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20. Jahrestag des Massakers in Peking (Platz des Himmlischen Friedens)

Es gibt nur wenige Nachrichten oder Fernshbeiträge, die mich tief getroffen oder berührt haben. Man ist schlechte Nachrichten ja gewöhnt. Positives gehört auch auf die Liste bewegender Nachrichten.

Zu den besonders berührenden Momenten aus der Nachrichtenwelt gehören die Maueröffnung 1989, die rechtsextremen Ausschreitungen und Morde Anfang der 90er Jahre in Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen, der 11. September 2001 - und das Massaker in Peking am 04.06.1989.

Ich hatte die sich seit Mitte April 1989 entwickelnde Demokratiebewegung in China, die an Woodstock, Hippies und "68" in Europa erinnerte, seinerzeit schon länger in den Medien verfolgt und hatte die durch jugendlichen Überschwang erklärbare unbestimmte Hoffnung, dass mit der sich damals schon abzeichnenden Öffnung des Marktes auch eine Öffnung der Gesellschaft einhergeht, vielleicht wie in den Tagen der UdSSR zu Zeiten Michail Gorbatschows wenige Jahre zuvor.

Aber Pustekuchen: Das Militär räumte den mit mehreren hunderten unbewaffneten und friedlichen Studenten besetzten Platz mit Panzern, die buchstäblich über die Leute rollten - ohne Rücksicht auf Verluste.


Ich saß damals einigermaßen geschockt und schwer paralysiert vor dem Fernseher und konnte diese Vorgänge nicht fassen.

Diese Situation ist symbolisch für die Vorgäne auf dem Tian' anmen: Ein einzelner Mann hält auf dem sonst menschenleeren Platz eine Reihe Panzer auf...:



Peking 2009: Die chinesische Regierung unterbindet jegliche Erinnerung an das Massaker. Ein Gedenken findet nicht statt...

Denkste, ich hab die Geschichte nicht vergessen, deshalb dieser Beitrag und die folgende Diashow mit der zugegeben etwas zu dramatisch wirkenden "Hymn to the Fallen" von John Williams. Die Bilder sprechen aber für sich und zeigen das Ausmaß militärischer Gewalt der damaligen chinesischen Regierung gegen das eigene Volk.


M. Kupfer

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