Synthi-Pop-Musik und der 1000 Frisuren, das Zeitalter der Yuppies gehört endlich der Vergangenheit an – die 80er sind tot, es leben die 90er!

 

 Nie mehr Karottenhosen und Gel-Frisuren, nie mehr Klamotten von Benetton oder Lacoste. Modern Talking, Prince und Michael Jackson können einpacken, macht Platz für uns!

 

Wir haben ja auch die besten Voraussetzungen:

Haben uns Ende der 70er noch die Punks geschockt und hat sich Ende der 60er alle Welt über die Hippies aufgeregt, scheint diese Dekade modisch adrett und angepasst zu Ende zu gehen. Kein Pessimismus wie noch zum Jahreswechsel 1979/80! Durch die Punks wurde doch damals jedem braven Büromenschen bewusst, dass irgend etwas faul ist.

 

Naja, da wir alle nett frisiert und schick aussehen, muss die zeit ja wohl rosig sein zur Zeit. Endlich ist das Kondom gesellschaftsfähig geworden, die Temperatur in unseren Breiten wird nach aussagen der Wissenschaft steigen, alle Welt verkauft Umweltschutz, die Städte sind fußgängerfreundlich gestaltet und neuerdings kann man einmal die Woche gaaaanz lange einkaufen gehen.

 

Hightech hat in unserem Leben Patz gefunden, endlich können wir David Hasselhoff, die alten Bee Gees und Heino knisterfrei genießen, ein Home Computer gehört eh schon zum Inventar.

 

Nicht nur das: Seitdem es feuchtes Toilettenpapier und Windeln für den kleinen Unterschied gibt, kann uns doch nichts nervös machen. Zudem liefert uns das TV eine actionreiche Oberflächlichkeit, die uns via Kabel und Satellit mit einer großen Auswahl beglücken.

 

In diesem Sinne – bye bye 80s, hello 90s. das Jahrhundert, das Jahrtausend bricht sein letztes Jahrzehnt an. Wird das das Jahrzehnt der neuen Aspekte oder wieder so eine Revival-Zeit? Ich kann sie nicht mehr hören diese Rock-Opas, die die musikalisch leider völlig gescheiterten 80er zu retten versuchen. Wird endlich mal wieder ein neues Lebensgefühl, ein richtiges Lebensgefühl entstehen, phantasievoller und nicht so gestylt und parfümiert wie zur Zeit?

 

Nun ja, das liegt in unser aller Hand – lasst die 80er als das, was sie waren und freut euch auf die 90er..."


 

Fällt euch was auf? Es gibt Parallelen zu jetzt, oder?


 

M.Kupfer

 




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5. Juni 2009 5 05 /06 /Juni /2009 23:36
Es gibt nur wenige Nachrichten oder Fernshbeiträge, die mich tief getroffen oder berührt haben. Man ist schlechte Nachrichten ja gewöhnt. Positives gehört auch auf die Liste bewegender Nachrichten.

Zu den besonders berührenden Momenten aus der Nachrichtenwelt gehören die Maueröffnung 1989, die rechtsextremen Ausschreitungen und Morde Anfang der 90er Jahre in Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen, der 11. September 2001 - und das Massaker in Peking am 04.06.1989.

Ich hatte die sich seit Mitte April 1989 entwickelnde Demokratiebewegung in China, die an Woodstock, Hippies und "68" in Europa erinnerte, seinerzeit schon länger in den Medien verfolgt und hatte die durch jugendlichen Überschwang erklärbare unbestimmte Hoffnung, dass mit der sich damals schon abzeichnenden Öffnung des Marktes auch eine Öffnung der Gesellschaft einhergeht, vielleicht wie in den Tagen der UdSSR zu Zeiten Michail Gorbatschows wenige Jahre zuvor.

Aber Pustekuchen: Das Militär räumte den mit mehreren hunderten unbewaffneten und friedlichen Studenten besetzten Platz mit Panzern, die buchstäblich über die Leute rollten - ohne Rücksicht auf Verluste.


Ich saß damals einigermaßen geschockt und schwer paralysiert vor dem Fernseher und konnte diese Vorgänge nicht fassen.

Diese Situation ist symbolisch für die Vorgäne auf dem Tian' anmen: Ein einzelner Mann hält auf dem sonst menschenleeren Platz eine Reihe Panzer auf...:



Peking 2009: Die chinesische Regierung unterbindet jegliche Erinnerung an das Massaker. Ein Gedenken findet nicht statt...

Denkste, ich hab die Geschichte nicht vergessen, deshalb dieser Beitrag und die folgende Diashow mit der zugegeben etwas zu dramatisch wirkenden "Hymn to the Fallen" von John Williams. Die Bilder sprechen aber für sich und zeigen das Ausmaß militärischer Gewalt der damaligen chinesischen Regierung gegen das eigene Volk.


M. Kupfer

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20. Mai 2009 3 20 /05 /Mai /2009 14:54
...ist nicht nur eim Song von Queen aus dem jahr 1977...



...sondern auch m.E. die passende Bezeichnung für die Forderung einer Gruppe von 23 Millionären aus unserem Lande, dass Millionäre bzw "Reiche" in Zeiten der Krise mehr Steuern zahlen sollten, um Geld in die öffentlichen Kassen fließen zu lassen.

Dazu fordert Dieter Lehmkuhl, einer der Unterzeichner des Appells eine Vermögensabgabe von jedem, der mehr als 500.000,--€ besitzt, sie soll in den Jahren 2009 und 2010 5% betragen und würde 50 Mrd. € einbringen.

Mehr dazu liest man z.B. hier.

Das ist etwas Neues und eher Ungewohntes aus den Reihen der sonst so geächteten "Superreichen". Und CDU und FDP bekommen ob der zu erwartenden derzeit aber unrealistischen Steuerpolitik - "Senkung natürlich" - auch ihr Fett weg.

LG M. Kupfer


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30. Dezember 2008 2 30 /12 /Dezember /2008 21:36
Der 01.01. ist so ziemlich der schlimmste Tag des Jahres. Finde ich jedenfalls.
Das hat ganz profane Gründe.

Nicht sowas wie "Angst vor Veränderung" oder "Am Alten festhalten"- nein, ganz sicher nicht. Dann hätte ich mir ja zum Millenium-Wechsel vor 9 Jahren gleich die Kugel geben können. Habe ich aber nicht, ich war, soweit ich mich erinnere, sehr guter Dinge damals. Sogar am 01.01.2000...

Die ganz profanen Gründe;
Die Party ist vorbei, was kommt, sind kalte, dunkle Wintermonate, blöde Gesetzesänderungen, die horrenden Abzüge auf dem Girokonto für Autoversicherungen, KFZ-Steuern, Abrechnungen der Stadtwerke pp für das vergangene Jahr - und die Aufräumerei.

Am 31.12. wirkt alles noch halbwegs feierlich, weihnachtlich gar, es gibt 'ne Party oder man geht wohin.

Am 01.01. sind schal gewordene Sektreste in den Gläsern weg zu schütten, angebissene Berliner zu entsorgen, ebenfalls Luftschlangen, angekokelter Dekokram nebst Feuerweksresten. Die Luft stinkt noch nach dem Feuerwerk der letzten Nacht. Der Weihnachtsbaum steht auch nur noch wenige Tage, spätestens nach dem Wochenende ist er weg (vor 20 Jahren haben meine Eltern den Baum bis Mariä Lichtmess, also bis Anfang Februar (!) stehen lassen....), es beginnt der Alltag im Winter. Und bis man da wieder angekommen ist, im Alltag.... wo ich doch am 01.01. gewöhnlicherweise so furchtbar müde bin.

Der Dezember hatte ja noch die Illusion von Wärme und Licht entstehen lassen - wegen der Advents- und Weihnachtszeit, der Winter war da noch halbwegs erträglich. Nun ist die Party wie gesagt vorbei.

Aus ist es mit Weihnachtsessen,  Leckereien zwischendurch, der Vorfreude auf das Fest. Der Kater kommt, auch wenn ich nicht so sehr dem Alk zugetan bin....

Jo, und was die Presse und die Wirtschaftsinstitute und sonstige schlauen Leute alles vorhersagen: Schlimmste Rezession seit Staatsgründung im Jahr 2009, die Stimmung im Keller, alles wird schlimm...

Huhu, wo ist denn meine Glaskugel? Kann man das irgendwie ändern, die angeblich miese Stimmung?? Es reicht doch, wenn ich mir am 01.01. das Aufstehen ersparen möchte....

Undankbar ist der Tag für die Leute, die in den ersten Tagen des Jahres Geburtstag feiern (müssen), wie mein Schwiegervater (02.01.) und mein Vater (12.01.). So richtig Stimmung kann nur unter engen Verwandten und Freunden aufkommen....

So ab Mitte Februar keimt wieder Hoffnung auf: Man hat sich an das neue Jahr gewöhnt, dieTage werden merklich länger, und der kalendarische Frühling - 1.März -  naht. Natürlich kann es im März auch noch schnatterkalt sein, wie zum Beispiel in diesem Jahr, da haben wir Ostereier im verschneiten Garten gesucht. Aber - der Frühling steht bevor.

Bis danin heißt es für mich jedenfalls: Durchhalten, die Zeit mit meiner Wintermusik versüßen und irgendwie Vergnügungen suchen...

Achja, was mir immer wieder auffällt: Wenn jetzt keine Jahresrückblicke im Fernsehen und den Printmedien laufen würden, wüsste wohl niemand mehr, was alles im ersten Quartal des Jahres so los war, am wenigsten erinnert man sich an den Monat Januar.... erschreckende Erkenntnis. An den Sommer kann ich mich dagegen sehr  gut erinnern, was nicht nur daran liegt, dass dieser gerade mal ein halbes Jahr her ist.

Trotzdem guten Rutsch in die Runde...

M.Kupfer
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10. Dezember 2008 3 10 /12 /Dezember /2008 10:47
Diese Meldung hier ist wieder mal der Hammer:

Ein Typ fährt in Great Britain im ziemlich betrunkenem Zustand (1,6 Promille BAK!) Auto und spielt während der Fahrt an seinem Schw...., dabei verursacht er einen Verkehrsunfall mit zwei Toten (Vater und Sohn).

Nun hatte man den Täter besoffen und  mit offener Hose und heraushängendem/ragendem Schniedel aufgefunden, sodass jegliches Leugnen für den Typen zwecklos war.

Das Urteil: 8 Jahre Freiheitsstrafe, Führerscheinentzug für 15 Jahre.

Man stelle sich mal vor, welche Story er den anderen im Knast erzählt....

M.Kupfer
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25. November 2008 2 25 /11 /November /2008 12:39

Mein 7. Geburtstag war an einem diesigen Sonntag. Wir schrieben das Jahr 1973, die Regierung war sozial-liberal, der Bundeskanzler hieß Willy Brandt.

 

Im Fernsehen liefen - gerne gesehen - die Sesamstraße mit Ernie und Bert, Schweinchen Dick, Daktari, Bonanza sowie - sonntags - "Raumschiff Enterprise" mit der alten Besatzung, bestehend vor allem aus Captain Kirk, "Pille", Mr. Spock und Scotty. Ich bekam mein erstes Fahrrad (orange). Das Telefon war grau und hatte eine Wählscheibe und einen schweren Hörer.

 

Ein Auto hatten wir noch nicht, deswegen  hat uns die seinerzeitige "Ölkrise" noch nicht wirklich erreicht. Für andere - Nachbarn, Freunde, Verwandte - musste an diesem Tag aber das Auto stehen bleiben - es war der erste autofreie Sonntag.

 

Eine immerwährende Botschaft dieses Tages: Seit 35 Jahren wird das Öl mal knapp, seht zu, dass ihr spart. Autofreie Sonntage genügen wohl nicht, wie sich gezeigt hatte, sie hatten keinen Spareffekt. Aber andere Chancen sind zu nutzen.

 

In Rheda-Wiedenbrück wird in Kürze übrigens die erste städtische Solar-Tankstelle für Elektroautos eröffnet. Kleiner Schönheitsfehler: Der "Tankvorgang" dauert drei Stunden....

 

M.Kupfer

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11. November 2008 2 11 /11 /November /2008 11:47
Am 05.09.2008 lief auf ARTE "Dschihad in der City". Ein sehenswertes Werk in zwei Perspektiven zweier Geschwister einer in Großbritannien lebenden pakistanischen, eigentlich integrierten Familie.

Der Bruder Sohail wird britischer Polizist und fühlt sich britisch, die Schwester Nasima ist zwar westlich geprägt und liberal eingestellt, nach dem Selbstmord ihrer besten Freundin (Opfer britischer Anti-Terrorgesetze) wird sie aber radikalisiert und lässt sich zur Terroristin - genauer gesagt Selbstmordattentäterin - ausbilden. Die Geschwister treffen sich schließlich, als sie in London während eines öffentlichen Konzerts im Bankenviertel die Bombe zünden will...

Eine Meldung - 10.11.2008 - aus dem Irak zum Thema "Selbstmordattentat" von Al Quaida und Co, die fast unter gegangen wäre:


Irak

13-Jährige verübt Selbstmordattentat



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2. November 2008 7 02 /11 /November /2008 13:01
Eine Meldung in dieser Woche aus dem fernen Somalia hat mich gestern tief getroffen:

So heißt es z.B. bei SPON:


Die 13-jährige Aisha sei von drei Männern vergewaltigt worden. Sie habe ihre Peiniger anzeigen wollen. Die Justiz der Milizen in der somalischen Stadt Kismayo sah den Fall absurderweise anders. Nicht über die drei Männer wurde das Urteil gefällt, sondern über Aisha: Todesstrafe durch Steinigung wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs (!). Das Alter von Aisha wurde zunächst mit 23 angegeben, der Vater bestätigte aber, dass sie erst 13 war. In ersten Meldungen hieß es, sie sei - mit 23 Jahren - allein wegen des Verdachts, Ehebruch begangen zu haben, gesteinigt worden. Das war ja schon schlimm genug. Dieses durch die somalische Justiz abgesegnete Verbrechen an einem Kind übertrifft meine Vorstellung - und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch die vieler anderer. Bei der Vollstreckung des Urteils am 27.10.2008 waren 1000 (!) Zuschauer zugegen. Es war die erste Steinigung seit zwei Jahren.

Die radikal-islamische Miliz hatte den Ort erst vor 2 Monaten erobert.

Der Fall erinnert an die "Ehrenmorde" an 5 Frauen und Mädchen zwischen 14 und 45 Jahren am 13. Juli 2008 in Baba Kot in Pakistan (Belutschistan): Drei Mädchen im Alter von 14, 16 und 18 Jahren hatten sich geweigert, die von der Familie ausgesuchten "Ehemänner" zu ehelichen - und wurden dafür in die Wüste verschleppt, gefoltert, mit Gewehrschüssen schwer verletzt und lebendig begraben. Das gleiche Schicksal traf zwei ältere Frauen, die den Teenagern zur Hilfe kommen wollten.

Versteht meinen Beitrag dazu nicht als islamfeindlich, das bin ich definitiv nicht, irgend welche Rechtsextremisten sollen sich nicht zu früh freuen, die sind in ihrer Radikaltät und Gewaltbereitschaft nicht besser - mein Beitrag ist allerdings radikalistenfeindlich und betrifft sämtliche Religionen, Sekten, (Aber-)glaubensrichtungen und sonstige Ideologie und lässt sich ausweiten z.B. auf die unsägliche Tradition der Genitalverstümmelung bei Mädchen in Afrika und auf der arabischen Halbinsel, eine "abergläubische"Tradition patriarchalischer Gesellschaften. Aber das wäre wieder ein Extra-Beitrag.

Gleiches gilt auch für die Hexerei-Verbrechen in Tansania, Kenia und sonstwo, wo Jagd auf Albinos gemacht wird, um deren Leichen für irgendwelchen obskuren Hokuspokus zu nutzen...

Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich k..... möchte.... Der Kampf gegen derart tödlichen Aberglauben, derart vernichtende und  menschenverachtende Traditionen ist wohl eine never ending story... (übrigens: Den Exorzismus der Katholiken, wie er tatsächlich in Deutschland praktiziert wird, mit dem Segen des Vatikan,  prangere ich genau so an!!)

M.Kupfer


P.S.: Kleiner Nachtrag, der nötig ist, weil ich die Möglichkeiten der wie auch immer gestalteten internationalen Justiz, gerade bei so massiven Menschenrechtsverletzungen, eruieren möchte. Diese Richter können nicht allen Ernstes straflos davon kommen... (die Vergewaltiger natürlich auch nicht). Leider wird eine internationale Gerichstbarkeit Aisha nicht mehr helfen, vielleicht aber andere Hinrichtungen wie diese verhindern...
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